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Kontextmenü anpassen & Spuren verwischen

28.06.2013 | 07:35 Uhr | Hermann Apfelböck, Thorsten Eggeling, David Wolski, Christian Löbering

Kontextmenü: „Öffnen mit“-Liste selbst anpassen

Die Automatik: Wenn Sie im Windows-Explorer im Kontextmenü einer Datei den Eintrag „Öffnen mit“ wählen, erhalten Sie eine Liste von Anwendungen, mit denen Sie die Datei öffnen können. Windows nimmt in diese Liste alle Programme auf, die Sie zum Bearbeiten einer Datei dieses Typs jemals verwendet haben. Die Reihenfolge legt Windows nach der Häufigkeit fest, mit der Sie die entsprechenden Anwendungen einsetzen. Sie haben keine Möglichkeit, Programme aus dieser Liste zu entfernen – etwa weil Sie einmal ein Programm versehentlich angewählt haben oder es nicht mehr einsetzen.

So stellen Sie sie ab (2000, XP): Um für einzelne Dateitypen die „Öffnen mit“-Liste anzupassen, gehen Sie zum Schlüssel „Hkey_Cur rent_User\Software\Microsoft\Windows\ CurrentVersion\Explorer\FileExts“. Dort finden Sie eine Liste aller in Windows registrierten Dateitypen. Wechseln Sie zu dem gewünschten Dateityp. Im Unterschlüssel „OpenWithList“ finden Sie in der Regel die Namen mehrerer Anwendungen und eine MRU-Liste (Most Recently Used). Hier können Sie gezielt einzelne Anwendungen entfernen. Zusätzlich müssen Sie den zugehörigen Buchstaben in der MRU-Liste löschen.

Sie können übrigens auch für einzelne Anwendungen festlegen, dass Windows sie niemals in die „Öffnen mit“-Liste eintragen darf. Gehen Sie dazu zum Registry-Schlüssel „Hkey_Classes_Root\Applications“. Suchen Sie den Schlüssel mit dem Namen der Anwendung, und erstellen Sie dort eine neue Zeichenfolge mit dem Namen „No- OpenWith“. Einen Wert müssen Sie nicht eintragen.

Windows-Spuren verwischen: Alle MRU-Listen deaktivieren

Die Automatik : Windows legt eine ganze Reihe so genannter MRU-Listen (Most Recently Used) an. Darin protokolliert es die zuletzt verwendeten Dateien, URLs, Befehle, Netzlaufwerke und vieles mehr. Als Resultat finden Sie etwa unter „Start, Ausführen“ Ihre letzten Befehlseingaben, sobald Sie auf den Pfeil neben der Befehlszeile klicken. Ferner listet der Internet Explorer alle über einen bestimmten Zeitraum besuchten Sites im Verlaufs-Ordner auf, der Windows Media Player legt jeden abgespielten Song automatisch in seiner Medienbibliothek ab und so fort. Was zur komfortablen Bedienung und als Gedächtnisstütze gedacht ist, kann aber vor allem auf einem PC mit mehreren Nutzern als verräterisches Protokoll privater Gewohnheiten stören.

So stellen Sie sie ab (98, ME, 2000, XP): Da die Registry von solchen MRU-Listen überquillt, wäre eine manuelle Bearbeitung unzumutbar. Mit unserem Script pcwKillMRU.VBS (unter www.pcwelt.de/scripts) deaktivieren Sie in einem Aufwasch alle gängigen Listen für den Windows-Explorer, den Internet Explorer, das Start-Menü, den Media Player, Wordpad und Paint. Kopieren Sie das Script in ein beliebiges Verzeichnis, beachten Sie jedoch, dass Sie es dann nicht mehr verschieben sollten, da bei jedem Windows- Start darauf zugegriffen wird.

Rufen Sie es auf, und wählen Sie „Ja“, um die derzeit vorhandenen Listen zu löschen. Das Script verhindert außerdem über Registry-Einträge, dass einige Listen neu erstellt werden. Nach Ablauf des Scripts starten Sie Ihren Rechner neu.

Da sich das Anlegen mancher Listen nicht grundsätzlich verhindern lässt, haben wir uns damit beholfen, diese Listen bei jedem Windows-Start zu leeren. pcwKillMRU startet zu diesem Zweck via Run-Schlüssel in der Registry.

Damit Windows seine MRU-Listen wieder erstellt, rufen Sie das Script per Doppelklick einfach noch einmal direkt auf, wählen „Nein“ und starten Windows neu. Ihre alten Listen werden dabei zwar nicht wiederhergestellt, doch Windows darf nun wieder neue anlegen.

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