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Streaming im Heimnetz mit dem Windows Media Player

15.08.2012 | 14:09 Uhr |

Wenn der Windows-PC die Rolle eines Medien-Servers übernehmen soll, können Sie dafür den Windows Media Player 12 einsetzen. Sie müssen dazu nur Ihre Medienbibliotheken freigeben. Bei der Windows-Installation wurden Sie wahrscheinlich schon gefragt, ob Sie einer Heimnetzgruppe (wenn vorhanden) beitreten und Fotos, Musik und Videos für diese freigeben möchten. Bei der folgenden Anleitung gehen wir davon aus, dass Sie diesen Schritt bei der Windows-Installation übersprungen haben.

Aktivieren Sie im Windows Media Player die rot markierte Option. Dann können alle Geräte im Heimnetz ohne Beschränkungen auf die Medienfreigaben zugreifen.
Vergrößern Aktivieren Sie im Windows Media Player die rot markierte Option. Dann können alle Geräte im Heimnetz ohne Beschränkungen auf die Medienfreigaben zugreifen.

Schritt 1: Starten Sie den Windows Media Player und klicken Sie auf „Streamen, Medienstreaming aktivieren“. Im folgenden Dialog klicken Sie auf die Schaltfläche „Medienstreaming aktivieren“. Sie sehen dann eine Liste mit aktiven Geräten im Netzwerk. Für diese ist in einem Heimnetz der Medienzugriff standardmäßig zugelassen. Sie können bei einzelnen Geräten aber in der Liste auch „Blockiert“ auswählen. Dann ist kein Zugriff möglich. Bestätigen Sie mit „OK“.

Schritt 2: Im Hauptfenster des Windows Media Player klicken Sie auf „Streamen, Automatische Wiedergabe der Medien durch Geräte zulassen“. Dadurch können sich neue Geräte automatisch mit der Freigabe verbinden. Mit der weiteren Option „Streamen, Remotesteuerung des Players zulassen“ am Client-PC ist es auch möglich, den umgekehrten Weg zu erlauben, nämlich dass der Medien-Server Videos und Musik zum Abspiel-PC schicken kann (Push).

Schritt 3: Nach der Installation berücksichtigt der Windows Media Player erst einmal nur die Ordner aus dem eigenen Benutzerprofil und den öffentlichen Ordnern, etwa „Eigene Videos“ und „Öffentliche Musik“. Über „Organisieren, Bibliotheken verwalten, Video“ lassen sich beispielsweise weitere Ordner hinzufügen.

Tipp: Sie können im Windows Media Player auch Netzwerkordner in eine Bibliothek aufnehmen, etwa Freigaben auf einem NAS. Diese werden jedoch von der Medienfreigabe nicht erfasst. Mit einem Trick geht es trotzdem: Drücken Sie die Windows-Taste und dazu R. Geben Sie services.msc ein und klicken Sie auf „OK“. Klicken Sie in der Diensteliste doppelt auf „Windows Media Player-Netzwerkfreigabedienst“ und wechseln Sie auf die Registerkarte „Anmelden“. Aktivieren Sie die Option „Dieses Konto“. Geben Sie dahinter einen Benutzernamen mit administrativen Berechtigungen ein, der auf die Netzwerkfreigabe zugreifen darf. Darunter tragen Sie das Kennwort ein. Der Benutzername und das Kennwort müssen mit den Anmeldedaten für die Netzwerkfreigabe übereinstimmen. Klicken Sie auf „OK“. Anschließend klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „Windows Media Player-Netzwerkfreigabedienst“ und wählen dann im Menü „Neu starten“.

Streaming über das kostenlose Tversity
Wenn Sie auf dem Windows-PC nach einer schnellen, robusten und universellen Lösung suchen, ist das kostenlose Tool Tversity die erste Wahl. Tversity kann bei Bedarf die Mediendateien direkt beim Streamen konvertieren („transcoding“). Dadurch ist es möglich, Videos auch auf Geräten abzuspielen, die ein bestimmtes Format von Haus aus eigentlich nicht unterstützen. Deshalb funktioniert Tversity auch, wenn Sie als Streaming-Client beispielsweise Spielekonsolen wie die Playstation 3, die Nintendo Wii oder die Xbox 360 einsetzen.

Schritt 1: Bei der Tversity-Installation können Sie fast alle Voreinstellungen übernehmen. Tversity versucht aber, eine Toolbar für den Browser zu installieren und die Suchmaschine zu ändern. Wenn Sie das nicht wünschen, entfernen Sie bei der Installation die Häkchen vor den zugehörigen Optionen.

Schritt 2: Nach Abschluss der Installation startet Tversity automatisch. Klicken Sie auf „Library“ und dann auf „File System, Folders“. Hier sehen Sie die Ordner, in denen das Tool nach Mediendateien sucht. Über die Schaltfläche „+ Add Item“ können Sie weitere Ordner hinzufügen. Wenn Sie eine Freigabe im Netzwerk verwenden wollen, müssen Sie dem Dienst „TVersity Media Server“ die für den Zugriff nötigen Rechte geben. Das funktioniert genauso wie im Punkt 3 für den Windows Media Player beschrieben.

Schritt 3: Klicken Sie auf „Settings“. In den meisten Fällen können Sie die Voreinstellungen verwenden. Wenn es bei der Wiedergabe Probleme gibt, ändern Sie die Einstellungen unter „Transcoder“. Hier lässt sich auch eine andere Videoauflösung einstellen. Klicken Sie zum Abschluss auf „Save“.

Der Tversity-Streaming-Dienst taucht regulär bei einem DLNA-tauglichen Gerät auf und Sie können die gewünschten Ordner mit Mediendateien auswählen. Außerdem lassen sich die Medien mit jedem Browser abrufen, indem Sie in die Adresszeile einfach die IP-Adresse des Medien-Servers plus „:41952/flashlib/“ eingeben, also etwa „http://192. 168.0.239:41952/flashlib/“. Auch Smart-TVs oder Spielekonsolen können auf die Tversity-Adresse zugreifen, wenn Sie über einen Browser verfügen. Komfortabler ist aber die Steuerung über ein Smartphone oder Tablet im selben WLAN.

Tipps und Tricks für Smart-TV & Co.

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