Die aktuelle Beta-Version von Whistler war bemerkenswert stabil. Es kam (außer beim Brennen) fast zu keinen Abstürzen. Falls doch, konnten diese über den Task-Manager abgefangen werden. Danach war es immer möglich, normal weiter zu arbeiten.

Gerade Benutzer von Windows 9x und ME dürfen sich auf eine verbesserte Stabilität freuen, wie sie Anwender von Windows 2000 und NT schon kennen.

Microsoft geht mit Whistler einen neuen Weg bei der Verwaltung von DLL-Dateien (Dynamic Link Library). Bisher war es so, dass alle Programme gemeinsam bestimmte DLL-Dateien nutzten. Das hatte den Vorteil, dass Festplattenspeicherplatz gespart werden konnte.

Dies führte auch aber zu Problemen, wenn ein neues Programm installiert wurde: Das neue Programm überschrieb die DLL-Dateien bisheriger Anwendungen. Das gerade installierte Programm läuft dann zwar einwandfrei, ein älteres aber, das die selben DLL-Dateien nutzt, vielleicht nicht mehr.

Mit Whistler entzerrt Microsoft die DLL-Verwaltung. Programme dürfen weiterhin mitgebrachte DLL-Dateien nutzen. Diese überschreiben allerdings nicht mehr die etablierten mit dem gleichen Namen. Whistler verwaltet sie extra und benutzt sie nur, wenn das zugehörige Programm gestartet wird.

Alle anderen Programme, die eine DLL-Datei mit diesem Namen benötigen, bekommen die Standard-System-DLL-Datei. Auf diese Weise vermeidet Whistler das bisherige DLL-Chaos und stellt gleichzeitig sicher, dass neu installierte Programme laufen.

PC-WELT Marktplatz

250973