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Benötigte Bandbreite fürs Video-Streaming und für Uploads

16.07.2016 | 10:09 Uhr |

Video on Demand: Bessere Bildqualität durch höhere Bandbreite

Immer mehr Videotheken machen dicht, Video-on-Demand-Dienste haben ihnen den Rang abgelaufen. Es ist ja auch viel bequemer, sich direkt am Fernseher einen Film auszusuchen und ihn mit einem Tastendruck sofort abzuspielen. Und wenn (bei etwas älteren Filmen und Serien) außer einer monatlichen Gebühr zwischen 4 und 10 Euro keine weiteren Kosten entstehen, können klassische Videotheken verständlicherweise auch preislich nicht mithalten. Die neuen Kundenmagneten heißen Amazon Instant Video, Maxdome, Netflix, Watchever und natürlich Youtube.

Im Gegensatz zum Musik-Streaming benötigen Videodaten aber deutlich mehr Bandbreite – und je mehr davon zur Verfügung steht, desto besser ist die Videoqualität. Die Dienste funktionieren zwar prinzipiell auch schon mit einem 2-MBit-Anschluss. Allerdings bekommen Sie dann nur SD-Qualität geboten.

Für Full-HD sollten es schon 6 MBit/s sein. Wer bereits einen 4K-/UltraHD-Fernseher im Wohnzimmer stehen hat, wird sich darüber freuen, dass Amazon, Netflix und Youtube bereits einige Titel mit vierfacher HD-Auflösung im Angebot haben. Weniger erfreulich ist allerdings der Bandbreitenbedarf: Satte 16 MBit/s sind zum Beispiel zur Wiedergabe von 4K-Material von Amazon nötig. Und das trotz des neuen, effizienteren Komprimierungs-Codecs H.265/HEVC.

Video-Streaming zum Pauschalpreis ist im Trend: Je höher die Bandbreite Ihres Internet-Anschlusses, desto höher ist auch die Videoqualität, zum Teil bis hin zu Ultra-HD/4K.
Vergrößern Video-Streaming zum Pauschalpreis ist im Trend: Je höher die Bandbreite Ihres Internet-Anschlusses, desto höher ist auch die Videoqualität, zum Teil bis hin zu Ultra-HD/4K.

Uploads in die Cloud: Fotos & Videos in Sekundenschnelle hochladen

Mit dem Trend zu Cloud-Speichern und sozialen Netzwerken rückt die Upload-Geschwindigkeit immer mehr in den Vordergrund. Schließlich möchte man nicht stundenlang warten, bis die selbst aufgenommenen hochauflösenden Fotos und Videos endlich bei Dropbox, Facebook & Co. hochgeladen sind. Bei herkömmlichem ADSL ist beim Upload aber im Durchschnitt schon bei 1,5 MBit/s Schluss. Das bedeutet: Eine Fotosammlung von 200 MB hochzuladen, würde knapp 18 Minuten dauern.

Ein selbstgedrehtes, zehnminütiges HD-Video mit einer angenommenen Größe von 1,5 GB wäre erst nach über zwei Stunden in der Cloud. Bei 10 MBit/s wären die Fotos in knapp drei Minuten und das Video in 20 Minuten im Netz. Bei 40 MBit/s, dem aktuellen Maximum bei Privatkunden-Tarifen, müssten Sie auf den Upload der Fotos weniger als eine Minute und auf den des Videos gerade einmal fünf Minuten warten.

Kostenloser Cloud-Speicher: Um Fotos und vor allem Videos ohne lange Wartezeit auf eine Online-Festplatte hochladen zu können, benötigen Sie einen Zugang mit möglichst hoher Upload-Bandbreite.
Vergrößern Kostenloser Cloud-Speicher: Um Fotos und vor allem Videos ohne lange Wartezeit auf eine Online-Festplatte hochladen zu können, benötigen Sie einen Zugang mit möglichst hoher Upload-Bandbreite.

Unterwegs: (VPN)-Zugriff aufs Heimnetz

Viele Router lassen sich so einrichten, dass Sie von unterwegs aus auf die Box selbst und auf das dahinter liegende Netzwerk Zugriff erhalten, zum Beispiel auf eine Netzwerk-Festplatte (NAS). Bei manchen Routern, darunter viele Fritzbox-Modelle, können Sie optional zusätzlich einen verschlüsselten VPN-Zugang (virtuelles privates Netzwerk) einrichten. Dann erhält das Endgerät, mit dem Sie die Verbindung herstellen, eine interne IP-Adresse der Fritzbox zugewiesen und hat damit die gleichen Zugriffsmöglichkeiten wie im WLAN zuhause.

Auf Wunsch können Sie auch den kompletten Internet-Verkehr des mobilen Geräts über die verschlüsselte Verbindung umleiten. Das macht insbesondere in öffentlichen Hotspots Sinn. Ein drittes Anwendungs-Beispiel ist eine private Cloud zuhause, über die Sie Dateien für andere freigeben können, ohne sie vorher auf einen Internet-Server hochladen zu müssen.

Alle Zugriffe, die von außen ins Heimnetz gehen, haben eins gemeinsam: Daten, die Sie aus oder über das Heimnetz anfordern, werden durch die Upload-Bandbreite Ihres Internet-Zugangs ausgebremst. Wenn diese nur 1 MBit/s beträgt, können Sie von unterwegs aus auch nur mit 1 MBit/s Daten von zuhause laden. Dieser Flaschenhals kommt genauso zum Tragen, wenn Sie über eine VPN-Verbindung zwischen Mobilgerät und heimischem Router im Internet surfen wollen.

Für all diese Anwendungs-Szenarien lohnt es sich also, in eine höhere Upload-Bandbreite zu investieren, sofern technisch möglich. Tipp: Mit zahlreichen DSL-Sonderaktionen können Sie eventuell sparen . Wenn Sie der Artikel überzeugt hat - und Sie mehr DSL-Speed wünschen - können Sie mit den richtigen Maßnahmen leicht das Doppelte herausholen .

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