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Technik-Trends 2020: Neue Displays für TV, Smartphone und Co.

19.01.2020 | 08:02 Uhr | Arne Arnold, Verena Ottmann,

Nach den Smartphones wie dem Samsung Galaxy Fold oder dem Huawei Mate X schwappt der Trend zu mehr als einem Display auf die größeren Mobilgeräte über. Gleichzeitig folgt aufs Rollen von Oleds eventuell das Falten.

Größere Dualdisplays: Sie sollen alle denkbaren Einsatzszenarien abdecken – etwa die Multiscreen-Ansicht mit mindestens zwei Programmen, die jeweils auf einem eigenen Screen angeordnet sind. Oder den klassischen Notebook-Einsatz, bei dem einer der Screens als virtuelle Tastatur und der andere als Anzeige fungiert. Möglich soll auch ein sogenannter Buch-Modus werden, bei dem Sie das Gerät wie ein gedrucktes Buch in der Hand halten.

Die Dualdisplay-Ansätze sind dabei unterschiedlich umgesetzt: Bei den Surface-Modellen Neo und Duo von Microsoft sehen Sie beispielsweise nach dem Aufklappen auf zwei getrennte Displays, die durch Scharniere miteinander verbunden sind. Sie erhalten beim Neo zwei Screens mit je 9, beim Duo mit je 5,6 Zoll Bilddiagonale. Lenovo baut beim Thinkpad X1 Fold auf ein durchgehendes Oled-Display mit einer Diagonale von 13,3 Zoll, das sich biegen lässt und so den gewünschten Öffnungsgrad herstellt. Auf den größeren Geräten soll mit Windows 10X eine an zwei Displays angepasste Version zum Einsatz kommen. Von der kleineren Variante Duo ist schon bekannt, dass Android als Betriebssystem genutzt wird. Die Geräte sollen ab der zweiten Jahreshälfte zu kaufen sein, Preise sind noch nicht bekannt.

Tipp: OLED-Gaming-Monitor mit 55 Zoll von Alienware

Oled zum Falten und Aufrollen: Auch rund um organische Panels bleibt es spannend, wie LG bereits letztes Jahr mit dem ersten aufrollbaren Fernseher Signature Oled TV R9 bewiesen hat. Im nächsten Schritt will das Unternehmen das Fernsehpanel eventuell sogar falten – jedenfalls ist ein derartiger Patentantrag aufgetaucht. Durch das Falten soll sich der TV leicht transportieren lassen. Da mit dem Rollmechanismus nicht alles glatt läuft, könnte das Falten schlicht als Alternative dienen. Das Patent bezieht sich jedenfalls auf einen 21:9-Fernseher mit integrierter Soundbar.

Auch Sharp könnte sich aufs Aufrollen von Oleds verlegen: Das Unternehmen zeigte im November einen Prototypen, der mit dem japanischen Broadcaster NHK entstanden ist. Herzstück ist ein 30-Zoll-Oled-Panel, das nur 0,5 Millimeter dünn ist, hundert Gramm wiegt und sich in einem Radius von vier Zentimetern biegen lässt. Für das Ansteuern der Bildpunkte nutzt Sharp die selbst entwickelte IGZO-Technik, bei der die Transistoren aufgrund der eingesetzten Materialien besonders schnell leiten und die Lichtdurchlässigkeit des Panels erhöhen. Farbfilter, wie sie LG nutzt, fallen so weg. Der Prototyp erzielt UHD-Auflösung bei einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz. Ob aus dem Konzept bereits 2020 ein erhältliches Produkt wird, bleibt jedoch abzuwarten.

OLED-Monitor mit großem Farbraum

Ein Monitor mit Oled-Pandel ist selten. Nun macht Eizo einen neuen Vorstoß mit einem besonders farbstarken PC-Schirm.

Der japanische Hersteller bringt Anfang des Jahres den Foris Nova auf den Markt. Herzstück ist ein 21,6-Zoll-Oled Panel mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln. Laut Hersteller ist der Schirm für den Genuss von Medieninhalten gedacht. Dazu beherrscht das Display die Darstellung von Hochkontrastbildern in HDR 10 und HLG (Hybrid Log-Gamma). Wichtiger noch: Der Monitor soll den großen BT.2020-Farbraum mit bis zu achtzig Prozent abdecken. Dieser Farbraum ist eine Empfehlung der Internationalen Fernmeldeunion ITU, einer Teilorganisation der UN und soll perspektivisch als Orientierung für den Verbrauchen gelten – eine neutrale Instanz über Hersteller und Geräte hinweg.

Der Foris Nova kann daher als Hinweis dienen, dass sich in diesem Jahr in Sachen BT.2020 etwas tut. Allerdings wird es nur ein kleiner Schritt sein, denn der Monitor soll 4879 Euro kosten und nur in einer limitierten Auflage von 500 Stück erhältlich sein.

Tech-up Weekly ist zurück aus der Winterpause und wir haben die Zeit genutzt und das Format etwas überarbeitet - keine Quicknews mehr, dafür mehr kompaktere Themen. Alle ausführlichen Infos findet Ihr wie immer in den hier verlinkten Artikeln.

Die Themen in Tech-up Weekly #172:

► Playstation 5: Sony enthüllt Logo der neuen Konsole:
www.pcwelt.de/news/Playstation-5-Sony-enthuellt-Logo-der-neuen-Konsole-10732133.html

► Sony stellt Elektro-Auto-Konzept Vision S vor:
www.pcwelt.de/news/Tesla-Konkurrent-Sony-stellt-Elektro-Auto-Konzept-Vision-S-vor-10732175.html

► AMDs 64-Kern-CPU für 3.950 US-Dollar ab 7.2. erhältlich:
www.pcwelt.de/news/AMDs-64-Kern-CPU-fuer-3.950-US-Dollar-ab-7.2.-erhaeltlich-10732091.html

► WhatsApp: Verbot für praktische Funktion in Deutschland:
www.pcwelt.de/news/WhatsApp-Verbot-fuer-praktische-Funktion-in-Deutschland-10730819.html

► Unpacked: Samsung stellt Galaxy S11 im Februar vor:
www.pcwelt.de/news/Unpacked-Samsung-stellt-Galaxy-S11-im-Februar-vor-10731912.html

► Windows 11: Fan verpasst Windows eine Schönheitskur:
www.pcwelt.de/news/Windows-11-Fan-verpasst-Windows-eine-Schoenheitskur-10732746.html

► TOI 700 d: NASA entdeckt potentiellen Erde-Zwilling:
www.pcwelt.de/news/TOI-700-d-NASA-entdeckt-potentiellen-Erde-Zwilling-10732303.html

► NRW Justiz versteigert Bitcoin-Vermögen von Kriminellen:
www.pcwelt.de/news/NRW-Justiz-versteigert-Bitcoin-Vermoegen-von-Kriminellen-10733183.html

► Galaxy S10 geschenkt mit 14-GB-Tarif im Telekom-Netz:
www.pcwelt.de/news/Galaxy-S10-geschenkt-mit-14-GB-Tarif-im-Telekom-Netz-10732778.html

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► Elon Musk teilt Tanzeinlage auf Twitter:
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