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Spezialfälle

31.08.2007 | 12:24 Uhr | Christian Löbering

Wenn sich die Reparatur-Installation starten lässt, läuft sie meist problemlos durch. Achten Sie jedoch vor der Aktion darauf, ob einer der folgenden Spezialfälle zutrifft. Diese können den Erfolg der Reparatur in Frage stellen.

Bei vorinstalliertem XP ohne SP 2 droht Datenverlust

Das Setup ersetzt nun Ihre bestehenden Systemdateien durch die von der CD - egal, ob diese älter oder jünger sind
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Falls Sie einen Rechner mit vorinstalliertem Windows XP besitzen und das Service Pack 2 noch nicht installiert haben, dann befindet sich möglicherweise eine Datei mit dem Namen Undo_Guimode.TXT im Verzeichnis \Windows\System32. Wenn Sie in diesem Fall die Reparatur-Installation starten, kann es passieren, dass die Dateien und Einstellungen des Standard-Benutzers („\Dokumente und Einstellungen\Default User“) gelöscht werden. Haben Sie keine Sicherungskopie zu Hand, sind die Daten dauerhaft verloren. Ebenfalls bedroht sind Verknüpfungen im Startmenü aller Benutzer („\Dokumente und Einstellungen\All Users\Startmenü“) sowie alle Dokumente im Verzeichnis „\Dokumente und Einstellungen\All Users\Gemeinsame Dokumente“.

Ursache dafür ist laut Microsoft, dass das Setup aufgrund der Undo_Guimode.TXT davon ausgeht, dass die Installation zuvor fehlgeschlagen ist. Mit den Angaben aus der Textdatei wird das System wieder auf einen früheren Stand gebracht. Dabei werden die genannten Dateien gelöscht.

Um das Problem zu lösen, löschen Sie einfach die TXT-Datei manuell. Wenn Ihr System nicht mehr lauffähig ist, starten Sie dazu die Wiederherstellungskonsole wie in dem Punkt "Das kommt vor einer Repartatur-Installation" beschrieben und geben anschließend die Befehle

cd /system32del undo_guimode.txt

ein. Mit installiertem Service Pack 2 tritt das Problem nicht mehr auf.

IDE-Treiberprobleme: Besser auf Standard setzen

Probleme mit dem IDE-Treiber: Bevor Sie Ihre Hauptplatine austauschen, sollten Sie den bestehenden IDE-Treiber deinstallieren, um Konflikten vorzubeugen
Vergrößern Probleme mit dem IDE-Treiber: Bevor Sie Ihre Hauptplatine austauschen, sollten Sie den bestehenden IDE-Treiber deinstallieren, um Konflikten vorzubeugen
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Wenn Sie die Reparatur-Installation nur aufgrund eines Hauptplatinen-Wechsels durchführen, müssen Sie darauf achten, dass es nicht zu Konflikten zwischen dem IDE-Treiber der alten Platine und der neuen Hardware kommt. Am besten de-installieren Sie den alten IDE-Treiber, bevor Sie die Platinen austauschen. Dazu öffnen Sie unter „Systemsteuerung, System, Hardware“ den „Geräte Manager“, klappen „IDE ATA/ATAPI-Controller“ aus, klicken mit der rechten Maustaste auf den IDE-Controller und wählen „Deinstallieren“.

Das Setup übernimmt großteils die bestehende Konfiguration, nur die ersetzten Systemdateien registriert es neu
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Sollte das Kind jedoch bereits in den Brunnen gefallen sein und Ihr Windows-Start nach Platinenwechsel und Reparatur-Installation mit einem Blue Screen enden, dann hilft Ihnen unser Tipp „ System übertragen: So bringen Sie Windows auf neue Hardware “.

6. Die Reparatur-Installation lässt sich nicht starten
Eventuell erhalten Sie beim Versuch, die Reparatur-Installation zu starten, immer den Bildschirm 3b statt 3a ( siehe Fußleiste unten auf dieser Seite). Der wahrscheinlichste Grund dafür ist eine fehlende oder kaputte Boot.INI. Anhand der Einträge in dieser Datei erkennt das Setup-Programm bereits vorhandene Windows-Installationen. Um sie zu reparieren, starten Sie die Windows-Wiederherstellungskonsole und geben

bootcfg /rebuild

Nach dem Neustart erscheint der grafische Setup-Modus. Hier müssen Sie Regions- und Sprachoptionen einstellen
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ein. Beim nächsten Versuch, die Reparatur-Installation zu starten, sehen Sie den Bildschirm 3a und können somit normal weitermachen.

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