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Tethering: Handy als Modem

Finden Sie weder einen kostenlosen noch einen kommerziellen WLAN-Hotspot, hilft nur noch der Zugriff auf das Mobilfunknetz per USB-Modem. Wenn Sie ein Handy besitzen, sind Sie vielfach bereits mit einem Hotspot ausgerüstet. Verbinden Sie das Mobiltelefon mit dem Notebook und verwenden Sie es als Modem, um ins Internet zu gelangen. Das nennt sich Tethering und lässt sich sehr einfach einrichten. Das gewählte Mobilfunkabo sollte auf jeden Fall ein Datenkontingent enthalten, sonst wird es teuer.

Die Vorteile des Tetherings liegen auf der Hand: Weil viele Handy-Besitzer ihre monatliche Datenmenge kaum ausnutzen, lässt sie sich mit dem Notebook aufbrauchen. Vorbei sind die Zeiten, als man für WLAN-Hotspots bezahlen musste.

Tethering ist bei vielen Mobiltelefonen möglich, wobei sich die Prozedur von Hersteller zu Hersteller unterscheidet. Am besten schauen Sie im Gerätehandbuch oder auf der Hersteller-Webseite nach. Nokia bietet zum Beispiel unter der Adresse www.comms.ovi.com/m/p/ovi/suite/ International/index_de.html die kostenlose Software Ovi Suite an, mit der sich das Smartphone mit dem PC verbinden und anschließend als Modem nutzen lässt. Eine gute Anlaufstelle für Windows-Mobile-Geräte ist www.pocketpc.ch.

Allerdings muss Ihr Mobilfunk-Provider Tethering zulassen. Oft ist das nur gegen einen heftigen Aufpreis der Fall, beispielsweise bei Telekom Deutschland (ehemals T-Mobile). Android-Smartphones können Tethering bis dato nur, wenn Sie eine spezielle (kostenlose) Software installieren. Da ändern sich aber theoretisch mit Android 2.2, das Tethering im Betriebssystem implementiert hat . Allerdings können Mobilfunkprovider ihren Vertragskunden eine angepasste Version von Android 2.2 bereit stellen, bei der Tethering deaktiviert ist.

Wie schnell Sie beispielsweise mit Ihrem iPhone- Modem im Internet unterwegs sind, hängt von zwei Faktoren ab: Zum einen spielt die Art der Verbindung zum Notebook eine Rolle. Eine USB-Verbindung ist schneller als eine über die Funktechnologie Bluetooth. Zum anderen steht und fällt die Geschwindigkeit mit dem verfügbaren Handy-Netz. Wenn das iPhone über UMTS oder noch besser mit HSDPA verbunden ist, funktioniert die Verbindung wesentlich flotter als via EDGE. Und für die Zukunft lässt die noch viel schnellere LTE-Technologie einen Temporausch vermuten .

Verbunden: Das iPhone wird als LAN angezeigt
Vergrößern Verbunden: Das iPhone wird als LAN angezeigt
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Haben Sie das iPhone bereits einmal über USB mit Ihrem Notebook verbunden und installiert, ist die Aktivierung des Tetherings einfach: Öffnen Sie die Einstellungen des iPhones und tippen Sie auf den Eintrag Netzwerk. Gehen Sie zum Eintrag Internet-Tethering und aktivieren Sie das Tethering. Überzeugen Sie sich außerdem, dass die Funktion Daten- Roaming ausgeschaltet ist B – es sei denn, Sie sind bereit, in fremden oder ausländischen Netzen zu surfen und entsprechend dafür zu bezahlen.

Ein iPhone wird innerhalb von Sekunden zum Hotspot
Vergrößern Ein iPhone wird innerhalb von Sekunden zum Hotspot
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Verlassen Sie die Einstellungen und verbinden Sie das iPhone über USB mit Ihrem Notebook. Nun finden Sie in Windows unter Start/Systemsteuerung im Bereich „Netzwerkverbindung“ das iPhone – der Internetzugang steht.

Der blaue Balken zeigt, dass Sie per Tethering verbunden sind
Vergrößern Der blaue Balken zeigt, dass Sie per Tethering verbunden sind
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Dies erkennen Sie am blauen Balken am oberen Fensterrand des iPhones. Um die Verbindung zu kappen, trennen Sie die USB-Verbindung.

Das iPhone informiert, wie viel Datenguthaben verfügbar ist
Vergrößern Das iPhone informiert, wie viel Datenguthaben verfügbar ist
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Nebenbei: Auch mit aktiviertem Tethering sind Telefongespräche möglich. Das iPhone bietet außerdem eine genaue Kontrolle, wie viel Datenguthaben vorrätig ist. Öffnen Sie dazu die Einstellungen und tippen Sie auf die Kategorie Allgemein. Wählen Sie anschließend Benutzung. Jetzt können Sie am Ende des Bildschirms die verbrauchte Datenmenge ablesen. Und wenn der Monat zu Ende ist, tippen Sie einfach auf Statistiken zurücksetzen, um den Zähler neu zu starten.

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