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Test: Gigabyte Z690 Aorus Master - sehr gut ausgestattetes Mainboard zum fairen Preis

11.06.2022 | 12:30 Uhr |

Die 12. Generation der Intel Core-CPUs setzt auf den neuen Sockel LGA1700. Passend dazu benötigen Sie neue Mainboards. Wir haben das Z690 Aorus Master von Gigabyte einem Test unterzogen.

Die Einführung von Intels "Alder Lake"-Plattform für die 12. Core-Generation mit dem Z690-Chipsatz bringt spannende Techniken wie PCI-Express 5.0 und DDR5 mit sich. Natürlich steigen parallel auch die Preise für die neuen Hauptpaltinen. Wir gehen auf die technischen Daten und Funktionen des Z690 Master ein - und mit welchen CPUs Sie das Mainboard kombiniert können.

  • Bewertung des Experten: 4,5 von 5 Punkten

  • Vorteile: Gute Verarbeitungsqualität, voll ausgestattet für den Preis, ansprechende Ästhetik und funktionale Kühlung, kann die 12900K Hotrod-CPU verarbeiten, eignet sich sowohl für Spiele als auch für Workstations

  • Nachteile: DDR5 ist immer noch zu teuer für die geringfügigen Vorteile, LGA 1700 erfordert eine spezielle Halterung für die meisten CPU-Kühler, E-ATX kann die Auswahl an Gehäusen einschränken, PCI-E-Lane-Beschränkungen für diejenigen, die 8x/8x oder mehr als einen einzelnen 16x-Slot benötigen

  • UVP: 499 Euro

  • Kurzfazit: Das Mainboard Gigabyte Z690 Aorus Master besitzt ein ziemlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und bietet eine Fülle von Funktionen.

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Einzigartige Merkmale

Bei der Austattung fährt das Z690 Master ganz groß auf, was zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis führt. Schauen wir uns also einige der Highlights an und analysieren ihre Vorteile (und Nachteile) in der Praxis.  

Vorteile:  

  • 10Gbe-Netzwerk-Anschluss ist vorhanden. Etwas, das sonst bei vielen teureren Motherboards zu finden ist. 

  • Wi-Fi 6E ist der Standard für drahtlose Netzwerkverbindungen. 

  • Mit fünf M.2-Steckplätzen bewegt sich dieses Mainboard auf Workstation-Niveau. Sie erhalten ein großartiges Leistungsniveau und Technik, die sogar den leistungsstarken Intel 12900K unterstützt.  

  • Das Board bietet ein Premium-Gefühl ohne Premium-Preis - mit einem UVP von 499 Euro ist es ein sehr gutes Angebot.

Wenn Sie Intels 12900K-CPU nutzen möchten, benötigen Sie ein Motherboard mit dem Z690-Chipsatz.
Vergrößern Wenn Sie Intels 12900K-CPU nutzen möchten, benötigen Sie ein Motherboard mit dem Z690-Chipsatz.
© Thiago Trevisan / Foundry

Nachteile: 

  • Nur DDR5-Unterstützung, und Sie werden wahrscheinlich zwei DIMMs anstelle von vier verwenden wollen, um die volle Nenngeschwindigkeit zu erreichen. DDR5 ist auch teurer.  

  • LGA 1700 bedeutet, dass Sie eine Halterung oder einen neuen CPU-Kühler benötigen. LGA 1200-Kühler funktionieren nicht, im Gegensatz zu den Z690-Motherboards von Asus, die beides von Haus aus unterstützen.  

  • 16x PCI-E Gen 5 nur auf dem oberen Steckplatz; Multi-GPU-Unterstützung ist keine Option, wenn Sie 8x/8x benötigen. 4x Gen 3 auf den anderen Steckplätzen sind gut für PCI-E-Karten, Soundkarten usw., aber nicht für eine zweite 8x-GPU für Workstation- oder NVLink-Nutzung.  

  • E-ATX bedeutet, dass dieses Mainboard breiter ist als ein typisches ATX-Mainboard, daher ist besondere Vorsicht bei den Bauabmessungen und der Gehäusegröße geboten.  

Design

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, und das Z690 Master ist sicherlich attraktiv. In dieser Preisklasse werden Sie Design-Finessen wie „Panzerplatten“ für die M.2- und VRM-Regionen, RGB sowie eine typisch höhere Verarbeitungsqualität sehen. Wenn Sie das Master neben der viel teureren Z690 Gigabyte Aorus Xtreme-Variante platzieren, müssen Sie schon genau hinsehen, um die Unterschiede zu erkennen. RGB ist auf dem Motherboard geschmackvoll umgesetzt, mit zwei Hauptbereichen, die leuchten und sich mit der "RGB Fusion"-Software von Gigabyte angepassen lassen.  

Ein neuer LGA 1700-Sockel bedeutet, dass Sie einen neuen Kühler oder eine neue Halterung benötigen.
Vergrößern Ein neuer LGA 1700-Sockel bedeutet, dass Sie einen neuen Kühler oder eine neue Halterung benötigen.
© Thiago Trevisan / Foundry

Performance and BIOS

Das Z690 Gigabyte Aorus Master ist gut gerüstet, um selbst den mächtigen Intel 12900K zu bewältigen. Mit 105A in seinem 19+1+2 Power Design wird die Übertaktung zum Kinderspiel. Das ist sicherlich ein Overkill, da die VRMs ausgesprochen kühl bleiben. Aber wir sind es gewohnt, das es Overkill-Leistungsstufen auf höherpreisigen Modellen gibt. Daher ist es großartig, sie auf diesem Preisniveau zu sehen.  

Idealerweise wird dieses Motherboard mit einer höherwertigen Intel-CPU der 12. Generation wie der 12900K oder 12700K gepaart. Aber die Ausstattung ist so attraktiv, dass diejenigen, die keine enorme CPU-Leistung benötigen, sich vielleicht sogar für den 12600K entscheiden und trotzdem eine großartige Leistung erhalten (und Zugang zu 10GbE LAN, fünf M.2-Steckplätzen usw.).  

Wenn Sie die VRMs testen möchten, hat sich das Gigabyte-BIOS im Laufe der Jahre verbessert, sodass es im Allgemeinen einfach zu bedienen ist und die Einstellungen nach Bedarf anpassbar sind. Man kann hier viel basteln, aber bedenken Sie: Übertakten bringt immer weniger, da diese Chips bereits ab Werk schnell laufen.  

Fazit

Das Gigabyte Z690 Aorus Master bietet ein ziemlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine Fülle von Funktionen. Für seinen Preis erhalten Sie Wi-Fi 6E, 10GbE-Netzwerk, fünf M.2-Steckplätze und ein attraktives Design. Sicher, PCI-E Gen 5 und DDR5 sind noch nicht ausgereift, aber sie sind da und bieten Ihnen auch eine gewisse Zukunftssicherheit.  

Denken Sie daran, dass es sich um ein breiteres E-ATX-Gehäuse handelt, das eine CPU-Halterung für LGA 1700 sowie DDR5-RAM benötigt. Ansonsten handelt es sich um ein solides Mainboard, das von einem großzügigen Funktionsumfang und einem noch großzügigeren Preisniveau profitiert. 

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Die XMP-Speicherprofile funktionieren gut mit DDR5 - mit einer Einschränkung: Die Z690-Motherboard haben mit der Auslieferungs-Firmware Probleme mit vier DDR5-Modulen und XMP; Sie werden auf die Basisgeschwindigkeiten beschränkt sein. Dies kann ein Problem sein, wenn Sie mehrere Sticks für eine höhere Kapazität benötigen. Daher sollten Sie stattdessen Dual-Kits mit größerer Kapazität kaufen, um die XMP-Geschwindigkeiten zu maximieren.

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