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Stromsparfunktionen

18.09.2003 | 14:24 Uhr |

Im mobilen Einsatz ist volle Leistung nicht immer wünschenswert: Je schneller CPU oder Grafikkarte arbeiten, desto mehr Strom ziehen sie und desto kürzer ist die Akkulaufzeit. Ähnlich wie mobile Prozessoren verfügen deshalb die mobilen Grafikchips über Funktionen zum Stromsparen, wie zum Beispiel Clock-Gating. Dabei werden Teile der Chiplogik abgeschaltet oder in einen Tiefschlafmodus versetzt, wenn sie nicht benötigt werden. Beim Surfen oder Arbeiten mit Office-Software kann die Grafikkarte die 3D-Pipeline in den Ruhezustand versetzen, um Strom zu sparen. Oder Taktrate und Spannung werden gesenkt.

Wir haben die Notebooks daher auch mit aktivierten Stromsparfunktionen getestet, um festzustellen, ob im mobilen Betrieb spielbare Bildraten möglich sind.

ATI nennt die Stromsparfunktionen Powerplay. Der aktuelle Treiber verwendet Powerplay 4.0. Sie können dort einstellen, wann der Grafikchip mit voller Leistung arbeiten und wann er Strom sparen soll. Der Treiber kennt drei mögliche Betriebsarten: "Eingesteckt", wenn das Notebook am Stromnetz hängt oder für den Akkubetrieb "Hohe Batteriespannung" und "Niedrige Batteriespannung". Sie können im Treiber festlegen, wann der Zustand "Niedrige Batteriespannung" eintreten soll: Ab einer von Ihnen festgelegten Restkapazität des Akkus in Prozent wechselt das Notebook in diesen Zustand.

Für jede der drei Betriebsarten erlaubt der Treiber zwei Einstellungen: "Optimale Leistung" und "Optimale Batterielebensdauer". Bei letzterer takten der Grafikchip und -speicher auf 104 beziehungsweise 208 Megahertz herunter.

Laut ATI ist im Gericom Blockbuster 2440 das Absenken der Spannung nicht implementiert: Dies sei bei Desktop Replacements nicht notwendig, da diese Geräte aufgrund ihrer größeren Gehäuse eine leistungsfähigere Kühlung ermöglichen und ohnehin seltener im Akkubetrieb arbeiten würden. Ebenso ist die Funktion "Overdrive" in unserem Testnotebook nicht implementiert: Dabei soll sich der Takt der Grafikkarte dynamisch an die Wärmebelastung anpassen - wird die Grafikkarte zu heiß, soll sie heruntertakten. Bei guter Kühlung kann sie aber auch schneller laufen als die Standardtaktrate vorgibt. Gerüchten zufolge will ATI diese Technik auch bei den kommenden Desktop-Grafikkarten einführen.

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