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Teoma: Suche mittels Subject Specific Popularity

Zu den schärfsten Google-Konkurrenten zählt Teoma . Grund hierfür ist zum einen das Subject-Specific-Popularity-Verfahren, auf dessen Basis Teoma die Relevanz einer Site bewertet. Diese Technik ist eine Weiterentwicklung von Googles Page-Rank, mit dem der Marktführer misst, wie viele Links es auf eine Seite gibt.

Teoma erfasst mit diesem Verfahren, wie oft Websites von Fachleuten auf eine bestimmte Website verlinken. Das Ranking-Verfahren basiert auf der Annahme, dass die Websites von Experten – damit sind Seiten gemeint, die sich intensiv mit einem bestimmten Thema beschäftigen – in der Regel relevante Links zu anderen Websites mit demselben Thema kennen.

Ein Beispiel: Wenn viele Professoren-Websites auf die Website einer bestimmten Universität verweisen, dann muss die Universität unter Wissenschaftlern einen guten Ruf genießen. Wenn dagegen viele Studenten mit ihren Sites auf dieselbe Universität verlinken, sagt das über die wissenschaftliche Reputation nicht sonderlich viel aus. Die Subject-Specific- Popularity-Technik erkennt diesen Unterschied, das Page-Rank dagegen nicht.

Für sein Ranking-Verfahren teilt Teoma das Netz in Themengebiete (Communities) auf und sucht für die einzelnen Communities nach zentralen Expertenseiten. Hierfür sammelt Teoma alle Seiten, in denen die eingegebenen Suchbegriffe enthalten sind oder wo entsprechende Links vermuten lassen, dass sie wichtig sind. Diese Sammlung an Websites bildet dann eine Themen-Community. Für das Ranking zieht Teoma dann ausschließlich Verweise zwischen Community-Mitgliedern heran und führt eine Klassifizierung der Suchergebnisse innerhalb der Community durch. Dazu sucht Teoma innerhalb einer Community nach Sites, die wechselseitig aufeinander verlinkt sind. Den Text der gefundenen Sites durchsucht die Suchmaschine nach den häufigsten Wörtern und erzeugt damit die Bezeichnung der Gruppe.

Teoma erkennt zu jeder vom Anwender gestarteten Suchanfrage, auf welche Websites mit den gesuchten Begriffen die jeweiligen Fachexperten-Websites verlinken, und folgert daraus, dass diese Websites sehr relevante Inhalt bieten. Also listet sie Teoma bei der Anzeige der Fundstellen auf den vorderen Positionen auf.

Bei der Darstellung der Fundstellen verwendet Teoma einen innovativen Ansatz, der sich deutlich von der Anzeige der Suchergebnisse bei Google unterscheidet. Dabei teilt die Suchmaschine die Resultate in drei Gruppen ein: in eine Trefferliste („Results“), in weiterführende Schlagwörter („Refine“) und in themenspezifische Expertenseiten („Resources“).

Die Trefferkategorie „Results“ beherbergt die traditionelle und von Google bekannte Trefferliste. Sie zeigt wie bei Google die konkreten Ergebnisse der Suchanfrage. Um die Suchanfrage weiter einzugrenzen, muss der Anwender auf einen der Überbegriffe klicken, die sich in der Kategorie „Refine“ befinden. Teoma ergänzt daraufhin die Anfrage um diesen Begriff und startet die Suche neu. Der Schwerpunkt von Teoma liegt jedoch bei den Treffern in der „Resources“- Kategorie: Hier zeigt der Suchdienst passend zum jeweiligen Suchthema die wichtigsten allgemeinen Web-Seiten von den Fachleuten der Community auf einen Blick an.

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