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Splinter Cell von Ubi Soft

17.10.2002 | 00:00 Uhr | Markus Pilzweger, Panagiotis Kolokythas

Auf das Taktik-Spiel "Splinter Cell" von Ubi Soft warten viele schon sehnsüchtig. Sie übernehmen die Rolle von Sam Fisher, einem US-Geheimagenten, der unterschiedliche Arten von Aufträgen zu erledigen hat - möglichst ohne Aufsehen zu erregen.

Anhand einer Demo-Version konnte PC-WELT sich von den Qualitäten des Spiels überzeugen. Erstes Fazit: Da kommt ein potenzieller Hammer auf die Xbox-Gemeinde zu.

Interessant ist vor allem die Freiheit des Spielers. So gibt es meist mehrere Lösungsansätze, um einen Auftrag zu erledigen. Blindes Rambo-Verhalten führt zu nichts, Taktik ist gefragt. Beispiel: In einem Raum befindet sich eine Wache. Diese schlägt Alarm, sobald sie den Spieler erblickt. Nun könnte der Spieler die Wache aus sicherer Entfernung ausschalten. Die bessere Methode: Der Spieler schleicht sich langsam von hinten an die Wache heran und überwältigt sie. Im Schwitzkasten rückt die Wache mit interessante Informationen zur Mission heraus und kann auch als Schutzschild verwendet werden.

Die Speicheroption wurde, wie bei Konsolen-Spielen üblich, durch so genannte Speicherpunkte in das Spiel integriert. Diese sollen aber fair gewählt worden sein: Sollte der virtuelle Held mal bei seinen Erkundungstouren das Zeitliche segnen, so soll der Spieler nur maximal zehn Minuten des letzten Abschnitts wiederholen müssen. Nach jeder schwierigen Passage findet sich ein solcher Speicherpunkt.

Grafisch zeigt Splinter Cell, was mit der Xbox möglich ist. Echtzeit-Schatteneffekte, physikalisch korrekt auslaufende Wasserfässer und vieles mehr verwöhnen das Auge. Einige Bildbeispiele dazu finden Sie unter diesem Absatz. Das Spiel nutzt die aktuelle "Unreal Warfare"-Engine, die auch in Unreal Tournament 2003 zum Einsatz kommt. Der Vorteil für die Spiele-Entwickler: Dadurch, dass die Xbox eng mit den PCs verwandt ist, stellte die Anpassung der Engine keine allzu großen Probleme dar.

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