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System

23.12.2004 | 11:22 Uhr |

Das Rechnersystem arbeitet extrem langsam

Problem : Ihr Windows-System besteht seit Jahren. Etliche Programme und Treiber haben Sie aufgespielt und wieder gelöscht. Nun lahmt Ihr PC immens.

Lösung : Spielen Sie Windows neu auf. Zugegeben, einen PC ganz neu einzurichten, kostet Zeit. Doch mit einem optimal an Ihre Bedürfnisse angepassten PC arbeiten Sie effektiver, schneller und sicherer. Mit einem Schlag entledigen Sie sich eventuell störender Treiberreste, nicht mehr benötigter DLL-Dateien, Spyware und überflüssiger Software. Für mehr Tempo sorgt auch eine schlanke und saubere Registry. Der Aufwand lohnt sich, wenn Sie Ihren PC schon lange einsetzen und viele Programme installiert und wieder entfernt haben. Und so gehen Sie zum Beispiel bei Windows XP vor: Sichern Sie alle wichtigen Dateien auf CD/DVD, und brennen Sie auch die Treiber aller PC-Komponenten darauf. Einen Überblick gibt Ihnen der Geräte-Manager. Hier ermitteln Sie alle Komponenten – nutzen Sie die Gelegenheit, für Ihre Geräte frische Treiber von den Hersteller-Websites zu holen. Booten Sie dann den PC über die Windows-XP-CD – eventuell müssen Sie dazu im Bios-Setup die Bootreihenfolge ändern. Erscheint das „Willkommen“-Menü, dann drücken Sie <Return> und stimmen mit <F8> dem Lizenzvertrag zu. Im folgenden Menü drücken Sie <Esc>. Sie sehen eine Liste aller Festplatten samt Partitionen, Laufwerk C: ist markiert. Mit <Return> starten Sie die Installation – den Warnhinweis schlagen Sie mit der <I>-Taste einfach in den Wind. Wenn XP installiert ist, spielen Sie zuerst alle Treiber für die Hauptplatine, dann für die Grafikkarte auf. Die Reihenfolge der restlichen Treiber ist egal. Hat Windows alle Komponenten erkannt (Geräte-Manager checken), installieren Sie alle Betriebssystem-Updates und -Patches, bevor Sie Ihre Programme aufspielen. Tipp: Machen Sie abschließend ein Backup der kompletten Installation.


Immer im Blick: Die individuelle Infozentrale

Problem : Sie wollen wichtige Hardware-Infos wie die CPU-Temperatur ständig unter Windows angezeigt bekommen, ohne Ihre gerade aktive Anwendung zu verlassen. Bislang müssen Sie Ihr Überwachungs-Tool extra aufrufen oder gar ins Bios-Setup gehen.

Lösung : Mit der englischsprachigen Freeware Serious Samurize samt deutscher Sprachdatei für Windows 2000 und XP machen Sie Ihren Desktop zur Informationszentrale, die Sie individuell konfigurieren, gestalten und positionieren können. In der Standardeinstellung blendet das Tool alle Infomodule, die Sie ausgewählt haben, transparent in die gerade aktive Anwendung ein – egal ob Textverarbeitung, Browser oder Explorer-Fenster. So haben Sie jederzeit die für Sie wichtigen Infos im Blick.
Entpacken Sie nach der Installation die Datei DEUTSCH.ING in den Ordner \Lang, den Sie im Installationsverzeichnis des Tools finden. Starten Sie Samurize, und es erscheint ein graues Icon mit dem Buchstaben „S“ im Systray. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Icon, und wählen Sie „Sprache, Deutsch.Ing“, um die deutsche Menüführung zu aktivieren. Mit einem weiteren Rechtsklick auf das Icon starten Sie über „KonfigDatei bearbeiten“ das Konfigurations-Tool. Unter „Anzeige einfügen“ finden Sie eine große Auswahl an Infomodulen. Sie können etwa die aktuelle Auslastung von CPU und Speicher anzeigen lassen. Beispiel: Falls Sie die englischsprachige Freeware Motherboard Monitor mit deutscher Sprachdatei für Windows 98/ME, NT 4, 2000 und XP installiert haben, erhalten Sie über „MBM einfügen“ Zugriff auf alle Sensoren, die Motherboard Monitor bei Ihnen auslesen kann, etwa die CPU- und Gehäusetemperatur. Sie können aber auch Scripts und Plug-ins integrieren, beispielsweise einen Nachrichten-Ticker, Börsenkurse oder die Wettervorschau. Eine große Auswahl finden Sie auf der Samurize-Website unter „Downloads“.

Unerwünscht automatisch startende Programme deaktivieren

Problem : Viele Programme laden sich automatisch beim Betriebssystemstart. Das kostet Zeit, CPU- und Speicher-Ressourcen. Der PC ist insgesamt träger.

Lösung : Sorgen Sie dafür, dass selten genutzte Programme nicht per Autostart aktiviert werden. Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick. Das geht mit dem Tool Msconfig, das zu den Bordmitteln von Win 98/ME und XP gehört und auch unter Win 2000 läuft. Sie finden es etwa auf der Site von The Tech Guide . Achtung: Wenn Sie das Tool für Ihren Win-2000-PC herunterladen, brauchen Sie eine Lizenz für XP! Rufen Sie „Start, Ausführen“ auf, und tippen Sie in die Eingabemaske „msconfig“ ein. Im Menü „Systemstart“ finden Sie die Programme aufgelistet, die mit dem Betriebssystem starten und im Hintergrund laufen. Entfernen Sie in der Spalte „Systemstartelement“ die Häkchen vor den Programmen, die nicht mehr automatisch starten sollen. Praktisch: Über die Checkboxen deaktivieren Sie die Software nur. So können Sie eine Deaktivierung bequem zurücknehmen, falls das erforderlich ist. Dennoch sollten Sie hier kein Programm wegklicken, von dem Sie nicht wissen, welche Aufgabe es erfüllt.

Strom sparen durch eine Steckerleiste

Problem : Ein Strommessgerät offenbart, dass Ihr PC nicht nur im Standby-Betrieb, sondern selbst im ausgeschalteten Zustand Strom zieht.

Lösung : Ihr Rechner ist kein Einzelfall. Die meisten PCs ziehen Strom, solange sie am Netz hängen. Im Schnitt sind das bei aktuellen Geräten rund 0,3 Watt. Sie können das verhindern, indem Sie den Rechner an eine abschaltbare Steckerleiste hängen. Und daran sollten Sie gleich alle Peripheriegeräte mit anschließen, denn sie schlucken ausgeschaltet meist sogar noch mehr Strom als der PC. TFT-Monitore kommen im Schnitt auf 2 bis 3 Watt, Tintenstrahler verbrauchen rund 1,5 Watt. Achtung: Tintenstrahler dürfen Sie nur dann über die Steckerleiste abschalten, wenn sich die Druckköpfe in der Ruheposition befinden! Sonst können die Düsen des Druckkopfs verstopfen.

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