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Swapfile: Festplatte als Arbeitsspeicher

Anforderung

Zeitaufwand

Jedes moderne PC-Betriebssystem benutzt eine spezielle Technik, laufenden Anwendungsprogrammen weit mehr Arbeitsspeicher anzubieten, als physikalisch zur Verfügung steht. Dazu wird einfach ein bestimmter Teil des freien Festplattenspeichers beansprucht und dem echten RAM hinzuaddiert. Geht der Platz im RAM zur Neige, verlagert das System einen Teil seiner Arbeit auf diesen Festplattenbereich: Dieses "Swapping" sorgt dafür, daß sich auch Aufgaben durchführen lassen, für die die vorhandene RAM-Ausstattung nicht reicht. Andererseits sinkt die Systemleistung durch die langsameren Festplattenzugriffe. Manche Systeme, etwa Linux, fordern für dieses Swapping eine eigene Partition, Windows 95 und Windows 3.1x begnügen sich mit einer Auslagerungsdatei. Hier gelten folgende Regeln:

1. Allgemein: Auch wenn der RAM-Speicher anscheinend ausreicht (16 MB oder mehr) sollten Sie ein Swapfile benutzen -insbesondere, wenn Sie auch DOS-Boxen laufen lassen. Anders als Windows-Anwendungen, die sich dynamisch mit Speicher versorgen lassen, fordert DOS sofort beim Start ein erhebliches Speicherkontingent (gemäß PIF-Datei). Wenn kein Swapfile vorhanden ist, führt das zu umfangreichen und zeitaufwendigen Speichermanipulationen.2. Windows 3.1x: Dieses System benutzt standardmäßig ein temporäres und dynamisches Swapfile, sofern Sie als Anwender nicht eingreifen (" Virtueller Speicher" unter "386 erweitert" in der Systemsteuerung). Schneller arbeitet die "permanente" Variante, weil sie unfragmentierten Festplattenspeicher verwendet. Diese Datei bleibt dann allerdings auch nach dem Abschluß von Windows bestehen und fordert ihren Plattenplatz. Geht es Ihnen nur darum, den Leistungsgewinn beim Start von DOS-Boxen zu erzielen, genügt für das permanente Swapfile (386SPART. PAR) eine Größe von etwa 4 MB (4000 KB) vollkommen.3. Windows 95: Hier ist nur noch die temporäre und dynamische Variante vorgesehen (WIN386. SWP), wobei Sie in der Systemsteuerung unter "System, Leistungsmerkmale, Virtueller Arbeitsspeicher" aber immerhin die minimale und maximale Größe definieren können. In der Regel ist das nicht notwendig, es sei denn, Sie möchten ein unfragmentiertes Swapfile einrichten (siehe unten den Profi-Tip 17 "Swapfile (II): Defragmentierte Variante").

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