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Softwareleasing und -miete werden interessanter

21.04.2008 | 10:31 Uhr |

Während sich die Beschaffung beziehungsweise die Finanzierung von Hardware über Leasing- und Mietmodelle in den vergangenen Jahren etabliert hat, blieb Software dabei meist außen vor. Dies liegt an der Bewertung von Software als immateriellem Wirtschaftsgut sowie der fehlenden Einstufung als Asset. Dabei bietet Softwareleasing durchaus Vorteile gegenüber anderen Beschaffungsformen, insbesondere gegenüber dem Investitionskredit. Ein Grund dafür ist, dass Leasing und sonstige Mietgeschäfte nicht direkt den Richtlinien und Vorschriften von Basel II unterliegen. Leasing sorgt nicht nur für Bilanzneutralität, sondern Geldabflüsse (Leasingraten) erfolgen erst mit der Nutzung der Software ("Pay as you earn").

Vor allem Unternehmen mit 500 bis 999 Mitarbeitern interessieren sich für Leasing und Miete. So beschäftigen sich bereits über 30 Prozent der von der Experton Group befragten Unternehmen mit diesen Modellen. Bedingt wird dieser Trend durch eine restriktive Finanzierungspolitik der Banken, verbunden mit einer niedrigen Eigenkapitalquote mittelständischer Unternehmen.

Weil der Bedarf der Unternehmen und die Möglichkeiten der Softwarebeschaffung sich ändern, wird das Lizenz-Management für Unternehmen zukünftig noch komplizierter. Anwender dürften sich verstärkt einer Kombination zwischen den unterschiedlichen Modellen bedienen. Dabei werden "Box"-Produkte mit "Cloud"-Angeboten (gehostete Angebote) genauso selbstverständlich kombiniert wie transaktionsbasierte Bezahlmodelle mit Miet- oder Leasingvarianten.

Die Verantwortlichen in den Unternehmen müssen sich der Bedeutung des Softwarelizenz-Managements bewusst werden. Neben rechtlichen Restriktionen gilt es, wirtschaftlichen Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Hierzu muss Prozess- und Lizenz-Know-how aufgebaut werden. Die Firmen benötigen dafür ein unternehmensspezifisches und leistungsfähiges Software-Informationssystem. Neben einem Überblick über den aktuellen Softwaremarkt ist die Kenntnis der Verteilung und Nutzung von Software essenziell. (ba)

COMPUTERWOCHE

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