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Strom sparen

05.05.2008 | 09:55 Uhr | Michael Schmelzle,

Die meisten Rechner sind auf Tempo getrimmt - der Stromverbrauch spielt oft eine untergeordnete Rolle. Im Bios gibt es mehrere Möglichkeiten, um die Leistung Ihres PCs zu drosseln und so Strom und Geld zu sparen. Bei Notebooks profitieren Sie dabei zusätzlich durch eine längere Akkulaufzeit.

Bevor Sie sich ans Werk machen, ist es sinnvoll, dass Sie sich ein Leistungsmessgerät zulegen, um die geänderten Einstellungen sofort auf ihre Effizienz hin zu prüfen. So ein Messgerät zeigt die Leistungsaufnahme in Watt an und ist beispielsweise bei Conrad für 13 Euro erhältlich (Artikelnummer 124400-62). Lassen Sie das Messgerät aber nicht immer eingesteckt - es hat nämlich einen Eigenverbrauch von 2 Watt (bei einem Kilowattstundenpreis von 15 Cent macht das 3 Euro pro Jahr). Insgesamt konnten wir die Leerlaufleistung eines Testgeräts um 16 Prozent von 139 auf 120 Watt drosseln - das macht 29 Euro pro Jahr. Die CPU-Punktzahl in 3D-Mark 06, sprich: die Rechenleistung, sank dabei allerdings um 59 Prozent.

Untertakten: Ähnlich wie beim Tunen (siehe Abschnitt "CPU-Leistung erhöhen" ) machen Sie sich beim Untertakten an den Taktraten der PC-Komponenten zu schaffen. Dabei werden aber keine Spezifikationen über-, sondern unterschritten - Hitzeprobleme oder gar einen Garantieverlust brauchen Sie also nicht zu fürchten. Auch lässt sich mit größeren Schritten hantieren, denn langsamer als mit der empfohlenen Geschwindigkeit zu arbeiten fällt kaum einer PC-Komponente schwer. Am effektivsten ist es, den CPU-Takt herunterzuregeln: Drosseln Sie - falls möglich - zuerst den Multiplikator, und verringern Sie dann den FSB-Takt (Front Side Bus). Unser Test-PC zog im Handumdrehen 12 Watt weniger Leistung.

Die Taktraten von Speicher und PCI-Bus zu verringern brachte hingegen keinen wesentlichen Gewinn.

Undervolting: Ähnlich wie beim Untertakten wird Ihnen vor allem die Änderung der CPU-Spannung durch eine geringere Leistungsaufnahme quittiert. Da die CPU ohnehin schon untertaktet ist, können Sie gleich die geringste Spannung ausprobieren - der Prozessor unseres Test-PCs läuft jetzt statt mit 1,296 mit 1,1 Volt - Leistungsersparnis: 7 Watt. Ist Ihr System nicht untertaktet, müssen Sie in kleineren Schritten die Spannung verringern.

Onboard-Chips lahmlegen: Überlegen Sie sich, welche Schnittstellen und Hauptplatinenkomponenten Sie überhaupt nutzen ( siehe "Windows-Start beschleunigen" ) - bei unserem Test-PC konnten wir auf den einen oder anderen Controller-Chip verzichten und sparten so 3 Watt.

Den ersten Teil der Bios-Tricks finden Sie hier.

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