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Storage Pools erhöhen Ausfallsicherheit & Server Manager mit GUI

02.11.2011 | 09:52 Uhr |

Intelligente Speicherung via Storage Pools

Windows Server 8: Ein Assistent hilft bei der Rollenvergabe
Vergrößern Windows Server 8: Ein Assistent hilft bei der Rollenvergabe
© Microsoft

Microsoft führt mit Storage Pools eine Speicherabstraktion neu ein. Die Funktion fasst für ein intelligentes Storage verschiedene Festplatten als eine Einheit zusammen. Zusätzlich wurde ein Fehlertoleranz-Mechanismus eingefügt. Die Funktion hat einen frei einstellbaren Grad für die Fehlertoleranz und erhöht die Ausfallsicherheit von physikalischen Festplatten.

Die Anwendung CHKDSK hat Microsoft so angepasst, dass eine fehlerhafte Festplatte direkt im laufenden Betrieb erkannt wird. Defekte Stellen werden zudem gleich gesperrt. Die entsprechende Hard Disk muss nur für eine gezielte Reparatur offline genommen werden.

Mittels Deduplizierung erkennt Windows Server 8 doppelte Daten. Dies spart auf NTFS-Festplatten Speicherplatz. Der Hersteller gibt an, dass sich so etwa 30 bis 90 Prozent redundanter Daten reduzieren lassen. Hierfür wurde die Daten-Deduplikation als Dateisystemfilter umgesetzt, statt mit einer kompletten Datei wird mit Datenblöcken (Chunks) hantiert.

Zugriffs-Berechtigungen auf Dateien lassen sich durch eine dynamische Zugriffsteuerung leichter vergeben. Dies wird erreicht, indem sich die Methode an den Datentypen orientiert und entsprechend den Zugriffen mittels Richtlinien freischaltet oder sperrt. Dabei ist es egal, ob die entsprechenden  Informationen auf einem Dateiserver oder SharePoint gespeichert sind. Laut Microsoft soll so eine clevere Brücke zwischen IT-Administratoren und Content-Inhabern geschlagen werden.

Neu ist auch, dass im Lieferumfang von Windows Server 8 der iSCSI-Target-Server für das Storage enthalten ist. Daneben fügte Microsoft eine Option zur Bitlocker-Verschlüsselung von freigegebener Clustervolumes (CSVs) hinzu. Außerdem umfasst das Serverbetriebssystem die Fähigkeit Sicherheits-Patches automatisch auf allen Knoten eines Failovers-Clusters analog zu installieren.

Reduzierung der Storage-Kosten

Komfortable Verwaltung mittels grafischer Oberfläche   

Mehrere Server lassen sich im Server-Manager einfach verwalten, da Ereignisse automatisch gebündelt werden. Ein grafischer Assistent hilft dabei Domänencontroller einzurichten und startet gleichzeitig ADREP. Zusätzlich erkennt ein Domänencontroller in einer VM, ob die entsprechende virtuelle Maschine geklont wurde. Ist dies der Fall ändert der Controller von selbst seine ID, erst dann kann er als Replikationspartner von den anderen wahrgenommen werden.

Das bisherige (Key Management Service-Verfahren (KMS) wird bei Windows Server 8 durch ein Active-Directory-Verzeichnis ergänzt. Hier speichern Unternehmen Aktivierungsinformationen künftig ab. Microsoft hat für Netzwerktechniker das grafische Verwaltungstool IPAM (IP Address Management) neu implementiert. Das Werkzeug gibt über die vergebenen IP-Adressen und über die freien Kapazitäten Auskunft. Außerdem hilft IPAM dabei herauszufinden, ob eine gewisse IP-Adresse belegt ist oder ob sie statisch vergeben werden kann.

Microsoft hat Active Directory-Benutzer und Active Directory-Computer durch das ebenfalls grafische Active Directory-Verwaltungscenter ersetzt. Ersteres ist für die Abwärtskompatibilität weiter im Serverbetriebssystem vorhanden. Das Verwaltungscenter wird für die Administration des Microsoft-Verzeichnisdienstes benötigt. Anwender duplizieren Domänencontroller nur via Powershell. Hierfür plant Microsoft keine GUI-Oberfläche. Um unerfahrene IT-Administratoren zu helfen, zeigt das Verwaltungscenter seine intern durchgeführten Powershell-Befehle als Verlauf an.

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Was ist Windows 8?

Das neue Microsoft-Betriebssystem ist der Nachfolger von Windows 7 und erschien am 26. Oktober 2012. Windows 8 baut auf seinen sehr erfolgreichen Vorgänger auf und enthält den neuen Kachel-Startbildschirm, der sich an der Oberfläche mit rechteckigen Kästen orientiert, die Microsoft mit Windows Phone 7 eingeführt und später auch bei der Xbox 360 integriert hat. Der zunächst eingeführte Begriff der "Metro-Oberfläche" wurde kurz vor dem Start aus rechtlichen Gründen zurückgezogen. Inzwischen spricht Microsoft von "Windows-Live-Tiles".

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