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Technische Details entschlüsselt

21.03.2011 | 10:00 Uhr |

Verschiedene technische Funktionen einer Kamera haben für jeden Nutzer einen anderen Stellenwert. Trotzdem kann man einige generelle Aussagen machen.

Megapixelzahl
Wenn Sie lediglich Fotos schießen wollen, um sie anschließend per E-Mail an Freunde zu verschicken, oder um sie in Schnappschussgröße auszudrucken, reicht eine Kamera mit so ziemlich jeder Megapixelzahl. Mehr Megapixel bedeuten aber gleichzeitig mehr Flexibilität: Sie können schärfere Bilder größer ausdrucken oder Details aus Bildern freistellen und drucken. Heutzutage bieten die meisten Kameras eine Mindestauflösung von 10 Megapixeln - absolut ausreichend für so ziemlich jeden Fotografen. Selbst 5 Megapixel genügen, um ein scharfes Bild mit 20 mal 25 Zentimetern auszudrucken. 8 Megapixel reichen für Fotodrucke mit 28 mal 35 Zentimetern. Und eine 10-Megapixel-Kamera bringt auch bei 33 mal 48 Zentimeter-Ausdrucken noch gute Bildqualität - auch wenn vielleicht einige kleine Details verloren gehen.

Bilder von einer 13-Megapixel-Kamera sehen bei einem Ausdruck auf 33 mal 48 Zentimetern gut aus und können sogar bis auf eine Größe von 40 mal 60 Zentimetern vergrößert werden, ohne allzu große Qualitätseinbußen zu verzeichnen. Viele Kameras überschreiten mittlerweile sogar die 13-Megapixel-Grenze - das bringt aber bestenfalls etwas, um Feinheiten aus Fotos auszuschneiden und freizustellen.

Bildqualität
Unabhängig von der Megapixelzahl lässt sich sagen: Kameras mit größerem Sensor und Objektiv machen für gewöhnlich bessere Aufnahmen. Das ist auch der Grund dafür, warum DSLRs so tolle Fotos schießen. Wenn Sie die Kamera Ihrer Wahl vor dem Kauf nicht ausprobieren können, werfen Sie zumindest einen Blick auf die technischen Details, um zu sehen, wie groß der Sensor ist. Achten Sie auch auf die physikalische Größe des Glases an der Vorderseite der Kamera. Wenn beide Zahlen relativ groß sind, stehen die Chancen gut, dass auch die Bildqualität stimmt.

Auslöseverzögerung
Selbst, wenn die Kamera Ihrer Wahl über fantastische Funktionen verfügt: eine zu große Auslöseverzögerung kann Ihnen den perfekten Schnappschuss versauen. Dabei kann Ihnen eine Kamera in puncto Auslöseverzögerung gleich mehrfach einen Strich durch die Rechnung machen: zum einen kann die Zeit zwischen zwei und mehr Aufnahmen zu lang sein; zum anderen kann die Zeit zwischen dem Starten der Kamera und dem Schießen eines Fotos zu lang sein; und zu guter Letzt sorgt ein lahmer Autofokus für unscharfe Schnappschüsse.

Alle drei genannten Probleme müssen allerdings separat in den technischen Spezifikationen der Kamera nachgeschlagen werden. Um herauszufinden, wie viel Zeit zwischen zwei oder mehr Aufnahmen vergeht, suchen Sie nach einer Funktion namens "Serienbild". Hier wird meistens angegeben, wie viele Bilder die Kamera hintereinander pro Sekunde schafft. Wenn Sie zum Beispiel gerne Sportbilder schießen, suchen Sie nach einer Kamera mit mindestens 3 Bildern pro Sekunde. Bedenken Sie auch, dass sich die Zahl meist auf Fotos bezieht, die ohne Blitz aufgenommen werden; denn die Zeit, die der Blitz braucht, um sich wieder aufzuladen, ist meist länger als die Zeit, die normalerweise zwischen zwei Aufnahmen vergeht. Einige Kameras sind sogar auf schnelle Aufnahmen spezialisiert, reduzieren jedoch nicht selten die Auflösung jedes Bildes, um den Vorgang zu beschleunigen.

Alle anderen Probleme lassen sich lediglich in einem Hands-On-Test feststellen. Achten Sie darauf, wie lange die Kamera nach dem Anschalten bis zur Funktionsbereitschaft braucht. Alles bis maximal einer Sekunde wird als schnell angesehen. Ebenfalls ausprobierenswert: wie lange braucht der Autofokus, um auf ein bestimmtes Objekt zu fokussieren? Wenn die Kamera länger als eine Sekunde lang hinein- und hinauszoomt, ohne das Fokus-Objekt zu finden, suchen Sie sich lieber ein anderes Modell aus - insbesondere für Sport- und Action-Aufnahmen.

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