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Testen bis die Tasten wackeln

27.12.2019 | 08:22 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Nicht alle kommen in einen Karton. Denn bevor eine neue Modellreihe auf die Menschheit losgelassen wird, wird sie auf Herz und Nieren geprüft. Im Testlabor. Die Tests erfolgen vor der Freigabe einer Modellreihe im Rahmen der "Qualifikation" und produktionsbegleitend anhand von Stichproben.

Das Testlabor von Cherry ist teilweise in Baucontainern untergebracht. Der Grund: Die Firma expandiert, der Platz auf dem Gelände ist knapp.

Der Testablauf umfasst Fallversuche, mikroskopische Betrachtungen, Messungen, Strahlenmessung und mehr. Pro Modell werden 60 bis 80 Tastaturen getestet.

Die Tastatur muss zwei Arten von Fallversuchen absolvieren. Zum einen fällt sie in der Originalverpackung aus einer Höhe von 91 bis 105 Zentimeter auf den Boden. Das muss die Tastatur vollkommen unbeschadet und die Verpackung ohne nennenswerte Beeinträchtigungen überstehen. Neun verpackte Keyboards werden in vier verschiedenen Fallpositionen derart malträtiert.

Zum anderen wird ein Sturz vom PC-Schreibtisch simuliert. Dazu lässt man das Testgerät aus 70 Zentimeter Höhe unverpackt zu Boden stürzen. Auch das muss die Tastatur ohne wesentliche Blessuren überstehen. Im Toleranzbereich liegt es, wenn bis zu drei Tasten herausfallen. Sie müssen sich allerdings problemlos wieder einsetzen lassen und die Tastatur muss sich danach ohne Beeinträchtigungen nutzen lassen.

Nach dem Falltest und der optischen Kontrolle auf Schäden werden alle Funktionen überprüft, Tastenmechanik und Funkübertragung müssen ohne Beeinträchtigung arbeiten.

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