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Test: Gaming-Headsets von Beyerdynamic, Creative, HyperX, Razer, Steelseries & Co.

17.05.2018 | 18:03 Uhr |

Wir haben die besten Gaming-Headsets unterschiedlichster Preisklassen im Test, darunter Modelle von Asus, Beyerdynamic, Creative, Cougar, HyperX, Razer, Roccat, Sennheiser, Sharkoon, Steelseries und Teufel.

Jede halbwegs namhafte Firma lässt es sich nicht nehmen, Gaming-Mäuse und mechanische Tastaturen für Spieler auf den Markt zu werfen. Nun sind die Gaming-Headsets dran – und es sind viele. Tests von Gaming-Headsets gibt es im Netz etliche - doch ihnen fehlt in der Regel der direkte Vergleich mit anderen Headsets aus der Preisklasse. Dabei wollen die meisten doch nur wissen: "Ich habe den Betrag X, welches Gaming-Headset ist das Beste für diese Summe?". Wir haben die Antwort für Sie, denn wir haben 17 Gaming-Headsets im direkten Vergleich! Wer es eilig hat, kann sich alle getesteten Geräte auch in folgender Bildergalerie ansehen, inklusive Kurz-Fazit & Link zum besten Preis:

Doch bevor Sie sich diesen Vergleichstest durchlesen, möchten wir auf folgendes hinweisen: Die Empfindung eines Klangbildes ist eine sehr subjektive Sache, bei dem es sehr auf die einzelne Person ankommt. Deshalb kann es durchaus passieren, dass Ihnen unsere Modelle in Sachen Audiowiedergabe nicht gänzlich zusagen. Deshalb unser Tipp: Probieren Sie das gewünschte Gaming-Headset vor dem Kauf aus. Beispielsweise bei Freunden, auf Messen oder im Elektromarkt.

Was ist zum Zocken wichtig? Gute Performance, eine präzise Maus und Tastatur und natürlich auch sauberer Klang und ein guter Sprachsound im Chat. Wer nicht auf eine getrennte Mikrofon-Kopfhörer-Lösung setzen will, der braucht ein Headset mit integriertem Mikrofon. Natürlich lässt es sich jede halbwegs namhafte Firma nicht nehmen, Gaming-Headsets auf den Markt zu bringen. Um den Durchblick nicht zu verlieren, hat Fritz 11 Gaming-Headsets in jeder Preisklasse - von 25 bis 250 Euro getestet. Wo Ihr Euer Geld gut anlegt und von welchen Modellen Ihr lieber die Finger lassen solltet, erfahrt Ihr in diesem Video.

►► Noch mehr Details im ausführlichen Test:
www.pcwelt.de/2191447

►► Alle getesteten Headsets bei Amazon:

► Razer Thresher Tournament Edition:
amzn.to/2LvPoWJ

► Beyerdynamic Custom Game:
amzn.to/2L1Vf4Y

► Cougar Phontum:
amzn.to/2IRGtNj

► Teufel Cage:
amzn.to/2KXrulR

► HyperX Cloud Flight:
amzn.to/2GVCgXs

► Roccat Khan Aimo:
amzn.to/2ISSMZS

► INNOVATIVE TECHNIK: Sennheiser GSP 600:
amzn.to/2Ly6TWa

► TOP-DESIGN: Asus ROG Strix 500:
amzn.to/2xjOUjv

► ATTRAKTIVER PREIS: Sharkoon Skiller SGH2:
amzn.to/2L0WVf3

► PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Creative SoundBlasterX H7 Tournament Edition:
amzn.to/2schLAW

► TEST-SIEGER: Steelseries Arctis Pro:
amzn.to/2xiHlJH

Die richtige Passform fürs Gaming-Headset

Bei den meisten Headsets für Gamer handelt es sich um sogenannte Over-Ear-Modelle, die die Ohren also komplett umschließen. Auf diese Weise erfolgt nicht nur eine gute Abschirmung von Geräuschen der Außenwelt, sondern das Gewicht der Kopfhörer kann sich aufgrund der größeren Auflagefläche besser verteilen. Das Ergebnis ist ein meist angenehmerer Sitz.

Velours-Überzüge für die Polster sorgen für weniger heiße Ohren, schotten Sie dafür aber nicht ganz so gut von Umgebungsgeräuschen ab wie (Kunst-)Lederüberzüge. Bei letzteren kommen Sie dafür in der Regel schneller ins Schwitzen. On-Ear-Headsets sitzen eher auf dem Ohr, isolieren etwas weniger gut als Over-Ear-Versionen und führen vor allem bei Brillenträgern zu Druckschmerzen.

Bei Surround-Sound lassen sich auch die einzelnen Kanäle einstellen.
Vergrößern Bei Surround-Sound lassen sich auch die einzelnen Kanäle einstellen.

Raumklang: Virtuell oder "echt"?

Raumklang erlaubt es, Gegner in Spielen räumlich zu orten, um entsprechend reagieren zu können und bietet eine stärkere Immersion ins Spielgeschehen, also das "Mittendrin-Gefühl". Einige Hersteller haben Modelle mit "echtem Surround-Sound" im Portfolio, da sie gleich mehrere, kleinere Audiotreiber innerhalb einer einzelnen Ohrmuschel verbauen. Doch in der Regel fehlt diesen kleinen Lautsprechern die Kraft für eine ordentliche Wiedergabe. Des Weiteren kann gar kein korrekter Raumklang entstehen, wenn die Treiber nur wenige Zentimeter voneinander entfernt sind. Virtueller Raumklang klingt also meistens echter, da er durch die Modulation unterschiedlicher Frequenzen entsteht, die unser Gehirn auch entsprechend verarbeiten und zuordnen kann.

Surround-Sound für Stereo-Kopfhörer nachrüsten

Die Wahl des Anschlusses

Einige Gaming-Headsets lassen sich nur via USB an den PC anschließen, da sie über eine eigene, digitale Klangverarbeitung verfügen (DSP, Digital Sound Processing) und auf diese Weise den bestmöglichen Sound bieten möchten. Verfügen Sie lediglich über eine herkömmliche Onboard-Sound-Lösung, dann ist das nicht immer verkehrt. Das bietet sich zum Beispiel auch an, wenn Sie ein Lautstprecher-Set am Computer angesteckt haben - so können sie einfach zwischen den Quellen wechseln.

Mit Hilfe von Adaptern lassen sich Klinken-Headsets auch via USB an den PC anschließen.
Vergrößern Mit Hilfe von Adaptern lassen sich Klinken-Headsets auch via USB an den PC anschließen.
© Logitech

Wenn Sie die Kopfhörer aber auch an der Spielekonsole oder am Smartphone nutzen möchten, dann ist der Anschluss via USB nicht oder nur eingeschränkt möglich. Achten Sie in diesem Fall auf einen Anschluss via Klinke (3,5 Millimeter). Das sollten Sie auch, wenn in Ihrem Rechner eine hochwertige Soundverarbeitung wie ein USB-Audiointerface oder eine Soundkarte zum Einsatz kommen.

Worauf Sie beim Gaming-Headset-Kauf noch achten sollten

Neben dem Tragekomfort, der Klang-Technik und den Anschlüssen sollten Sie auf eine robuste respektive hochwertige Verarbeitung achten. Häufig belastete Bauteile wie die Haltegabeln oder das Kopfband sind idealerweise aus Aluminium oder einem anderen, massiven Material. Des Weiteren sind Kabelfernbedienungen oder Bedienelemente an den Ohrmuscheln ein Zusatzkomfort, um schnell das Mikrofon stummzuschalten oder die Lautstärke zu regeln. Ein geflochtenes (gesleevtes) Anschlusskabel ist außerdem noch haltbarer als reine Kunststoffkabel.

Eine Kabelfernbedienung bietet grundlegende Steuerelemente an.
Vergrößern Eine Kabelfernbedienung bietet grundlegende Steuerelemente an.
© Sharkoon

So haben wir die Gaming-Headsets getestet

Der Test aller Gaming-Headsets erfolgt immer mit den gleichen Spielen, Anwendungen und Multimedia-Inhalten: Die Modelle müssen sich alle in Far Cry 5, Battlefield 1 und Kingdom Come: Deliverance, in einer Chat-Unterhaltung via TeamSpeak und Skype sowie im bekannten Song "Hotel California" von den Eagles beweisen.

Getestet wurden die Headsets mit einem analogen 3,5-Millimeter-Klnikenanschluss mit dem weit verbreiteten Onboard-Soundchip "Realtek High Definition Audio" ohne digitale Klangvebesserungen oder Anpassungen unsererseits. Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, dass sich alle Gaming-Headsets auch noch in Sachen Ton manuell feintunen lassen und somit auch ein besseres Ergebnis abliefern können. Der Anschluss der USB-Headsets erfolgte stets über USB 2.0.

Das sind die besten Gaming-Headsets des Vergleichs-Tests:

TEST-SIEGER: Steelseries Arctis Pro

TEST-SIEGER: Steelseries Arctis Pro
Vergrößern TEST-SIEGER: Steelseries Arctis Pro
© Steelseries

Mit dem Steelseries Arctis Pro bekommen Sie nicht nur ein sehr bequemes Gaming-Headset, das sich für lange Zocker-Sessions eignet, sondern auch einen sehr stimmigen Sound, der nicht nur in Spielen überzeugt. Neben dem sehr ausgewogenen und angenehmen Klangbild bietet uns das Steelseries Arctis Pro eine klare Sprachübertragung ohne lästige Hintergrundgeräusche.

Ein sinnvolles Extra ist die Funktion Chat-Mix-Dial, denn durch das situative Mischen der beiden Tonspuren erhalten wir ein stets ideales Ergebnis. Der aktuelle Straßenpreis von rund 160 Euro ist hoch, für das Gebotene aber durchaus akzeptabel.

Der beste Preis: Steelseries Arctis Pro

Zum ausführlichen Test: Steelseries Arctis Pro

PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Creative Sound BlasterX H7 Tournament Edition

PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Creative Sound BlasterX H7 Tournament Edition
Vergrößern PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Creative Sound BlasterX H7 Tournament Edition
© Creative

Beim Klang des Creative Sound BlasterX H7 Tournament Edition könnte zwar der ein oder andere etwas enttäuscht sein, da der Bass nicht ganz so kräftig ist wie bei anderen Modellen dieser Preisklasse. Dennoch ist der Sound ausgewogen, übersteuert nicht und ist für eine Vielzahl von Einsatzgebieten ideal.

Das Gaming-Headset ist dank zwei verschiedener Anschluss-Varianten auch flexibel nutzbar, sowohl am PC, als auch an der Konsole und dem Smartphone. Zudem bietet es uns einen erstaunlich komfortablen Sitz ohne zu drücken, auch nach längeren Zocker-Sessions. Lediglich das Mikrofon lässt zu wünschen übrig, denn leider kommen bei unserem Gesprächspartner störende Hintergrundgeräusch und ein dauerndes Brummen an.

Dennoch finden wir den aktuellen Straßenpreis von knapp 100 Euro in Ordnung, da wir ein solides und auch hochwertiges Gaming-Headset in den Händen halten dürfen.

Der beste Preis: Creative Sound BlasterX H7 Tournament Edition

Zum ausführlichen Test: Creative Sound BlasterX H7 Tournament Edition

ATTRAKTIVER PREIS: Sharkoon Skiller SGH2

ATTRAKTIVER PREIS: Sharkoon Skiller SGH2
Vergrößern ATTRAKTIVER PREIS: Sharkoon Skiller SGH2
© Sharkoon

Das Sharkoon Skiller SGH2 verdient seinen Award Attraktiver Preis völlig zurecht, denn es ist ein durchaus gelungenes Einsteigermodell für Gamer. Und in der Paradedisziplin Klang kann es den Vorgänger auf jeden Fall übertreffen. Denn das Gaming-Headset bietet einen noch satteren Bass, nur leider fallen die Höhen wieder ähnlich blechern aus.

Das Design gefällt uns gut, nur das Gewicht ist deutlich gestiegen. Die fast 400 Gramm, die das Headset auf die Waage bringt, sind also deutlich spürbar. Während langer Zocker-Sessions könnte das Headset also unangenehmen Druck verursachen. Das Mikrofon hingegen bringt die Sprache klar rüber und lässt sich einfach einstellen. Hier gibt es kaum etwas zu beanstanden.

Das SGH2 hat also immer noch verbesserungswürdige Punkte, die sich aber zum Straßenpreis von rund 25 Euro auf jeden Fall verschmerzen lassen.

Der beste Preis: Sharkoon Skiller SGH2

Zum ausführlichen Test: Sharkoon Skiller SGH2

TOP-DESIGN: Asus ROG Strix Fusion 500

TOP DESIGN: Asus ROG Strix Fusion 500
Vergrößern TOP DESIGN: Asus ROG Strix Fusion 500
© Asus

Das Asus ROG Strix Fusion 500 hat durchaus einiges zu bieten, wie den ausgewogenen 7.1-Surround-Sound oder die gute Geräuschabschirmung, was vor allem an den wechselbaren ROG-Hybrid-Ohrpolstern liegt. In Sachen Klang kann uns das Gaming-Headset mit einem wummernden Bass und klaren Details komplett überzeugen.

Leider lässt der Komfort, gerade bei Brillenträgern, etwas zu wünschen übrig, denn trotz der weichen Ohrpolster entwickelt das Headset einen unangenehmen Druck auf die Brillenbügel. Auch Nutzer mit einem etwas größeren Kopf könnten aufgrund des strammen Sitzes die ein oder andere unangenehme Druckstelle verspüren.

Die ausgefallene Optik des Gaming-Headsets weiß jedoch zu gefallen und hat sich seinen Top-Design redlich verdient, was vor allem an den verspiegelten, goldenen Außenflächen und der RGB-Beleuchtung liegt. Mit Fug und Recht dürfen wir behaupten, dass das Strix Fusion 500 eines der schönsten Gaming-Headsets auf dem Markt ist. Doch es gibt von uns auch einen Punktabzug gerade wegen der verspiegelten Flächen, denn darauf ist so gut wie jeder Fingerabdruck zu sehen, was sich durch die Touch-Steuerung an der linken Ohrmuschel auch kaum vermeiden lässt.

Wer sich von dem ausgewogenen Klangerlebnis selbst überzeugen möchte und über die Negativpunkte hinwegsehen kann, der muss 180 Euro auf den Tisch legen. Ein stolzer Preis für ein Gaming-Headset, das uns zwar mit einem voluminösen Sound überzeugen kann, uns beim Tragekomfort jedoch enttäuscht.

Der beste Preis: Asus ROG Strix Fusion 500

Zum ausführlichen Test: Asus ROG Strix Fusion 500

INNOVATIVE TECHNIK: Sennheiser GSP 600

INNOVATIVE TECHNIK: Sennheiser GSP 600
Vergrößern INNOVATIVE TECHNIK: Sennheiser GSP 600
© Sennheiser

Auch wenn der Hersteller bereits viele Features für den Komfort einbaut, wie die Regler für den Anpressdruck und die Schieber für die Kopfgröße, könnte das Sennheiser GSP 600 noch ein klein wenig leichter ausfallen. Fast 400 Gramm sind schon ein Haufen Holz, die unter anderem den schicken Akzenten aus Metall zuzuschreiben sind. Dennoch hat sich das Sennheiser GSP 600, dank der Regler für den Anpressdruck, den Award Innovative Technik verdient.

Beim Sound lässt sich Sennheiser nicht lumpen, denn hier erleben wir einen harmonisch abgestimmten Klang der uns, dank der geschlossenen Ohrmuscheln, nicht nur beim Zocken voll ins Geschehen eintauchen lässt, sondern auch bei Filmen und Musik.

Leider enttäuscht uns das durchgehend rauschende Mikrofon ein wenig, auch wenn die Sprache klar rüberkommt, ohne zu übersteuern oder auszusetzen. Die lästigen Hintergrundgeräusche sollten bei einem Noise-Cancelling Mikro aber eigentlich kaum bis gar nicht zu hören sein - hier muss Sennheiser nachbessern!

Das Headset ist gerade bei der Soundqualität ein Genuss, allerdings fällt der aktuelle Straßenpreis mit rund 250 Euro happig aus. Doch wer guten Sound will, ein hochwertiges, robustes Design und einen hohen Tragefkomfort, der muss eben tiefer in die Tasche greifen.

Der beste Preis: Sennheiser GSP 600

Zum ausführlichen Preis: Sennheiser GSP 600

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