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Tag eins

23.09.2009 | 09:44 Uhr |

Hotel Rodenberg: Blick auf den Prüfungsraum von außen
Vergrößern Hotel Rodenberg: Blick auf den Prüfungsraum von außen
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Morgen um 2 Uhr nachmittags ist Vista-Prüfung – hatte ich die nicht gestern noch als „Hausfrauenprüfung“ bezeichnet? Jeder kennt natürlich das System, aber die Teufel stecken in den Details: Was ist gleich zu tun, wenn PCs im privaten WLAN ihre Freigaben gegenseitig nicht erkennen? Wie lässt man sich die rohe XML-Anzeige eines RSS-Feeds liefern? Keim Mensch im LAN kriegt mit, wenn ich etwas in meinen Kalender eintrage, dabei sind alle Abonnenten – warum?

Als letzte Einheit heute hat der Trainer über hundert MS-typische mögliche Fragen Revue passieren lassen und jeder konnte seine Antwort per Stimmkarte kundtun. Ich merke, ich muss aufpassen, im letzten Drittel nicht aus einem „läuft ja-Gefühl“ zu wenig gründlich zu lesen und dann Flüchtigkeitsfehler zu machen. Ein Gefühl für die Microsoft-Fragen bekomme ich dabei, das sollte morgen helfen.

Allgemein verwundert, wie das hohe Lerntempo den Tag scheinbar zusammenschrumpfen lässt. Man hat das Gefühl, dauernd beim Essen zu sein, weil die drei, fünf oder sechs Stunden Training dazwischen wie im Fluge vergehen. Raucher hätten keine Chance, auf ihre tägliche Dosis zu kommen: Der Tag hat mindestens 12 straffe Vortrags-, Lab- oder Übungsstunden, was bei einer Zigarette pro Stunde à 5 Minuten eine Zusatzstunde erforderte, die schlicht nicht vorhanden ist.

Tag zwei

Die Vista-Prüfung ist bestanden. In die allgemeine Freude hinein muss der Trainer erinnern, dass der eigentliche Server-Kurs erst jetzt anfängt. Oops, da hat er recht.

Die Prometric -Prüfungen laufen nach strengen formalen Richtlinien ab: Identifikation durch zwei Ausweise, deren Unterschriften übereinstimmen müssen. In den Prüfungsraum selbst darf weder etwas hinein- noch hinausgenommen werden, etwa Papier. Wer also ein Taschentuch benötigt, muss die Hilfe einer autorisierten Person in Anspruch nehmen – diese ist per Handzeichen über die Überwachungskameras anzufordern.

Damit es morgen zügig mit Active Directory weitergehen kann, muss heute noch die Installation einer virtuellen Netzwerk-Infrastruktur begonnen werden. Vier Server 2008 sind bereits auf meinem Arbeitsplatz installiert, einer direkt, drei weitere per Hyper-V. Begonnen gegen 6 Uhr abends, ist die Sache um zehn leider immer noch nicht beendet, denn was kommt nach der Installation: klar, die Windows-Updates. Vervierfacht noch nervtötender als normal. Also geht es nun lieber ins Bett, und morgen weiter.

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