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Surfen mit ISDN: Gemeinsamer Internet-Zugang

23.04.2004 | 10:11 Uhr | Markus Pilzweger

Wenn Sie Ihren Internet-Zugang mit anderen Anwendern teilen möchten, ist DSL zweifelsohne die erste Wahl: Zum einen ist DSL auch noch dann schnell, wenn mehrere Leute gleichzeitig surfen, zum anderen existieren zahlreiche DSL-Flatrate-Angebote.

Es ist allerdings auch möglich, per ISDN gemeinsam ins Internet zu gehen. Die erste Möglichkeit: Schaffen Sie sich einen Access Point/Router mit einem Anschluss für ISDN an. Jedoch müssen Sie dafür tiefer in die Tasche greifen,

die Preise beginnen bei rund 400 Euro. Denn diese Geräte sind für den professionellen Einsatz gedacht. Sie verfügen sowohl über einen DSL- als auch über einen ISDN-Anschluss. ISDN ist dabei eigentlich nur für den Notfall gedacht, wenn die DSL-Leitung nicht funktioniert. Wenn aber gar kein DSL angeschlossen ist, nutzt der Access Point/Router immer ISDN.

Für die Zukunft halten Sie sich immerhin die Option offen, auf DSL umzusteigen, ohne einen neuen Access Point/Router anschaffen zu müssen. Ein solches Gerät ist beispielsweise das Lancom 1511 Wireless DSL (www.lancom.de). Dieses rund 450 Euro teure Gerät für ein WLAN nach dem IEEE-Standard 802.11g bietet eine ISDN-Schnittstelle, die nicht nur zum Surfen da ist.

Mit einem entsprechenden Treiber kann jeder PC im WLAN die ISDN-Schnittstelle nutzen, um zum Beispiel Faxe zu versenden - vorausgesetzt, es besteht gerade keine Internet-Verbindung.

Die zweite Möglichkeit ist diese: Schaffen Sie mit einem Access Point (Router oder ISDN/ DSL-Modem sind in diesem Fall nicht erforderlich) eine Verbindung zum PC, der per ISDN Zugang zum Internet hat. Dort aktivieren Sie dann die Internet-Freigabe von Windows. Sie bewirkt, dass alle PCs im Netzwerk - und dazu zählen auch die Rechner im Wireless LAN - Zugriff aufs Internet haben.

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