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Stellungnahmen Addcom

Diese erste Stellungnahme eines Internetproviders ließ nicht lange auf sich warten. Addcoms Reaktion war jedoch ablehnend. Julian Riedlbauer, Vorstandmitglied der AddCom AG: "Die Deutsche Telekom will mit ihrem heutigen Angebot nur Zeit gewinnen, denn es rechnet sich de facto für keinen Provider in Deutschland".

Bei Addcom geht man davon aus, dass die Anrufe nur vom Teilnehmer bis zu der einen Vermittlungsstelle geroutet werden, an der der Teilnehmer angebunden ist. Um ein flächendeckendes Angebot realisieren zu können, müssten die Internet Provider an jeder der 1.600 Vermittlungsstellen mindestens eine 2-Megabit pro Sekunde-Anbindung anmieten.

Diese 2-Megabit-Anbindung entspricht 30 Einwahlkanälen. Sind diese belegt, erhält der nächste Kunde, der sich einwählt, ein Besetzt-Zeichen, da ein Routing zu einer anderen Vermittlungsstelle nach den Informationen von Addcom nicht möglich sei.

Bei einer Privatkunden-Flatrate könne eine sogenannte Überbuchungsrate von 1:3 bis 1:4 zugrunde gelegt werden. Bei 90.000 Flatrate-Usern würden folglich 30.000 Dial-In Leitungen benötigt. Jedoch funktioniert ein solches Verhältnis nur dann ohne Besetztzeichen für den User, wenn eine kritische Masse von rund 300 Dial-In Leitungen pro Vermittlungsstelle gegeben ist, mit denen eine ordentliche Auslastung erreicht wird.

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