1415486

Große Server-Lösungen

10.04.2012 | 10:15 Uhr |

Rack Server

Wenn Sie davon ausgehen, dass Sie bald mehrere Server benötigen, dann sollten Sie sich für Rack-Mount-Systeme entscheiden. Diese Art von Server hat eine standardisierte Breite und Höhe, sodass diese in einen 19-Zoll-Rack hineinpassen. Die Racks haben nicht nur eine definierte Breite, sondern auch eine normierte Höhe, die ein vielfachen von 1,75 Zoll ist. Die Höhe von 1,75 Zoll wird in diesem Zusammenhang häufig mit 1 U abgekürzt. Ein Standard-Rack ist 42 U hoch, was in etwa 187 cm entspricht. Ein Rack ermöglicht es Ihnen mehrere Server auf relativ wenigen Quadratmetern zu installieren. Meistens sind die Racks mit Kabelverwaltungssystemen ausgestattet, sodass kein Kabelsalat entsteht und das Ganze ordentlich aussieht.

Die meisten Rack-Server sind sehr gut ausbaubar und haben vorgesehene Plätze für mehrere CPUs, Unmengen an Arbeitsspeicher und viel Festplattenspeicherplatz. Rack-Server-Systeme sind in großem Maße skalierbar. Wenn Sie den Rack einmal an der richtigen Stelle positioniert haben, werden Sie keinen Platz für weitere Server benötigen, solange der Rack noch nicht vollständig gefüllt ist. Obwohl diese Racks in der Regel mehr kosten als Tower Server, sind sie günstiger als Blades.

Da Rack-Server sehr nahe beisammen operieren, benötigen Sie mehr aktive Kühlung als Tower Server. Die Lüftung dieser Server kann recht laut sein und Sie benötigen ein Klima-Kontroll-System, damit der gesamte Rack richtig gekühlt wird. Deswegen isolieren die meisten Unternehmen ihre Rack-Server in einem bestimmten Raum. Die Instandhaltung von Rack-Servern kann etwas komplizierter sein, denn die Server müssen physikalisch aus dem Rack herausgezogen werden, um gewartet zu werden. Und wie bei einem Tower Server benötigen Rack Server ein KVM-Arrangement für die Installation und die Verwaltung.

Ein Einstiegs-Rack-Server wie der Lenovo ThinkServer RD230 Linie enthält einen Dual-Core Intel Xeon E5503-Prozessor und vier 3,5-Zoll Festplattenvorrichtungen, die RAID 0 1, 5 und 10 unterstützen. Bei diesem System sind noch keine Festplatten, wohl aber 2 GB Arbeitsspeicher enthalten, die Sie erweitern können. Das gesamte System ist in einem 1 U Gehäuse verpackt. Der Preis beträgt etwa 750 Euro.

Die Preise bei Rackservern schnellen deutlich in die Höhe, wenn Sie weitere CPUs oder CPU-Kerne hinzufügen. Auch mehr Arbeitsspeicher, Festplattenplätze, Virtualisierungsmöglichkeiten und andere Funktionen führen zu wesentlich höheren Preisen. Wenn Sie die Preise von Rack-Servern vergleichen, sollten Sie sicherstellen, dass die Kosten für das Betriebssystem und alle integrierten Hypervisor (für die Virtualisierung), die Sie haben wollen, enthalten sind. Denn diese Elemente sind bei den preisgünstigen Modellen häufig nicht mit eingerechnet. Sie sollten auch den Preis für den Rack und die Befestigungsmöglichkeiten, die Sie für die Installation des Servers benötigen, berücksichtigen.

Blade Server

Der grundlegende Unterschied zwischen einem Rack Server und einem Blade Server ist, dass mehrere Blade Server in einem Chassis operieren. Einen neuen Server hinzuzufügen ist ziemlich einfach, denn Sie müssen lediglich das neue Blade in das Gehäuse einschieben. Sie können auch andere Netzwerkkomponenten, wie Ethernet Switches, Firewalls und Lastausgleicher neben den Servern in das gleiche Gehäuse einbauen. Sie können das ganze in einem Rack installieren. Da das Chassis den Strom, die Kühlung, das Input-Output und vier Verbindung für alle darin enthaltenen Geräte enthält, müssen Sie sich nicht um die neuen Kabel kümmern, wenn Sie etwas zu dem System hinzufügen. Blades sind schöner und können mehr Rechenleistung auf einem begrenzten Platz zur Verfügung stellen als alle anderen Server-Systeme. Aber diese Server-Variante ist bei der Anschaffung recht kostspielig, denn Sie müssen auch das Gehäuse kaufen.

Auch die Blade-Server haben Ihre Nachteile. In der Regel bieten diese weniger Erweiterungsmöglichkeiten, denn sie sind nicht mit so vielen PCI-und Festplatten-Plätzen ausgestattet wie Tower oder Rack Server. Auf der anderen Seite teilen Unternehmen mit Blade Servern den Speicherplatz über ein Storage Area Network (SAN), um deren Blade Server zu unterstützen. Manche Blade Chassis bieten Platz für SAN-Speicher direkt neben den Servern. Wie Sie vermutlich bereits erraten haben, produzieren all diese nah beisammen aufgestellten Geräte viel Abwärme. Blade Systeme, wie Rack Server, benötigen viel aktive Kühlung. Diese wird in der Regel über integrierte Ventilatoren innerhalb der Chassis realisiert.

Das Fazit

Wenn Sie an Ihren Server keine hohen Anforderungen haben, dann kann Ihnen ein Windows Home Server oder ein NAS ausreichen und Sie müssen nicht viel Geld investieren. Mit diesen Geräten können Sie Daten teilen, Backups erstellen und bis zu zehn Computer aus der Ferne steuern.

Größere Unternehmen, die nur ein oder zwei starke Server benötigen, sind mit Towern besser beraten. Diese verbrauchen nicht viel Platz und erfordern keine aufwändigen Kühlsysteme. Aber Tower Server können dennoch einfach erweitert werden und die Highend Modelle unterstützen die Virtualisierung.

Wenn Ihre IT-Anforderungen größer sind, sodass ein paar Server dies nicht mehr bewältigen können, dann sollten Sie möglicherweise zu einem Rack-Server wechseln. Hier passen dutzende Maschinen auf geringen Raum und diese Server-Architektur ist sehr gut skalierbar. Blade Server sind sogar noch platzsparender und besser skalierbar. Wenn Sie mehr Server benötigen, als in einen Rack hineinpassen, dann sind Sie mit einem Blade Server-System besser beraten.

Ein einfaches IBM BladeCenter S Chassis, welches bis zu sechs 1- oder 2-Prozessor-Blade-Server aufnehmen kann (oder bis zu drei 4-Prozessor-Modelle) und Platz für zwei Disk-Module und vier Switch-Module bietet, kostet ungefähr 2000 Euro. Ein IBM BladeCenter HX5 Server mit einer Intel Xeon CPU, 16 GB Arbeitsspeicher und zwei Hot-Swap Disk-Plätzen (ohne Festplatten) kostet etwa 4700 Euro. Wie auch bei den anderen Servertypen, die wir vorgestellt haben, enthalten diese Preise noch kein Betriebssystem und auch keine Virtualisierungsmöglichkeit . Die Preise schnellen in die Höhe, wenn Sie weitere Funktionen und Komponenten hinzufügen.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
1415486