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Kaufberatung: Die besten Bluetooth-Kopfhörer

12.05.2017 | 15:22 Uhr |

On-Ear, Over-Ear, In-Ear, Rauschunterdrückung: Wir haben uns hochwertige kabellose Kopfhörer gründlich angeschaut. Damit finden Sie den besten Bluetooth-Kopfhörer. Wir erklären außerdem die unterschiedlichen Formfaktoren und den Unterschied zwischen Bluetooth- und Funkkopfhörern. Plus: Kopfhörer für den Sport sowie ein Bass-Spezialist.

1. Bluetooth Headset wireless alias kabellose Bluetooth-Kopfhörer

Apples iPhone 7 hat keinen Anschluss für Klinkenstecker mehr. Will man auf dem Smartphone trotzdem in akustisch einwandfreien Musikgenuss kommen, dann muss man auf ein kabelloses Kopfhörer-Modell mit Bluetooth zurückgreifen. Diese werden oft auch als wireless Headsets bezeichnet. Wobei das "wireless" in der Regel für Bluetooth steht, siehe den Kasten weiter unten.

Natürlich haben solche kabellosen Kopfhörer auch ohne das iPhone 7 ihre Daseinsberechtigung: Lästiges Kabelgefummel entfällt, man bleibt mobil und muss mittlerweile auch beim Klang keine Abstriche mehr machen. Bluetooth-Kopfhörer sind das essentielle Verbindungsstück zwischen Ihnen und den Inhalten auf Ihrem Mobilgerät – sei es ein Smartphone, Tablet oder ein ganz klassischer MP3-Player, oder der Musik auf Ihrem Windows-PC oder iMac oder Macbook.

Tipp: So verbessern Sie die Soundqualität von Bluetooth-Kopfhörern

Der Einsatz von Wireless-Kopfhörern ist aber nicht auf Smartphones oder PCs begrenzt, denn auch im Wohnzimmer haben kabellose Kopfhörer ihre Berechtigung. Nur finden im Heimkino seltener Bluetooth-Kopfhörer, sondern eher Funkkopfhörer Verwendung.

Kabellose Kopfhörer: Bluetooth, Funk und Infrarot

Der Sennheiser RS 175 Kopfhörer ist ein Beispiel für einen Funkkopfhörer.
© Sennheiser

Wenn in Zusammenhang mit PCs, Notebooks, Smartphones oder Tablets von kabellosen Kopfhörern die Rede ist, dann sind meist Bluetooth-Kopfhörer gemeint. Weil in mobilen Geräten in der Regel ein Bluetooth-Chip verbaut ist, klappt die Ton-Übertragung zwischen Sendegerät – iPhone, Android-Smartphone oder Notebook – und BT-Kopfhörer in der Regel auf Anhieb. Das Sendegerät muss nur das entsprechende Bluetooth-Profil unterstützen. Dabei handelt es sich um das Advanced Audio Distribution Profile (A2DP). A2DP überträgt die Musik komprimiert via AAC oder aptX oder mp3. Die Verwendung von aptX verspricht dabei annähernd CD-Qualität.

Der Bluetooth-Support gilt aber zum Beispiel meist nicht für Fernseher oder Stereoanlagen – hier fehlt in der Regel das Gegenstück für eine Bluetooth-Verbindung. In diesem Fall können Sie aber Funk-Kopfhörer verwenden, deren Sendestation über ein Kabel mit dem Ausgabegerät – TV oder Stereoanlage – verbunden wird. Also beispielsweise per Klinke- oder Cinch-Anschluss.

Funk-Kopfhörer sind deshalb beim Heim-Kino und im Zusammenspiel mit TV-Gerät oder Stereoanlage weit verbreitet. Ein Beispiel für so einen Funk-Kopfhörer sind die Sennheiser RS-Modelle.

Für Funkkopfhörer spricht auch, dass die Audio-Daten unkomprimiert und mitunter besser als in CD-Qualität übertragen werden. Bei Bluetooth werden die Audio-Daten dagegen komprimiert, was immer mit einem Qualitätsverlust verbunden ist. Audiophile Zeitgenossen dürften also eher zu Funkkopfhörern als zu BT-Kopfhörern tendieren. Wobei nur das besonders gute oder geschulte Ohr die Qualitäts-Unterschiede bei hochpreisigen Modellen hören kann.

Nur der Vollständigkeit halber sei noch die Infrarot-Technologie erwähnt. Hier muss zwingend eine Sichtverbindung zwischen dem Kopfhörer und der Sendestation bestehen, zudem beeinträchtigt Grundrauschen den Hörgenuss. Infrarot-Kopfhörer spielen heute keine Rolle mehr und sind ein Stück Technikgeschichte. Allenfalls bei alten TV-Geräten, die nur Infrarot unterstützen, könnte sich der Einsatz von Infrarot-Kopfhörer noch lohnen.
 
 
 
 

2. Bluetooth Headset Driver: Treiber für Bluetooth-Kopfhörer

Moderne Android-Smartphones, iPhones und Windows-Phones haben Bluetooth-Support immer an Bord. Ebenso Android-Tablets, iPads, Surfaces und auch viele höherwertige Rechner mit Windows oder Linux. Sie müssen also, wenn Sie Bluetooth-Kopfhörer respektive Wireless Headsets mit Ihrem Smartphone, Tablet oder Rechner verbinden wollen, keine speziellen Bluetooth-Treiber mehr von Hand installieren. Sondern einfach nur Bluetooth auf dem Mobil-Gerät oder Rechner einschalten und die Kopfhörer dann mit Ihrem Smartphone, Tablet oder Rechner pairen.

In iOS wischen Sie das Kontrollcenter einfach vom unteren Bildschirmrand nach oben und drücken dann auf das Bluetooth-Icon. Auf einem Android-Smartphone wischen Sie stattdessen vom oberen Bildschirmrand nach unten. In Windows 10 schalten Sie Bluetooth unter "Einstellungen, Geräte, Bluetooth" ein. Bei Ubuntu Linux mit Unity-Desktop machen Sie das wiederum über das entsprechende Bluetooth-Icon rechts oben auf dem Bildschirm mit dem Schieberegler, der erscheint, wenn Sie auf das Bluetooth-Icon klicken.

3. Form-Faktor: In-Ear/EarBud, On-Ear oder Over-Ear

Zum Glück gibt es auch innerhalb der Riege der gut aussehenden und gut klingenden kabellosen Kopfhörer ausreichend Auswahl. Die Entscheidung, ob Sie zu In-Ear, On-Ear oder Over-Ear greifen, ist dabei in erster Linie von Ihren persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen abhängig. Die Frage nach Qualität und technischer Ausstattung hingegen von Ihrem Geldbeutel.

Wir haben uns viele hervorragende Wireless-/Bluetooth-Kopfhörer unterschiedlicher Formfaktoren für Musikliebhaber, Gamer, Sport-Fans oder Vielreisende, die unterwegs klaren Sound oder Hörbücher genießen wollen, angeschaut und jeden Kopfhörer einem intensiven Test unterzogen. Direkt in diesem Artikel finden Sie die Tests von dem Beoplay H7 von Bang & Olufsen, dem Sennheiser Momentum Wireless, dem JBL Everest Elite 700, dem Bose Quiet Comfort 35 , dem Sony h.ear On Wireless NC MDR-100 ABN , dem Sony MDR 1000x, dem  Audio-Technica ATH-SR5BT und dem Bowers und Wilkins P5 Wireless . Außerdem stellen wir Ihnen hier noch den Skullcandy Crusher Wireless sowie den Bose Quiet Control 30 vor. Doch das ist nicht alles: Wir verlinken in diesem Artikel noch auf viele weitere Tests unserer Schwesterpublikation Macwelt. Damit bekommen Sie einen umfassenden Überblick über die besten wireless Headsets.

3.1 Over-Ear-Headsets

Die meisten Kopfhörer für Musik-Enthusiasten dürften Over-Ear-Modelle sein. Sie halten störende Umgebungsgeräusche am besten von den Ohren des Trägers ab (wobei Boses In-Ear-Modell den gleichen Effekt erzielt mit seiner Active Noise Cancelling-Technologie). Over-Ears nehmen aber selbst im zusammengeklappten Zustand relativ viel Platz weg und eignen sich deshalb nicht ganz so gut für unterwegs. Besonders wichtig bei Over-Ear-Headsets: Sie müssen gut sitzen. Denn nichts ist unangenehmer als drückende Kopfhörer. Gegen das relativ starke Schwitzen unter den Over-Ear-Modellen können Sie dagegen kaum etwas unternehmen. Außer Sie greifen zu On-Ear oder In-Ear-Modellen.

3.1.1 Die besten Over-Ear-Bluetooth-Kopfhörer

Mit den von uns getesteten Wireless-Kopfhörer kommen Sie garantiert voll auf Ihre Kosten. Ein empfehlenswerter Over-Ear-Kopfhörer ist beispielsweise der Sony MDR 1000x , der sogar Rauchunterdrückung bietet. Er bietet darüber hinaus ein Vielzahl an High-End-Funktionen und beeindruckende Soundqualität. Die Bose Quiet Comfort 35 wiederum sind bei der Geräuschunterdrückung sogar noch eine Spur besser als die Sony-Headsets. Tragekomfort und Soundqualität überzeugen uns im Test ebenfalls beim Bose-Modell.

Der Sony h.ear On Wireless NC MDR-100 ABN besitzen ebenfalls eine Funktion zur Rauschunterdrückung. Ins Auge sticht aber zunächst einmal ihre stylische Optik. Doch auch die Soundqualität kann überzeugen.

Das Plantronics Backbeat Pro 2 ist ebenfalls ein empfehlenswerter OverEar-Kopfhörer, der sich vor allem fürs Büro empfiehlt. Aber auch Musikfreunde kommen damit auf ihre Kosten. Die hierzulande weniger bekannten Audeze Sine können ebenfalls mit ihrer Klangqualität überzeugen. Ein richtig edler Kopfhörer mit sattem Klang ist wiederum der Beoplay H7 . Der Parrot Zik 3 dagegen ist zwar innovativ, hat aber auch Schwächen.                                                                                                                                       

3.1.2 Skullcandy Crusher Wireles: Der Bass-Spezialist

Die Skullcandy Crusher Wireless für knapp unter 150 Euro sind Over-Ear-Kopfhörer, die sich besonders an Bass-Fans richten. Mit einem Schieberegler an der linken Ohrmuschel kann der Träger die Intensität des Basses regeln. Voll aufgedreht bläst der Bass uns förmlich das Gehirn aus dem Schädel.

An der rechten Ohrmuschel sind die Regler für "lauter" und "leiser" sowie für das Vor- und Zurückspulen der Musiktitel angebracht. Dazu drückt man etwas länger auf lauter und leiser. Auch Anrufe lassen sich über die Kopfhörer entgegennehmen. Alle Bedienelemente lassen sich blind gut bedienen.

Die Musik ist aber selbst in der niedrigsten Einstellung nicht wirklich ganz leise, sondern bleibt auch in der niedrigsten Einstellung deutlich hörbar. Hier regeln beispielsweise die Bose-Kopfhörer differenzierter. Eine spezielle Unterdrückungsfunktion für störende Umgebungsgeräusche wie ACN besitzen die Crusher Wireless nicht.
 
Falls der Akku leer ist, kann man die Kopfhörer auch per Klinkenkabel mit dem Smartphone verbinden.
 
Wichtig: Man sollte nie von außen auf die Muscheln klopfen, weil das fast schon weh tut.
 
Bei längerer Tragezeit drücken uns die Kopfhörer etwas, aber das ist ein individuelles Gefühl und dürfte von jedem Träger anders empfunden werden. Die Bluetooth-Koppelung klappte auf Anhieb mit Smartphone und Tablet.
 
Die Crusher Wireless lassen sich zusammenfalten und dann im mitgelieferten Transport-Etui bequem transportieren.

Fazit: Die Crusher Wireless von Skullcandy bieten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und richten sich vor allem an Freunde des gepflegten Basses. Den Sound von Action-Filmen kann man damit gut eindrucksvoll genießen. Wer dagegen mehr auf besonders gut hörbare Songtexte Wert legt oder die Lautstärke besonders genau regeln möchte, sollte eher andere Kopfhörer ausprobieren.

So viel zu unseren beiden Spezialisten. Jetzt stellen wir die besten acht Over-Ear-Kopfhörer vor.

Der Beoplay H7 ist elegant und bietet exzellenten Klang.
Vergrößern Der Beoplay H7 ist elegant und bietet exzellenten Klang.
© Bang & Olufsen

3.1.3 Beoplay H7 von Bang & Olufsen

Der Beoplay H7 ist aus hochwertigem Material gefertigt. Weiches Leder erhöht den Tragekomfort. Der Akku lässt sich herausnehmen, die Akku-Verriegelung ist allerdings etwas hakelig. In der Praxis ist das aber kein Problem, weil Sie den Akku im eingebauten Zustand aufladen können. Eine Akku-Ladung soll mindestens 20 Stunden durchhalten. Über den Ladestand informiert die Anzeige neben dem Bluetoothsymbol im iPhone, falls Sie den Kopfhörer mit einem iPhone gekoppelt haben. Alternativ können Sie den ebenfalls vorhandenen Klinkenanschluss verwenden.
 
Sie bedienen den Kopfhörer über die Touch-Bedienoberfläche aus Aluminium auf der rechten Ohrmuschel.
 
Fazit: Der Klang kann überzeugen und entspricht den Erwartungen, die man an die Premiummarke Bang & Olufsen hat.
 
Preis: Ab zirka 270 Euro

Der Momentum Wireless lässt sich zusammenklappen und wird durch eine Transporttasche geschützt.
Vergrößern Der Momentum Wireless lässt sich zusammenklappen und wird durch eine Transporttasche geschützt.
© Sennheiser

3.1.4 Sennheiser Momentum Wireless

Der Sennheiser Momentum Wireless bietet eine aktive Geräuschunterdrückung - sie schirmt allgemeine Umgebungsgeräusche, Menschenstimmen, aber auch Verkehrsgeräusche von Transportmitteln und Straßenverkehr ab - und besitzt als Rückfalllösung einen Kabelanschluss. Die Ohrhörer lassen sich für den Transport einklappen.
 
Der Tragekomfort ist dank Lederpolster sehr gut. Auf dem rechten Ohrhörer sind die Bedienelemente so untergebracht. Der Akku hält rund 24 Stunden durch, kann aber nicht gewechselt werden. Ist der Akku leer, kann man den Kopfhörer per Kabel weiternutzen.
Der Klang ist sehr gut und ausgeglichen, die aktive Geräuschunterdrückung kann man aber nicht abschalten. Einen ausführlichen Test des Sennheiser Momentum Wireless finden Sie hier.

Preis: Um die 350 Euro

Der Elite 700 besitzt gut geformte Ohrhörer.
Vergrößern Der Elite 700 besitzt gut geformte Ohrhörer.
© JBL

3.1.5 JBL Everest Elite 700

Der JBL Everest Elite 700 kommt mit aktiver und regelbarer Geräuschreduzierung (Noise Canceling) und App-Steuerung. Auf eine berührungsempfindliche Oberfläche zur Touch-Steuerung hat JBL dagegen verzichtet, stattdessen gibt es klassische Knöpfe auf den beiden Kopfhörern.

Der Kopfhörer fühlt sich bequem an, ist aber mit 305 Gramm etwas schwer. Mitgeliefert wird ein Audiokabel für den Fall, dass der Akku leer ist. Das ist nach 20 Stunden Betrieb der Fall.

Die Smartphone-App Headphones von JBL dient zum Einstellen des Elite 700. Hierüber kann man die aktive Geräuschunterdrückung nicht nur regeln, sondern auch ganz abschalten und der Equalizer aktivieren. Die Klangqualität des Elite 700 überzeugt. 

Preis: Ab zirka 280 Euro  

3.2 On-Ear-Headsets

On-Ear-Kopfhörer sind die leichte Alternative zu den Over-Ear-Modellen. Sie lassen etwas mehr von den Außengeräuschen durch und schotten den Träger nicht so stark von seiner Umwelt ab. In Sachen Reisetauglichkeit stellen sie einen Kompromiss zwischen In-Ear-Kopfhörern und Over-Ear-Kopfhörern dar. Unter On-Ear-Kopfhörern schwitzt man nicht so stark wie unter den Over-Ear-Modellen.

Die von uns getesteten On-Ear-Kopfhörer Audio-Technica ATH-SR5BT sind etwas preiswerter als die meisten anderen hier vorgestellten Over-Ear und In-Ear-Kopfhörer (ausgenommen die Skullcandy Crusher Wireless, die ebenfalls relativ preiswert sind). Sie bieten aptX und NFC und liefern einen guten Sound. Nur beim Tragekomfort sind die Audio-Technica ATH-SR5BT nicht ganz so gut.

Ebenfalls ein On-Ear-Modell sind die Bowers und Wilkins P5 Wireless. Dabei handelt es sich um ein sehr hochpreisiges Modell, das allerdings auch rundum überzeugen kann.

3.3 In-Ear-Headsets alias Bluetooth-Kopfhörer In-Ear

Neben Over-Ear-und On-Ear-Kopfhörern gibt es noch die Klasse der In-Ear-Kopfhörer, die auch EarBuds genannt werden. In-Ear-Kopfhörer sind die Leichtgewichte unter den Kopfhörern. Ihr großer Verteil gegenüber On-Ear- und vor allem Over-Ear-Modellen: Sie schwitzen nicht unter den Kopfhörern und haben keinen fühlbaren Druck auf den Ohrmuscheln. In-Ear-Headsets lassen sich zudem platzsparend transportieren, sind also ideal für die Reise.

Die Airpods von Apple dürften die bekanntesten In-Ear-Kopfhörer sein. Apple stellte sie zusammen mit dem iPhone 7 vor, bei dem der klassische Kopfhöreranschluss entfallen war. Aber auch das Jabra Elite Sport sind solche In-Ear-Kopfhörer, deren Fokus auf dem Einsatz während sportlicher Betätigung liegt.

Bose QuietControl 30 wireless headphones
Vergrößern Bose QuietControl 30 wireless headphones
© Bose

3.3.1 Bose Quiet Control 30: In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer

Die Bose Quiet Control 30 wireless headphones für knapp 250 Euro sind ein weiteres Beispiel für kabellose In-Ear-Kopfhörer. Die Audio-Daten werden bei diesem Modell via Bluetooth- oder auch über NFC übertragen.

Bose Quiet Control 30 Wireless im Preisvergleich 

Über die rechts am Nackenband angebrachten Tasten schalten Sie die Kopfhörer ein und aus, regeln die Stärke der Rauschunterdrückung und die Lautstärke, springen bei Playlists zum nächsten Titel beziehungsweise zurück und nehmen Anrufe, die auf dem gekoppelten Smartphone eingehen, entgegen beziehungsweise lehnen diese ab. In die Nackenbügel hat Bose auch die Mikrofone integriert. An die Blindbedienung der rechts am Nackenband angebrachten Tasten gewöhnt man sich schnell.

Die beiden Kopfhörer sind per Kabel mit dem Nackenband verbunden, so dass man sie im Unterschied zu den Apple Airpods nicht verlieren kann. In den Nackenbügeln befindet sich außerdem die Micro-USB-Ladebuchse und die Hardware für das Active Noise Cancelling. Der Lithium-Ionen-Akku soll mit einer Ladung bis zu zehn Stunden durchhalten. Sie laden den Akku per Micro-USB auf. Ein Klinkenstecker ist nicht vorhanden.

App Bose Connect

Mit der App Bose Connect für iOS und Android können Sie die Kopfhörer nicht nur konfigurieren und die Rauschunterdrückung regeln, sondern darin steht Ihnen auch eine ausführliche Bedienanleitung zur Verfügung. Die App zeigt auch die Anzahl der verbundenen Geräte an.

Bose wurde für seine App aber hart kritisiert: Sie sammelte nämlich Daten über den Benutzer. Bose gab diese Daten samt Benutzerprofil sogar an Drittunternehmen weiter. Das rief heftige Kritik unter Datenschützern und Nutzern hervor. Anfang Mai 2017 hat Bose aber ein Update für seine App veröffentlicht. Darin können Sie das Datensammeln nun abschalten.

Bose gibt dem Nutzer nun die Möglichkeit die Weitergabe seiner Daten zu untersagen.
Vergrößern Bose gibt dem Nutzer nun die Möglichkeit die Weitergabe seiner Daten zu untersagen.

Active Noise Cancelling (ANC)

Die Besonderheit der Bose Quiet Control 30 ist das Active Noise Cancelling (ANC). Diese Rauschunterdrückung, oder besser: "Umgebungsgeräuschunterdrückung", können Sie direkt am Nackenhalsband und auch in der App Bose Connect regeln.

Das ANC überzeugt rundum: Bei voller Geräuschunterdrückung hörten wir weder das rumpelnde Geräusch des Wäschetrockners noch eine laufende Wasserleitung. Stimmen konnten wir mit Mühe noch verstehen, aber nur, wenn die Personen laut und deutlich und in unserer unmittelbaren Nähe sprachen. Tippt man gleichzeitig auf einer Tastatur, so hören sich die Anschläge merkwürdig gedämpft an.

Der Audio-Klang ist hervorragend, sowohl bei Sprache als auch für den Musikgenuss. Der Tragekomfort überzeugt uns ebenfalls, die Kopfhörer drücken nicht und stecken bequem in unseren Ohren. Auch beim Herumgehen bleiben die Kopfhörer wackelfest in unseren Ohren ohne unbequem zu werden. Einziges Manko: Die Nackenbügel verrutschen leicht. Das sieht für einen Betrachter vielleicht unschön aus.

Die maximale Reichweite von zehn Metern zwischen Kopfhörern und Musikquelle, in unserem Fall iPhone und iPad, reizten wir gründlich aus. Dabei kam es zu gelegentlichen Aussetzern, wenn wir im Bad Musik hörten und das iPad doch etliche Meter und einige dünne Wände entfernt im Wohnzimmer lag. Insgesamt kann man sich aber durchaus einige Meter von der Audioquelle entfernen und trotzdem einen tollen Musikgenuss haben.

Wir haben die Bose Quiet Control 30 mit einem iPhone und mit einem iPad verbunden. Das Neukoppeln klappte jedes Mal ruckzuck, wenn man die Kopfhörer einmal mit einem Smartphone oder Tablet verbunden hat. Es stehen mehrere Bediensprachen zur Auswahl, darunter Deutsch und Englisch.

Im Kaufpreis sind neben den Kopfhörern ein Transportcase, eine kurze gedruckte Anleitung zur Inbetriebnahme sowie alternative Hörereinsätze in unterschiedlicher Größe und ein USB-Kabel enthalten.

Fazit: Nicht billig, aber gut

Nicht preiswert, aber richtig gut, das sind die Bose Quite Control 30 In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer. Hoher Tragekomfort, sehr guter Sound, eine bemerkenswerte ANC und gute Blindbedienbarkeit überzeugen und sind ihr Geld wert.

Sie wollen mehr wissen? Dann lesen Sie unseren ausführlichen Test: Bose Quiet Control 30 

So viel zu diesem nicht ganz preiswerten, aber sehr leistungsfähigen In-Ear-Kopfhörer.

Skullcandy Crusher Wireless
Vergrößern Skullcandy Crusher Wireless

4. Die besten Bluetooth-Kopfhörer für den Sport

Kopfhörer für Sportler müssen besondere Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen unbedingt fest sitzen, damit man sie während des Sports nicht verliert. Optional sollten Sportkopfhörer ein Sicherheitsband besitzen, damit man sie nicht verliert. Sport-Kopfhörer sollten außerdem Umgebungsgeräusch nicht völlig ausblenden, damit Sie noch das Verkehrsgeschehen um sich herum mitbekommen und keinen Unfall erleiden.

Sporttaugliche Kopfhörer sollten robust gegen Schweiß sein. Damit sie nicht schon nach wenigen Wochen im Einsatz heruntergekommen aussehen und vielleicht sogar nicht mehr richtig funktionieren. Sie sollten zudem pflegeleicht sein und sich leicht reinigen lassen beziehungsweise gar nicht erst so leicht verschmutzen. Doch die Robustheit darf nicht dazu führen, dass die Kopfhörer besonders schwer sind. Niemand läuft gerne mit einem unangenehmen Gewicht am Kopf herum.
 
Die Bragi The Dash sind zum Beispiel kabellose In-Ear-Kopfhörer für Sportbegeisterte. Sie geben auf Wunsch auch die Herzfrequenz (optional), die zurückgelegten Schritte und den Kalorienverbrauch an – der Hersteller hat dafür zusätzliche Sensoren verbaut. Und sie messen auch Bewegungen beim Schwimmen. Dazu passend sollen sie bis ein Meter Tiefe wasserfest sein – Sie können also damit beim Schwimmen Musik hören. Auch beim Fahrradfahren fällt der Hörer nicht aus dem Ohr.

Auch der weiter oben vorgestellte Bose Quiet Control 30 eignet sich fürs Musikhören während sportlicher Aktivitäten. Allerdings sollten Sie beim Quiet Control 30 berücksichtigen, dass die Außengeräuschunterdrückung Sie keine Umgebungsgeräusche mehr hören lässt. Damit sollten Sie also nicht joggen, weil sie keine anderen Verkehrsteilnehmer mehr hören. Auf dem Laufband im Fitnessstudio ist das aber kein Problem.

Der Plantronics Backbeat Go 3 ist ebenfalls ein sporttauglicher Kopfhörer. Mit diesen Kopfhörern kann man problemlos joggen: Nicht verrutscht, nichts wackelt, selbst dann nicht, wenn Sie ins Schwitzen kommen. Das Obermaterial des Hörers ist schweißabweisend, nach dem Laufen sieht der Backbeat auch immer noch frisch aus.

Ebenfalls von Plantronics stammen die Backbeat Fit. Diese InEar-Kopfhörer richten sich ausdrücklich an Sportler und besonders an Läufer. Sie sitzen fest im Gehörgang und schirmen Außengeräusche noch komplett ab, so dass der Läufer noch mitbekommen sollte, wenn sich ihm ein anderer Verkehrsteilnehmer nähert.
              
Die Airpods von Apple sollen sich ebenfalls fürs Musikhören und Telefonieren während des Laufens eignen. Sie schotten den Hörer nämlich ebenfalls nicht völlig von Umgebungsgeräuschen ab und ermöglichen es ihm somit damit im Freien zu Joggen, ohne gleich von einem Auto überfahren zu werden, dass er nicht gehört hat. Allerdings fielen die Airpods zumindest einem unserer Tester während des Laufens aus dem Ohr. Hier heißt es also aufpassen, damit die teuren Winzlinge nicht verloren gehen!                                                           

Der Jabra Elite Sport ist ein EarBud für ambitionierte Sportler. Sie haben einen sicherem Sitz und eine sehr gute Trainingsapp.

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