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So haben Sie Windows im Griff mit Bordmitteln

28.01.2021 | 13:54 Uhr | Thorsten Eggeling

Wenn Probleme auftauchen, helfen die Systemtools, die Windows von Haus aus mitbringt. Damit finden Sie die Fehler und können das System eingehend untersuchen. Ergänzend auf Heft-DVD: Das Windows System Control Center.

Windows wird standardmäßig mit zahlreichen nützlichen Tools ausgeliefert. Damit erledigen Sie Aufgaben rund um die Wartung und Analyse des Systems. Einige der Tools haben Sie sicher schon genutzt. Andere kommen nur selten zum Einsatz, entweder weil sie sich nur für Spezialaufgaben eignen oder der Nutzen sich nicht unmittelbar erschließt. Es lohnt sich aber in jedem Fall, einen Blick auf die Tools zu werfen, um sich bereits vor dem Auftreten von Problemen damit vertraut zu machen.

Die Standard-Tools bieten bereits sehr viele Funktionen, decken aber nicht alle Bereiche ab. Wo es sinnvoll ist, stellen wir hier auch alternative Tools vor, die Sie alle auf einmal oder einzeln über das Windows System Control Center (WSCC) herunterladen können. WSCC bietet eine Updatefunktion für die Tools sowie kurze Beschreibungen und teilweise auch längere Hilfetexte in englischer Sprache.

In diesem Artikel beziehen wir uns auf die zurzeit aktuelle Version Windows 10 20H2 (Build 19042). Die Beschreibungen gelten mit kleinen Abweichungen für etwas ältere Windows-10-Versionen und teilweise auch für Windows 8.1. Welche Version installiert ist, erfahren Sie über die Tastenkombination Win-R, geben im „Ausführen“-Dialog winver ein und klicken auf „OK“ .

Siehe auch: 35 Jahre Windows - 35 Tools und Tipps

1. Task-Manager I: Prozesse kontrollieren und beenden

Standardansicht: Beim ersten Start zeigt der Task-Manager nur die laufenden Programme. Erst nach einem Klick auf „Mehr Details“ zeigen sich alle Funktionen.
Vergrößern Standardansicht: Beim ersten Start zeigt der Task-Manager nur die laufenden Programme. Erst nach einem Klick auf „Mehr Details“ zeigen sich alle Funktionen.

Sollte sich Windows anders als gewöhnlich verhalten und beispielsweise nicht mehr schnell genug reagieren, liefert der Task-Manager wertvolle Informationen. Sie rufen das Tool am schnellsten über die Tastenkombination Strg-Shift-Esc auf.

Standardmäßig zeigt der Task-Manager nur eine Liste der laufenden Anwendungen. Über die Schaltfläche „Task beenden“ lässt sich eine nicht reagierende Anwendung abschießen. Sollte darin eine Datei mit ungespeicherten Änderungen geöffnet sein, gehen diese verloren.

Nach einem Klick auf „Mehr Details“ zeigt der Task-Manager deutlich mehr Informationen. Auf der Registerkarte „Prozesse“ sehen Sie unter „Apps“ alle laufenden Anwendungen. Nach einem rechten Mausklick auf eine Anwendung öffnet sich ein Menü, das je nach Anwendung unterschiedliche Einträge enthält. In der Regel ist mindestens „Task beenden“ vorhanden. Beim Windows-Explorer gibt es auch „Neu starten“. Das funktioniert zwar nicht immer, ist aber eine gute Methode, wenn der Dateimanager hängt oder der Desktop nicht reagiert. Ist kein Windows-Explorer-Fenster geöffnet, taucht er als Eintrag in der Liste unter „Hintergrundprozesse“ auf. Dieser Prozess ist für den Desktop inklusive Startmenü und Taskleiste zuständig.

Alle Prozesse im Überblick: In der Detailansicht bietet der Task-Manager Informationen zu den meisten laufenden Prozessen, inklusive CPU-Auslastung, Belegung des Arbeitsspeichers und Stromverbrauch.
Vergrößern Alle Prozesse im Überblick: In der Detailansicht bietet der Task-Manager Informationen zu den meisten laufenden Prozessen, inklusive CPU-Auslastung, Belegung des Arbeitsspeichers und Stromverbrauch.

Über den Kontextmenüpunkt „Online suchen“ holen Sie Informationen zu einem Prozess über eine Suche im Internet ein. Das kann nützlich sein, wenn Sie auf eine Ihnen unbekannte Anwendung stoßen und eine Schadsoftware vermuten.

Auf der Registerkarte „Details“ finden Sie eine Liste mit allen laufenden Prozessen. Die Liste lässt sich per Klick auf den Spaltenkopf sortieren, beispielsweise nach Programmnamen, CPU-Auslastung oder Arbeitsspeicherbelegung. 

2. Task-Manager II: Automatische Programmstarts verwalten

Automatische Programmstarts finden: Im Task-Manager zeigt die Registerkarte „Autostart“, was ungefragt gestartet wird. Programme, die Sie nicht sofort benötigen, lassen sich deaktivieren.
Vergrößern Automatische Programmstarts finden: Im Task-Manager zeigt die Registerkarte „Autostart“, was ungefragt gestartet wird. Programme, die Sie nicht sofort benötigen, lassen sich deaktivieren.

Auf der Registerkarte „Autostart“ kontrollieren Sie im Task-Manager, welche Programme Windows automatisch startet. Viele Programme richten bei der Installation einen Autostarteintrag ein, etwa für die Suche nach Updates oder für Benachrichtigungen. Aufschlussreich sind die Angaben in der Spalte „Startauswirkungen“. Steht hier „Hoch“, bremst das Programm Windows beim Neustart deutlich aus.

Abhängig von den Startauswirkungen sollten Sie Programme bei Bedarf über den Kontextmenüpunkt „deaktivieren“ aus dem Autostart verbannen. Das ist vor allem bei Anwendungen sinnvoll, die Sie nur selten nutzen. Soll ein Programm gleich nach dem Windows-Start zur Verfügung stehen, lassen Sie es besser aktiviert.

3. Autoruns: Eine Alternative für die Autostart-Kontrolle

Sysinternals-Autoruns: Das kostenlose Tool listet alle Autostart-Rampen auf. Es kann potenziell gefährliche Prozesse über www.virustotal.com identifizieren, so dass Sie unnötige Programme deaktivieren können.
Vergrößern Sysinternals-Autoruns: Das kostenlose Tool listet alle Autostart-Rampen auf. Es kann potenziell gefährliche Prozesse über www.virustotal.com identifizieren, so dass Sie unnötige Programme deaktivieren können.

Der Task-Manager zeigt nicht alle Programme an, die automatisch starten. Wer das System genauer untersuchen möchte, verwendet das Tool Autoruns. Sie können es über Windows System Control Center (WSCC) herunterladen und starten („SysInternals Suite –› Process –› Autoruns“). Auf der Registerkarte „Everything“ zeigt Autoruns alles an, was Windows über die unterschiedlichen Wege automatisch startet. Die Liste wird übersichtlicher, wenn Sie über „Options“ ein Häkchen vor „Hide Microsoft Entries“ setzen. Entfernen Sie die Häkchen bei allen Einträgen, die Sie nicht benötigen. Gelöscht wird dadurch nichts. Sollte sich später herausstellen, dass Sie ein Programm doch benötigen, setzen Sie das Häkchen wieder.

Eine Sicherheitsprüfung führen Sie über den Kontextmenüpunkt „Check VirusTotal“ durch. Beim ersten Aufruf öffnet sich die Webseite von www.virustotal.com mit den Nutzungsbedingungen, die Sie im Meldungsfenster mit „Ja“ bestätigen. Um alle Programme zu testen, gehen Sie auf „Options –› Scan Options“ und setzen ein Häkchen vor „Check VirusTotal.com“.

4. Task-Manager III: Belastung von CPU und Arbeitsspeicher

Systembelastung ermitteln: Ob der Prozessor am Limit arbeitet oder der Arbeitsspeicher häufig knapp wird, erfahren Sie im Task-Manager auf der Registerkarte „Leistung“.
Vergrößern Systembelastung ermitteln: Ob der Prozessor am Limit arbeitet oder der Arbeitsspeicher häufig knapp wird, erfahren Sie im Task-Manager auf der Registerkarte „Leistung“.

Die Registerkarte „Prozesse“ liefert wichtige Informationen zum Verhalten eines Programms beziehungsweise Prozesses. Per Klick auf den Spaltenkopf lässt sich die Liste etwa nach CPU-Auslastung oder Arbeitsspeicherbelegung sortieren. Eine Anwendung, die sehr viel CPU-Zeit oder Arbeitsspeicher belegt, kann den Rechner so blockieren, dass er sich kaum noch flüssig nutzen lässt.

Starten Sie die betroffene Anwendung neu und beobachten Sie die Werte. Sollte die Belastung andauernd vorhanden sein oder nach kurzer Zeit deutlich steigen, ist entweder die Anwendung schlecht programmiert oder es liegt eine andere Fehlfunktion vor. Einige Programme benötigen fast standardmäßig viel CPU-Zeit und Arbeitsspeicher, beispielsweise Firefox oder Libre Office, insbesondere dann, wenn viele Tabs beziehungsweise umfangreiche Dokument geöffnet sind.

Bei Firefox können Add-ons für eine übermäßige Ressourcenauslastung verantwortlich sein. Deaktivieren Sie Add-ons, die Sie nicht unbedingt brauchen.

Für Notebooks im mobilen Betrieb sind die Spalten „Stromverbrauch“ und „Stromverbrauch (Trend)“ informativ. Es ist jedoch wenig überraschend, dass die Wiedergabe von Videos oder Computerspiele den Akku schnell leeren. Virenscanner treiben die Leistungsaufnahme ebenfalls in die Höhe, meist aber nur für kurze Zeit. 

Die Registerkarte „Leistung“ zeigt die CPU- und Speicherauslastung ebenfalls an, allerdings in Diagrammen grafisch hübsch aufbereitet. Ein paar Zusatzinfos sind unter den Diagrammen zu finden, etwa die Taktfrequenz bei der CPU und die Temperatur bei einigen Grafikchips (GPU).

Das CPU-Diagramm zeigt standardmäßig eine zusammengefasste Ansicht aller Prozessorkerne. Wenn Sie Diagramme für jeden einzelnen CPU-Kern sehen wollen, klicken Sie im Kontextmenü auf „Diagramm ändern in –› Logische Prozessoren“. Das CPU-Diagramm kann dabei helfen, ungewöhnliche Belastungen über kürzere Zeiträume zu entdecken. Der Ressourcenmonitor bietet dafür aber weitergehende Möglichkeiten (siehe Punkt 5).

Grafikchip: Für die Grafikkarte liefert der Task-Manager auch die Temperatur, so dass Sie die Auslastung beim Encodieren (Umwandeln) und Decodieren (Abspielen) von Videos beobachten können.
Vergrößern Grafikchip: Für die Grafikkarte liefert der Task-Manager auch die Temperatur, so dass Sie die Auslastung beim Encodieren (Umwandeln) und Decodieren (Abspielen) von Videos beobachten können.

Informativ ist bei der GPU die Anzeige unter „Video Encode“. Hier ist eine Kurve zu sehen, wenn Sie Videos mit einem Programm umwandeln, das Grafikbeschleunigung verwenden kann. Einige Programme wählen diesen Modus automatisch. Sollte unter „Video Encode“ bei der Konvertierung keine Auslastung zu sehen sein, unterstützt das Programm, der Grafikchip oder der Treiber diese Funktion nicht. Mit einem Treiberupdate kann sich das Problem beseitigen lassen.

5. Ressourcenmonitor I: PC-Auslastung überwachen

Der Windows-Task-Manager eignet sich für eine schnelle Übersicht, der Ressourcenmonitor erlaubt aber eine detailliertere Analyse. Sie starten das Tool über den Task-Manager und die Registerkarte „Leistung“ per Klick auf „Ressourcenmonitor öffnen“. Oder Sie verwenden die Tastenkombination Win-R, tippen resmon ein und klicken auf „OK“.

Die Grafiken auf allen Registerkarten zeigen den Verlauf über die letzten 60 Sekunden an. Bei den CPU-Diagrammen symbolisiert die blaue Linie die Taktfrequenz. Liegt die Linie bei 100 Prozent, läuft der Prozessor mit maximaler Taktfrequenz. Sinkt die Systemauslastung, wirken die Stromsparmechanismen aktueller CPUs. Die Taktfrequenz kann reduziert werden, dann zeigt die blaue Linie geringere Werte. Die grüne Linie ist wichtiger, denn sie steht für die momentane CPU-Auslastung in Prozent.

Was macht der Prozessor? Der Ressourcenmonitor zeigt Diagramme beispielsweise zur CPU-Auslastung. Die grüne Linie steht im CPU-Diagramm für die Auslastung, die blaue für die Taktfrequenz.
Vergrößern Was macht der Prozessor? Der Ressourcenmonitor zeigt Diagramme beispielsweise zur CPU-Auslastung. Die grüne Linie steht im CPU-Diagramm für die Auslastung, die blaue für die Taktfrequenz.

Bei den Graphen für Datenträger und Netzwerk passt der Ressourcenmonitor die Skalierung dynamisch an. Maximale Ausschläge der grünen Linie sind relativ zum Wert rechts oben über dem Diagramm zu verstehen. Steht bei „Datenträger“ beispielsweise „100 KB/s“, passiert auf der Festplatte gerade nicht viel, obwohl die starken Ausschläge der grünen Linie auf etwas anderes hindeuten. Kopieren Sie testweise eine Datei: Sie sehen, dass sich die Skalierung des Diagramms auf „100 MB/s“ ändert. Für die Bewertung des PCs ist hier die blaue Linie wichtiger, denn sie zeigt die prozentuale Auslastung.

Der Ressourcenmonitor zeigt detailliert an, welche Prozesse den PC gerade besonders beschäftigen. Wechseln Sie auf die Registerkarte „CPU“, und klicken Sie auf den Spaltenkopf „CPU“. Damit sortieren Sie die Liste nach CPU-Last. Bei ausführbaren Programmen ist der Verursacher so schnell zu ermitteln.

Tipp: Top-Windows-Funktionen, die Sie nicht kennen

6. Ressourcenmonitor II: Systemdienste überwachen

Systemdienste untersuchen: Der Windows-Update-Dienst beispielsweise taucht in der Prozessliste nicht auf. Er wird über Svchost.exe gestartet und ist daher nach Auswahl aller Prozesse unter „Dienste“ zu finden.
Vergrößern Systemdienste untersuchen: Der Windows-Update-Dienst beispielsweise taucht in der Prozessliste nicht auf. Er wird über Svchost.exe gestartet und ist daher nach Auswahl aller Prozesse unter „Dienste“ zu finden.

Schwierig wird es, wenn ein Systemdienst die hohe Last verursacht. In der Liste erscheint dann beispielsweise „svchost.exe“ an erster Stelle. Der Dienst Svchost.exe ist für mehrere Dienste verantwortlich und taucht daher auch mehrfach in der Prozessliste auf. Setzen Sie links oben im Fenster ein Häkchen vor „Prozess“. Im Bereich unter „Dienste“ sehen Sie eine Liste mit Diensten, die von den Prozessen gestartet wurden. Auch diese Liste lässt sich per Klick auf den Spaltenkopf „CPU“ nach Last sortieren. An oberster Stelle kann beispielsweise der Dienst Wuauserv stehen, der für Windows-Updates zuständig ist. In der Spalte „Gruppe“ steht „netsvcs“, weshalb dafür einer der Einträge mit der Bezeichnung „svchost.exe (netsvcs -p)“ zuständig ist. Merken Sie sich die Prozess-ID („PID“) von „wuauserv“ und entfernen Sie das Häkchen vor „Prozesse“. Suchen Sie den Eintrag von „svchost.exe (netsvcs -p)“ mit der gleichen PID und setzen Sie davor ein Häkchen. Auf den Registerkarten „Arbeitsspeicher“, „Datenträger“ und „Netzwerk“ lassen sich dann die Werte für diesen Dienst in den unterschiedlichen Bereichen ermitteln. Es könnte beispielsweise sein, dass der Dienst keine Festplatten- und Netzwerk-Aktivitäten zeigt, aber trotzdem die CPU stark beansprucht. Sollte das über einen längeren Zeitraum der Fall sein, befindet sich der Dienst wahrscheinlich in einer Endlosschleife.

Um die erhöhte Systemlast für den Moment zu beseitigen, stoppen Sie in unserem Beispiel den Dienst Wuauserv über den Kontextmenüpunkt „Dienst beenden“. Sie können dann erst einmal wieder die volle Leistung des PCs nutzen. 

Starten Sie Windows neu und prüfen Sie, ob das Problem weiterhin besteht. Sollte das der Fall sein, holen Sie im Ressourcenmonitor über den Kontextmenüpunkt „Online suchen“ des betroffenen Dienstes oder Programms weitere Informationen ein. Folgen Sie dann aber nur Empfehlungen aus sicheren Quellen.

Manchmal sind im Suchergebnis Anbieter zu finden, die schnelle PC-Reparaturen mit einem Klick versprechen. Die Tools enthalten aber oft Schadsoftware. Laden Sie nur Tools von Microsoft oder von anderen, als sicher geltenden Quellen herunter.

7. Process Explorer: Alternative zum Ressourcenmonitor

Process Explorer: Das Sysinternals-Tool zeigt die laufenden Prozesse in einer Baumansicht und hebt die unterschiedlichen Prozessarten farblich hervor.
Vergrößern Process Explorer: Das Sysinternals-Tool zeigt die laufenden Prozesse in einer Baumansicht und hebt die unterschiedlichen Prozessarten farblich hervor.

Der Sysinternals Process Explorer ist eine Alternative zum Ressourcenmonitor und Task-Manager. Installieren und starten Sie das Tool über WSCC: „Sysinternals Suite –› Process –› Process Explorer“. Process Explorer zeigt alle laufenden Prozesse an und hebt die Kategorie farblich hervor. Programme, die der Benutzer gestartet hat, erscheinen in einem hellen Violett, Dienste in einem hellen Rosa, und inaktive Dienste sind mit einem dunklen Grau eingefärbt. Das Farbschema lässt sich über „Options –› Configure Colors“ einsehen und auch ändern.

Die Spalten lassen sich per Klick auf den Spaltenkopf nach Name oder CPU-Last sortieren. Per Doppelklick öffnen Sie die Eigenschaften eines Prozesses, die auf mehreren Registerkarten Daten zum Ressourcenverbrauch und Netzwerkverkehr sowie den Pfad zur ausführbaren Datei und – wenn vorhanden – die Autostartrampe zeigen.

Verdächtige Prozesse lassen sich wie bei Autoruns (siehe Punkt 3) mit www.virustotal.com prüfen, was Sie über „Process –› Check Virus Total“ und danach mit „Options –› VirusTotal.com –› Check VirusTotal.com“ aktivieren. Der Kontextmenüpunkt „Search online“ startet eine Internetsuche nach dem gewählten Prozess.

Zusätzliche Informationen lassen sich in der unteren Fensterhälfte über „View –› Show Lower Pane“ einblenden. Über „View –› Lower Pane View“ lässt sich die Anzeige zwischen „DLLs“ und „Handles“ umschalten. „DLLs“ listet Systembibliotheken auf, die der ausgewählte Prozess verwendet. „Handles“ zeigt beispielsweise geöffnete Dateien und Registry-Schlüssel.

8. Leistungsüberwachung I: Individuelle Diagramme

Leistungsüberwachung: Der Inhalt des Diagramms lässt sich frei konfigurieren. Sie können eigene Leistungsindikatoren einbauen und damit das System kontrollieren.
Vergrößern Leistungsüberwachung: Der Inhalt des Diagramms lässt sich frei konfigurieren. Sie können eigene Leistungsindikatoren einbauen und damit das System kontrollieren.

Task-Manager und Ressourcenmonitor zeigen eine Momentaufnahme. Bei einigen Problemen ist es aber erforderlich, den PC über eine längere Zeitspanne zu untersuchen. Dafür eignet sich die Leistungsüberwachung, die Sie über eine Suche im Startmenü oder über die Tastenkombination Win-R und Eingabe von perfmon.msc aufrufen können.

Beim Start über diese Wege lassen sich jedoch nicht alle Einstellungen speichern. Es ist deshalb besser, die Leistungsüberwachung über eine individuelle Management-Konsole zu konfigurieren.

Schritt 1: Drücken Sie die Tastenkombination Win-R, tippen Sie mmc ein und klicken Sie auf „OK“.

Schritt 2: Gehen Sie auf „Datei –› Snap-In hinzufügen/entfernen“, wählen Sie unter „Verfügbare Snap-Ins“ den Eintrag „Leistungsüberwachung“, klicken Sie auf „Hinzufügen“ und dann auf „OK“.

Schritt 3: Gehen Sie in der Baumansicht auf der linken Seite des Fensters auf „Leistung (Lokal) –› Überwachungstools –› Leistungsüberwachung“. Klicken Sie in der Symbolleiste auf die grüne „+“-Schaltfläche. Unter „Verfügbare Leistungsindikatoren“ sehen Sie eine lange Liste, in der Sie beispielsweise „Prozessorinformationen –› Prozessorauslastung“ oder „Arbeitsspeicher –› Verfügbare MB“ wählen. Einige Indikatoren zeigen unter „Instanzen des ausgewählten Objekts“ mehrere Zeilen. Bei „Prozessorauslastung“ stehen diese für die CPU-Kerne. Wählen Sie „_Total“ für die Gesamtauslastung. Klicken Sie nach der Auswahl auf „Hinzufügen“. Bauen Sie bei Bedarf weitere Indikatoren ein und klicken Sie zum Abschluss auf „OK“.

Schritt 4: Das Diagramm zeigt jetzt Kurven mit den gewählten Werten. In der Tabelle darunter können Sie über den Kontextmenüpunkt „Eigenschaften“ die Farbe, Liniendicke und Skalierung des Graphen anpassen.

Speichern Sie abschließend die Managementkonsole über „Datei –› Speichern“ unter einem aussagekräftigen Namen, beispielsweise „Leistung.msc“. Sie finden die Datei über eine Suche im Startmenü wieder. Alternativ legen Sie die Datei auf dem Desktop ab, von wo aus sie sich per Doppelklick starten lässt.

9. Leistungsüberwachung II: Längere Aufzeichnungen

Leistungsindikatoren: Für die Datensammelsätze stehen zahlreiche Indikatoren zur Auswahl. Bei der CPU lässt sich die Auslastung gesamt oder für jeden Kern einzeln anzeigen.
Vergrößern Leistungsindikatoren: Für die Datensammelsätze stehen zahlreiche Indikatoren zur Auswahl. Bei der CPU lässt sich die Auslastung gesamt oder für jeden Kern einzeln anzeigen.

Nach der Konfiguration in Punkt 8 besitzen Sie eine individuell gestaltete Leistungsüberwachung, die aber im Diagramm nur Daten von ungefähr zwei Minuten anzeigt. Für längere Zeiträume gehen Sie so vor: 

Schritt 1: Gehen Sie in der Baumnavigation auf der linken Seite des Fensters auf „Leistung (lokal) –› Datensammlersätze –› Benutzerdefiniert“ und dann auf „Aktion –› Neu –› Datensammlersatz“.

Schritt 2: Tippen Sie einen aussagekräftigen Namen ein, wählen Sie die Option „Manuell erstellen (Erweitert)“, und klicken Sie auf die Schaltfläche „Weiter“. Sie können auch die Option „Aus Vorlage erstellen (empfohlen)“ verwenden. Die Vorlagen enthalten jedoch sehr viele Elemente, was die Darstellung unübersichtlich macht.

Schritt 3: Setzen Sie ein Häkchen vor „Leistungsindikatoren“, klicken Sie auf „Weiter“, und wählen Sie nach einem Klick auf „Hinzufügen“ die gewünschten Leistungsindikatoren wie in Punkt 8 beschrieben aus. Klicken Sie auf „Fertig stellen“.

Schritt 4: Klicken Sie den neu erstellten Datensammelsatz an, und wählen Sie im Kontextmenü „Starten“ und nach einiger Zeit „Beenden“. Unter „Berichte –› Benutzerdefiniert“ finden Sie einen Bericht mit dem Namen Ihres PCs und dem Datum.

Ein Datensammelsatz erfasst Daten, bis Sie ihn stoppen. Über den Kontextmenüpunkt „Eigenschaften“ können Sie auf der Registerkarte „Stoppbedingungen“ eine Gesamtdauer festlegen . Auf der Registerkarte „Zeitplan“ lässt sich der automatische Start zu einer bestimmten Uhrzeit konfigurieren, bei Bedarf auch täglich. 

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