Channel Header
1750979

Manuelle Systemwiederherstellung

02.06.2013 | 09:44 Uhr | Thorsten Eggeling

Dateien aus Wiederherstellungspunkten lassen sich über die „Systemwiederherstellung“ zurücksichern, auch wenn Windows nicht mehr funktioniert.
Vergrößern Dateien aus Wiederherstellungspunkten lassen sich über die „Systemwiederherstellung“ zurücksichern, auch wenn Windows nicht mehr funktioniert.

Sollte die unter Punkt 2 beschriebene Methode keinen Erfolg haben, können Sie auch einzelne Dateien aus den Wiederherstellungspunkten herauskopieren. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn Sie einen Defekt in den Registry-Dateien vermuten. Am einfachsten ist es, die Festplatte vorübergehend in einen anderen PC einzubauen. Sie ersetzen dann die betroffene Registry-Datei, die im laufenden Windows gesperrt ist.

So stellen Sie die Registry aus einem Wiederherstellungspunkt erneut her: Zuerst deaktivieren Sie die Benutzerkontensteuerung, sonst haben Sie keinen Zugriff auf die Dateien. Rufen Sie die Systemsteuerung auf, geben Sie in das Suchfeld Benutzerkonten ein und klicken Sie auf "Einstellungen der Benutzerkontensteuerung ändern". Ziehen Sie den Regler nach unten auf "Nie benachrichtigen" und klicken Sie auf "OK". Später machen Sie diese Einstellung wieder rückgängig. Danach starten Sie Windows neu. Gehen Sie im Windows-Explorer auf "X:\Windows\System32\Config", wobei Sie "X" mit dem Laufwerksbuchstaben der Partition mit der defekten Windows-Installation ersetzen. Es ist empfehlenswert, das komplette Verzeichnis zuerst in einen Backup-Ordner zu kopieren. Sie können die Dateien dann bei Bedarf schnell wiederherstellen.

7 Tuning-Tipps für Windows 7

Klicken Sie das Verzeichnis "Config" mit der rechten Maustaste an, gehen Sie auf "Eigenschaften" und danach auf die Registerkarte "Vorgängerversionen". Klicken Sie die gewünschte Version an und nun auf "Kopieren". Wählen Sie ein geeignetes Zielverzeichnis und klicken Sie auf "Kopieren". Aus dem Zielverzeichnis kopieren Sie die gewünschte Registry-Datei in die defekte Windows-Installation, also beispielsweise nach "X:\Win dows\System32\Config". Beginnen Sie mit der Datei "SYSTEM". Darin ist der Schlüssel "Hkey_Local_Machine\System" mit sämtlichen Hardware-Daten gespeichert. Hier sind Fehler am wahrscheinlichsten. Sollte das keine Änderung bewirken, ersetzen Sie auch den Schlüssel "SOFTWARE".

Tipp: Wenn das Kopieren über "Vorgängerversionen" nicht zuverlässig funktioniert, sollten Sie das kostenlose Tool System Restore Point Explorer ausprobieren. Nach einem Klick auf "Mount" hängt das Tool den gewählten Wiederherstellungspunkt in einen Pfad ein. Über den Windows- Explorer kopieren Sie die gewünschten Dateien dann in ein Backup-Verzeichnis.

Die Registry-Dateien werden automatisch in den Wiederherstellungspunkten gesichert. Auf der Registerkarte „Vorgängerversionen“ wählen Sie die gewünschte Version aus.
Vergrößern Die Registry-Dateien werden automatisch in den Wiederherstellungspunkten gesichert. Auf der Registerkarte „Vorgängerversionen“ wählen Sie die gewünschte Version aus.

Registry aus Windows-Backup wiederherstellen: Für den Fall, dass kein geeigneter Wiederherstellungspunkt vorhanden sein sollte, verwenden Sie das Registry-Back Winup in dem Verzeichnis "\Windows\System32\ config\Reg- Back". Es wird alle zehn Tage von Windows angelegt, wenn der PC gerade nichts anderes zu tun hat. Am einfachsten lassen sich die Dateien über das PC-WELT Notfallsystem kopieren.

4. Reparaturinstallation für Windows

Anders als Windows XP bietet Windows 7 auf den ersten Blick keine Reparaturinstallation mehr an. Es geht aber trotzdem. Die Voraussetzung dafür ist, dass Windows noch startet, zudem benötigen Sie eine Windows- Installations-DVD inklusive Updates, die der installierten Version entspricht. Sollten Sie diese nicht zur Hand haben, finden Sie hier eine Beschreibung, wie Sie eine passende DVD erstellen.

Und so geht's: Starten Sie Windows und legen Sie die Windows-7-Installations-DVD ein. Starten Sie Setup.exe aus dem Verzeichnis "Sources". Klicken Sie auf "Jetzt installieren" und dann im nächsten Fenster auf "Die neuesten Updates nicht für die Installation herunterladen". Bei der Installationsart wählen Sie "Upgrade" und folgen den weiteren Anweisungen des Assistenten. Die Reparaturinstallation ersetzt nur die Systemdateien und Teile der Registry. Installierte Programme und Benutzerdaten bleiben erhalten.

So geht's bei Windows 8: Bei Windows 8 starten Sie den Rechner von der Installations- DVD. Klicken Sie auf "Weiter", im Anschluss daran auf "Computerreparaturoptionen" und auf "Problembehandlung". Über "PC auffrischen" führen Sie die Reparaturinstallation durch. Die persönlichen Daten und Apps aus dem Windows-Store bleiben dabei erhalten. Desktop-Anwendungen müssen Sie allerdings neu installieren.´

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
1750979