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Tuning-Fachbegriffe kurz erklärtMTU:Rwin:TTL:

10.05.2002 | 15:05 Uhr |

Beim Tuning unter Windows stößt der Anwender immer wieder auf weniger bekannte Fachbegriffe. Wir erklären Ihnen, was sich hinter MTU, Rwin und TTL verbirgt.

Die MTU (Maximum Transmission Unit) legt die maximale Paketgröße für ein Netzwerk fest. Windows verwendet einen Standardwert von 1500 Byte, viele Provider verwenden allerdings nur 576 Byte. Die Datenpakete müssen dann auf diesen Wert verkleinert werden. Diese Fragmentierung geschieht blitzschnell im Arbeitsspeicher der Router, kostet aber dennoch etwas Zeit. Die Paketgröße ist also dann optimal, wenn sie so klein ist, dass sie nicht fragmentiert werden muss. Wird eine Verbindung über mehrere Hops (Knotenrechner, Router) hergestellt - und das ist fast immer der Fall -, muss berechnet werden, welche MTU sich für alle diese Hops berechnet eignet. Dieses Verfahren nennt sich Path-MTU und ist seit Windows 2000 in der Registrierung einstellbar.

Das Rwin (Receive Window) ist das TCP-Empfangsfenster. Ein Sender schickt nacheinander ein Rwin Byte an einen Empfänger und wartet dann auf eine Bestätigung, bevor er weiter sendet. Größere Rwins erhöhen den Datendurchsatz. Im Ethernet verwendet Windows 17.520, bei Online-Verbindungen deutlich weniger (meist 8192).

Die TTL (Time To Live) ist Bestandteil eines Datenpakets und gibt die Lebensdauer eines Datenpakets im Internet an. Dieser Wert wird eigentlich in Sekunden gemessen, es hat sich aber die Einheit Hops eingebürgert. Jeder Router (Hop) vermindert die TTL um eins. Bei einer TTL von Null wird das Paket verworfen. Ein höherer Wert verlängert hingegen die Lebensdauer. Windows 2000 verwendet zum Beispiel einen Vorgabewert von 128, der Maximalwert beträgt 255.

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen Anwendungen vor, mit denen Sie diese Werte beeinflussen und Ihre DSL-Geschwindigkeit tunen können.

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