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Die 30 besten Tipps für Ubuntu und Linux Mint

06.12.2019 | 13:13 Uhr | Hermann Apfelböck

Wenn Ubuntu oder Linux Mint auf halbwegs aktuelle Hardware trifft, sind diese Systeme bereits nach der Standardinstallation schnell und komfortabel. Mit den folgenden 30 Systemtipps gewinnen Sie aber Leistung, Kontrolle und Bedienkomfort hinzu.

Die folgenden 30 Systemtipps beziehen sich auf Standards und Standardprogramme unter Debian-basierten Distributionen und insbesondere Ubuntu und Linux Mint. Sie dürften aber im Prinzip auch für andere Distributionen gelten, wobei aber die praktische Umsetzung und Programmbezeichnungen abweichen können.

1. Der Zustand von Festplatten (SMART) 

Moderne Festplatten folgen dem SMART-Standard (Self Monitoring, Analysis and Reporting Technology) und können Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. Die einschlägigen grafischen Werkzeuge Gnome-Disks („Laufwerke“) und der KDE-Partitionmanager zeigen die SMART-Werte interner Festplatten an. Das KDE-Tool äußert sich unter „Gerät –› Status“ recht knapp, jedoch ist eine positive „Gesamtbewertung: Healthy“ sowie die Angabe der fehlerhaften Sektoren im Prinzip ausreichend. Gnome-Disks sollte hinter „Allgemeine Einschätzung“ die Aussage zeigen: „Das Laufwerk ist in Ordnung“. Bei SSDs steht hinter „wear-leveling-count“ in der Spalte „Normalisiert“ ein wichtiger Wert: Neue SSDs starten bei „100“ und der Wert reduziert sich mit der Zeit. Nähert er sich der „0“, müssen Sie das Laufwerk umgehend ersetzen.

Per USB angeschlossene Festplatten berücksichtigt das KDE-Tool ebenfalls, Gnome-Disks allerdings nicht. Hier benötigen Sie das Paket „smartmontools“ (sudo apt install smartmontools) und dann folgenden Terminalbefehl: 

sudo smartctl -H /dev/sd[x] 

Wenn der Health-Test mit „PASSED“ beantwortet wird, ist die Tauglichkeit des Laufwerks schon erwiesen. Weitere Details gibt es nach der Eingabe von 

sudo smartctl -A /dev/sd[x] 

und noch ausführlicher mit dem Parameter „-a“. Ein wichtiger Wert ist „ Reallocated_ Sectors_Ct“, der die Zahl defekter Sektoren anzeigt und im Optimalfall eine „0“ bieten sollte.

Gleiches gilt für „Spin_Retry_Count“, weil die hier gezählten gescheiterten Anlaufversuche auf mechanische Mängel deuten. Messwerte wie Seek- und Read Errors sind kaum relevant.

Know-How: Konfigurationsdateien unter Linux

2. Der Zustand des Notebookakkus 

Die Energistatistiken zeigen den Referenzwert „Energie (Design)“ oder „Energie (Entwurf)“, der von „vollständiger Ladung“ nicht zu weit abweichen sollte.
Vergrößern Die Energistatistiken zeigen den Referenzwert „Energie (Design)“ oder „Energie (Entwurf)“, der von „vollständiger Ladung“ nicht zu weit abweichen sollte.

Der Akku ist Verschleißteil Nummer eins im Notebook. Wie es um die Komponente steht, können viele Linux-Desktops recht detailliert mit dem Tool „Energiestatistiken“ ermitteln (gnome-power-statistics, matepower- statistics etc.). Meist führt das unscheinbare Applet in der Systemleiste direkt zu diesem Tool. Neben irrelevanten Infos zeigt „Laptop-Akku –› Details“ die Werte „Energie (Design/Entwurf)“ und „Energie wenn vollständig geladen“. Der erste ist ein idealer Referenzwert, der zweite zeigt die reale Akku-Ladekapazität. Ist die Differenz gravierend, sollten Sie den Nachkauf eines neuen Akkus erwägen. 

Falls ein Desktop das grafische Statistiktool nicht mitbringt, lassen sich diese Werte auch auf der Kommandozeile mit 

upower --monitor-detail 

erfragen. Upower ist meistens Standard oder mit gleichnamigem Paketnamen schnell nachinstalliert.

3. Swapdatei komplett abschalten 

Die Beobachtung der RAM-Auslastung im Taskmanager zeigt auf neuerer Hardware (und auch auf älterer Hardware mit einem dafür angemessenen Linux) praktisch immer, dass keine RAM-Auslagerung auf Festplatte stattfindet. Bei Rechnern mit acht oder 16 GB ist das Dauerzustand. Folglich können Sie dort die Swapdatei komplett abschalten. Das ist mit wenigen Handgriffen erledigt: Im laufenden System beenden diese beiden Terminalbefehle

sudo swapoff /swapfile
sudo rm /swapfile 

die Auslagerung und löschen die Auslagerungsdatei. Zuletzt deaktivieren Sie in der Datei „/etc/fstab“ die Zeile 

/swapfile … 

durch das Kommentarzeichen „#“.

Beachten Sie, dass der Ruhezustand „Bereitschaft“ (Suspend to RAM) weiterhin funktioniert. „Hibernation“ (Suspend to Disk) ist derzeit in den aktuellen Ubuntu-Varianten ohnehin nicht mehr vorgesehen, seit Ubuntu von der Swappartition auf die Swapdatei umgestellt hat.

4. Komprimierte Auslagerung mit Zram

Zram reserviert je nach RAM und CPU erhebliche Speicheranteile.
Vergrößern Zram reserviert je nach RAM und CPU erhebliche Speicheranteile.

Zram ist eine interessante Alternative zur Auslagerung auf Festplatte. Das Kernel-Modul reserviert einen Teil des Arbeitsspeichers, um dort mehrere RAM-Disks anzulegen, die als komprimierter Auslagerungsspeicher bei Engpässen dienen. In den Standardeinstellungen reserviert Zram die Hälfte des verfügbaren Arbeitsspeichers, teilt diesen durch die Anzahl der verfügbaren CPU-Kerne und richtet pro Kern ein Blockgerät ein. Bei einer CPU mit vier Kernen, entstehen vier Swapgeräte mit der Bezeichnung „/dev/zram0“, /“dev/zram1“ etc. Der Speicher wird aber dynamisch vergeben: Solange nichts auszulagern ist, nimmt Zram nichts in Anspruch. Erst wenn Auslagerung benötigt wird, geht RAM nach Bedarf vom physikalisch vorhandenen RAM ab. Zram befindet sich in den Paketquellen von Ubuntu und lässt sich mit minimalen Aufwand einrichten: 

sudo apt install zram-config

Damit ist das Modul sofort aktiv, wie Sie mit 

swapon -s 

leicht kontrollieren können.

Wir empfehlen Zram als Ersatz für die Auslagerungsdatei auf Rechnern mit guter RAM-Ausstattung. Zram soll aber auch auf Rechnern mit geringem Speicher (Raspberry & Co.) Vorteile bringen, da die Auslagerung ins RAM wesentlich schneller ist und effiziente Komprimierung für minimalen Verbrauch sorgt. Zram lässt sich durch Deinstallieren von zram-config wieder abschalten.

Powertipp 1: Standby-Modus für Datenlaufwerke

Bei Laufwerken, die nur Daten enthalten, können Sie Stromverbrauch und Lebensdauer durch Standby-Abschaltung deutlich verbessern. Für interne Datenfestplatten kann das Systemtool Gnome-Disks („Laufwerke“) über „Laufwerkseinstellungen –› Bereitschaft“ den Timer für den Ruhezustand festlegen. Dort gibt es einen Schieberegler, ab welcher Frist der Inaktivität das Gerät in den Standby-Modus geschaltet werden soll.

Bei USB-Festplatten kommt man nur manuell mit dem Tool hdparm ans Ziel. Ermitteln Sie im Terminal zunächst mit 

blkid 

die Laufwerke, Bezeichnungen und UUID-Kennungen. Ist die gewünschte Festplatte beispielsweise „/dev/sdb“, dann aktivieren Sie mit folgendem Befehl den Ruhezustand: 

sudo hdparm -y /dev/sdb 

Wenn das prinzipiell funktioniert, können Sie eine automatische Abschaltung festlegen: 

sudo hdparm -S 180 /dev/sdb 

Der Wert hinter „-S“ steht für „180 x 5 Sekunden“, also 15 Minuten. Diese Konfiguration wirkt allerdings nur bis zum nächsten Neustart des Systems. Für eine dauerhafte Änderung bearbeiten Sie die „hdparm“-Konfigurationsdatei: 

sudo gedit /etc/hdparm.conf 

Fügen Sie im Editor folgende Zeile am Ende der Datei an: 

/dev/disk/by-uuid/[UUID] { spindown_time = 180 } 

Den Platzhalter [UUID] ersetzen Sie – ohne die Klammern – durch die zuvor mit blkid ermittelte UUID. 

5. Auslagerungsaktivität anpassen (Swappiness) 

Wer die Auslagerung nicht abschalten möchte, kann über den „Swappiness“-Wert das Verhalten steuern. Der Wert darf zwischen zehn und 100 liegen. Je höher der Wert, desto aktiver schreibt der Kernel Speicherseiten aus dem RAM in die Swapdatei. Der voreingestellte Standard liegt bei 60. Ein niedriger Wert kann bei guter RAM-Ausstattung, aber langsamer mechanischer Platte vorteilhaft sein. Umgekehrt kann ein hoher Wert die Systemleistung bei wenig RAM verbessern, sofern die Swapdatei auf einer schnellen SSD liegt. Mit diesem Befehl

sudo sysctl vm.swappiness=90 

ändern Sie den Wert temporär. Um einen Wert dauerhaft festzulegen, müssen Sie folgende Konfigurationsdatei bearbeiten: 

sudo nano /etc/sysctl.conf 

Suchen Sie in der Datei nach „vm.swappiness“ und ändern Sie den Wert: 

vm.swappiness=90 

Falls die betreffende Zeile fehlt, fügen Sie sie am Ende der Datei hinzu:

Lesetipp: Linux-Dateisysteme für Fortgeschrittene

6. Einfacheres Systempasswort 

Wer über sudo das System verwaltet, muss sein Systempasswort sehr häufig eingeben. Komplexe und lange Kennwörter sind eher lästig – und auf einem Desktopsystem auch nicht notwendig. Abgesehen vom Erstbenutzer, der bei der Installation eingerichtet wird, haben Ubuntu & Co. allerdings erhöhte Komplexitätsanforderungen an das Passwort für alle weiteren Konten. Das gilt auch bei Passwortänderungen für das Erstbenutzerkonto.

Wie immer unter Linux gibt es eine Stelle, um auch die Standards zu steuern: Öffnen Sie die folgende Datei 

sudo nano /etc/pam.d/common-password 

mit root-Recht, so finden Sie in der ersten „password“-Zeile die Anweisung „obscure“. Das erzwingt eine Mindestkomplexität des Passworts (Sonderzeichen) und kann einfach gelöscht werden. Durch die Ergänzung „minlen=6“ (Beispiel) am Ende derselben Zeile können Sie außerdem die Mindestlänge auf den gewünschten Wert herabsetzen.

Powertipp 2: Ramdisk als Zwischendepot

16 GB RAM sind auf heutigen Notebooks keine Ausnahme mehr. Für den typischen Einsatz mit Office und Mediaplayer ist solche Ausstattung purer Luxus, mit dem sich aber Sinnvolles anfangen lässt. Wenn Sie einen zentralen Ordner, über den Sie den ganzen Datenaustausch inklusive Downloads abwickeln, in eine schnelle Ramdisk verlegen, entstehen mehrere Vorteile: mehr Leistung, automatische Entsorgung beim Herunterfahren, Schonung von SSD/Festplatte, Nutzung der brachliegenden RAM-Ressourcen.

Ein Tipp für brachliegendes RAM: Die in der „fstab“ eingetragene Ramdisk dient hier als temporäres Datendepot in einem Desktopordner.
Vergrößern Ein Tipp für brachliegendes RAM: Die in der „fstab“ eingetragene Ramdisk dient hier als temporäres Datendepot in einem Desktopordner.

Eine Ramdisk ist über die Datei „fstab“ schnell erstellt:

sudo nano /etc/fstab 

Hier fügen Sie die weitere Zeile 

tmpfs /home/ha/Schreibtisch/Ramdisk tmpfs defaults,size=40%,mode=1777 0 0 

hinzu (der Mountpfad des Beispiels muss angepasst werden). Nach dem Speichern starten Sie Linux neu. Die angegebene Kapazität (hier 40 Prozent des Speichers) wird nicht statisch abgezweigt. Bleibt der Mountpunkt ungenutzt, verbraucht die Ramdisk auch keinen Speicher, wovon Sie sich mit einem Taskmanager wie etwa dem Gnome-System-Monitor leicht überzeugen können. Der Umgang mit Ramdisk-Daten erfordert etwas Disziplin und Gewöhnung, weil die Daten beim Shutdown gelöscht werden.

7. Sudo-Passworteingabe mit Kontrolle 

Das Tool sudo nach der Konfigurationsänderung: Sternchen bei der Passworteingabe dienen als Rückmeldung der bereits getätigten Tastatureingaben.
Vergrößern Das Tool sudo nach der Konfigurationsänderung: Sternchen bei der Passworteingabe dienen als Rückmeldung der bereits getätigten Tastatureingaben.

Standardmäßig schreibt man im Terminal das sudo-Kennwort ohne Rückmeldung im Blindflug – eine auf Desktopsystemen eher paranoide Sicherheitseinstellung, um die Länge des Passworts zu verbergen. Es ist aber kein Problem, sich die bereits getippten Buchstaben mit Stellvertreterzeichen „*“ anzeigen zu lassen. Der Aufruf 

sudo visudo 

öffnet die Datei „/etc/sudoers“ im voreingestellten Editor. Unter Defaults env_reset fügen Sie die zusätzliche Zeile Defaults pwfeedback ein. Nach dem Speichern (Strg-O) und Beenden des Editors (Strg-X) zeigt die sudo-Abfrage ein Sternchen pro eingegebenem Zeichen. Unter Linux Mint ist dies inzwischen bereits Standard.

8. Deutsche Systemanmeldung

Wer für sein Systempasswort keine Sonderzeichen benutzt, wird das Problem gar nicht bemerken: Es gibt Fälle, wo zwar das komplette System auf Deutsch eingestellt ist, der Anmeldebildschirm jedoch englisches Tastaturlayout benutzt. Das führt dann bei Zeichen wie „z“, „y“, „ß“, „-“, „=“ zu Anmeldeproblemen. Lösung ist der Eingriff in die Datei „/etc/default/keyboard“. Die Datei enthält nur wenige Zeilen, die maßgebliche sollte 

XKBLAYOUT="de" 

lauten.

Powertipp 3: Rechner abschalten und aufwecken

Ein Cronjob für Rtcwake: Dieser Rechner wird um 1:00 Uhr beendet und hat ab 9:30 Uhr wieder Dienst.
Vergrößern Ein Cronjob für Rtcwake: Dieser Rechner wird um 1:00 Uhr beendet und hat ab 9:30 Uhr wieder Dienst.

Wenn ein PC oder Server zwischen 22:00 Uhr abends und 8:00 Uhr morgens garantiert nicht gebraucht wird, liegt es nahe, ihn für diese zehn Stunden abzuschalten. Das spart Strom und verlängert die Lebenszeit der Hardwarekomponenten. Das Tool Rtcwake , Bestandteil des meist vorinstallierten Standardpakets „util-linux“, kann Rechner sowohl abschalten wie zeitgesteuert wieder einschalten. Im einfachsten Fall sieht ein Kommando so aus: 

sudo rtcwake -m off -s 300 

Der Befehl ist gut geeignet, um zu testen, ob die Hardware prinzipiell mitspielt. Der Schalter „-m“ bestimmt den Abschaltmodus „standby“, „mem“, „disk“, „off“ oder „no“. Das im Beispiel gewählte „off“ fährt das System komplett herunter und Parameter „-s“ gibt in Sekunden an, wann der Rechner wieder starten soll. Um rtcwake als Cronjob abzulegen, muss der Befehl in der Crontab von root untergebracht werden: 

sudo crontab -e -u root 
Folgender Cronjob 
0 22 * * * /usr/sbin/ rtcwake -m off -s 36000 

schaltet den Rechner um 22:00 Uhr ab und startet ihn wieder nach 36 000 Sekunden um 8:00 Uhr. 

9. Multimonitorbetrieb mit Xrandr-Autostart 

Multimonitor-Layout mit xrandr-Script: Den komplexen Befehl kann das grafische xrandr als Shell-Script ablegen, das dann als Autostart dauerhaft für das gewünschte Layout sorgt.
Vergrößern Multimonitor-Layout mit xrandr-Script: Den komplexen Befehl kann das grafische xrandr als Shell-Script ablegen, das dann als Autostart dauerhaft für das gewünschte Layout sorgt.

Bei Multimonitorbetrieb lässt sich über die Systemeinstellungen die Konfiguration und Position der Bildschirme exakt festlegen. Es gibt aber Fälle, wo Systeme diese Einstellung nicht permanent speichern und die Einrichtung bei jedem Start erneut erfolgen müsste – und das wäre unzumutbar.

Unter der Haube nutzen die grafischen Werkzeuge das Tool xrandr, daher kann der passende xrandr-Befehl als Autostart das Problem lösen. Und noch besser: Die Syntax der komplexen xrandr-Kommandos müssen Sie nicht selbst ermitteln. Das kann Ihnen das grafische Tool arandr abnehmen (sudo apt install arandr). Damit arrangieren Sie die Bildschirme mit der Maus nach Wunsch und gehen dann auf „Layout –› Speichern unter“. Das auf diesem Weg gespeicherte Shell-Script legen Sie dann als zusätzlichen Eintrag unter „Startprogramme“ ab.

10. Schriftgrößen optimieren (DPI) 

Bei Standardeinstellungen ist die Bildschirmdarstellung je nach Monitorgröße und Auflösung nicht immer optimal. Viele Programme haben eigene Zoomfunktionen, aber es gibt auch systemweite Methoden. Die Auflösung herabzusetzen ist möglich, geht aber immer mit Qualitätsverlust einher. Bessere Ergebnisse erzielt eine Anpassung der Schriften.

  • Der Gnome-Desktop kann über das Tool Gnome-Tweaks die Schriftgrößen stufenlos skalieren. Die Einstellung lautet dort „Schriften –› Skalierungsfaktor“.

  • Cinnamon unter Linux Mint zeigt in den normalen Systemeinstellungen unter „Schriften“ die allgemeine Option „Skalierungsfaktor der Schrift“. Sie können an gleicher Stelle aber auch die Schrittgrößen für einzelne Objekte im Detail anpassen. 

  • KDE zeigt in den Systemeinstellungen unter „Schriftarten“ den Punkt „DPI für Schriften erzwingen“ und daneben das Eingabefeld für den gewünschten Wert.

  • Der Budgie-Desktop skaliert in den „Budgie Desktop Einstellungen“ unter dem Punkt „Schriftarten“.

  • LXQT zeigt den maßgeblichen Punkt unter „Erscheinungsbild –› Schriften“.

  • Bei Mate gehen Sie in den Systemeinstellungen auf „Erscheinungsbild –› Schriften“ und auf „Details“. Ganz oben lässt sich der DPI-Wert exakt einstellen, sofern Sie vorher die automatische Erkennung abschalten.

  • Unter XFCE finden Sie in den Systemeinstellungen den Punkt „Einstellungsbearbeitung“.

Hier geht es ganz nach unten zur Kategorie „xsettings“. Im Wertefenster finden Sie dann erneut ganz unten den Eintrag „Xft“ mit dem Unterpunkt „DPI“. Den aktuellen Wert können Sie hier durch einen eigenen ersetzen.

Siehe auch: 5 Fragen und Antworten für Linux-Anfänger

11. Bildschirmfarben invertieren

Einfache Farbumstellung mit Xcalib: Das hilft bei ungünstigen Lichtverhältnissen und funktioniert auf jedem Linux.
Vergrößern Einfache Farbumstellung mit Xcalib: Das hilft bei ungünstigen Lichtverhältnissen und funktioniert auf jedem Linux.

Bei sehr ungünstigen (hellen) Lichtverhältnissen wird Text besser lesbar, wenn die typischen Farbverhältnisse (dunkel auf hell) umgekehrt werden. Ad hoc und auf Webseiten mit miserablen Kontrasten kann es genügen, mit Strg-A alles zu markieren und damit die Farbverhältnisse umzuschalten. Ein praktisches Tool, das den kompletten Desktop invertieren kann, ist das Programm Xcalib. Xcalib ist unter Ubuntu und Mint mit 

sudo apt install xcalib 

schnell nachinstalliert. Zum Invertieren der Bildschirmfarben genügt dann dieser Befehl („-i“ für „inverse“, „-a“ für „alter“): 

xcalib -i -a

Mit demselben Befehl kehren Sie wieder auf die normale Einstellung zurück. Wirklich elegant wird dieses Tool, wenn Sie ihm unter „Einstellungen –› Tastatur –› Tastaturkürzel“ noch einen einprägsamen Hotkey spendieren.

Theoretisch lassen sich ähnliche Bildschirmoptimierungen durch einen Wechsel zu einem „HighContrast“-Theme erzielen. Xcalib hat aber den enormen Vorzug, auf jedem Desktop und ohne Recherche der verfügbaren Themen zu funktionieren.

Powertipp 4: Grafische Oberfläche aus- und einschalten

Die Linux-Option, die grafische Oberfläche einfach aus- und (bei Bedarf) wieder einzuschalten, ist vor allem für Platinenrechner interessant. Besonders wichtig wird dieser Trick bei Mini-PCs mit geringer Systemauswahl – wenn beispielsweise nur ein Ubuntu Mate zur Verfügung steht, dessen Desktop aber praktisch nicht benötigt wird. Typisch ist aber auch, dass die Oberfläche zur Einrichtung willkommen ist, danach aber nicht mehr. Wenn Sie nur noch die Serverdienste brauchen (Samba, SSH, Apache), dann lässt sich auf allen Ubuntu-basierten Systemen die Oberfläche mit 

sudo systemctl set-default multi-user.target 

abschalten. Die Maßnahme gilt ab dem nächsten Neustart. Je nach verwendeter Oberfläche werden dadurch einige Hundert MB RAM sowie CPU-Ressourcen frei. Mittels des Kommandos

sudo systemctl set-default graphical.target 

ist der Desktop bei Bedarf auch wieder dauerhaft einzuschalten. Die abgeschaltete Oberfläche können Sie auf der Konsole außerdem jederzeit manuell mit 

startx 

starten. 

12. Shutdown mit Zeitangabe

Nicht selten ergibt sich die Situation, dass man bei Arbeitsende das System beenden möchte, aber nicht beenden kann, weil ein Kopiervorgang oder ein Download noch einige Zeit läuft. Abzuwarten wäre lästig und auch unnötig, denn das Shutdown-Kommando beherrscht sowohl Uhrzeiten als auch Fristen: 

sudo shutdown -P 23:00 
sudo shutdown -P 60 

Der erste Befehl beendet das System exakt um 23:00 Uhr, der zweite nach 60 Minuten. Das sudo-Kennwort wird sofort abgefragt, sodass Sie anschließend den Rechner verlassen können. 

13. Maßnahme gegen Desktophänger

Die Reparaturmethoden der Linux-Desktops bei hängender Oberfläche sind nicht einheitlich. 

Die Hotkeys Strg-Alt-Esc und Strg-Alt-Rücktaste sind relativ verbreitet, aber keineswegs überall gültig. Folgender Trick sollte auf den meisten Distributionen funktionieren, indem er den Display-Manager neu startet (sudo-Recht ist erforderlich). Der jeweils verwendete Display-Manager lässt sich wiederum vorher aus einer Konfigurationsdatei ermitteln: 

dm=$(basename "$(cat /etc/X11/default-display-manager)") 
sudo service $dm restart 

Als knappes Alias „redesk“ ersparen Sie sich den Tippaufwand: 

alias redesk='DM=$(basename "$(cat /etc/X11/default-displaymanager)"); sudo service $DM restart' 

Nach dieser Aktion erscheint der Anmeldebildschirm für eine neue Desktopsitzung. Die Methode funktioniert auch in einer virtuellen Konsole (Strg-Alt-F1), falls die grafische Oberfläche nicht mehr reagiert.

Linux: Mit "tree" die größten Dateien finden und Platzfresser löschen

14. Fensterkiller Xkill optimal nutzen 

Xkill ist praktisch überall vorinstalliert. Es beendet grafische Programme, deren Fenster nicht mehr reagieren, ohne dass Sie Programmname, Fenstername oder PID kennen müssen. Beim Aufruf von xkill verwandelt sich der Mauszeiger in ein Kreuz, mit dem Sie das Programm mit linker Maustaste anklicken und damit beenden. Die rechte Maustaste beendet xkill ohne Aktion.

Mit dem lästigen manuellen Terminalaufruf xkill ist das Tool aber kaum die Hälfte wert. Einige Distributionen verwenden den Hotkey Strg-Alt-Esc, doch meistens ist kein globaler Hotkey eingestellt. Das sollten Sie unter „Systemeinstellungen –› Tastatur –› Tastaturkürzel“ ändern (oder ähnlich lautend), indem Sie xkill unter „Eigene Tastaturkürzel“ eintragen und dem Programm durch Drücken der Tastenkombination Strg-Alt-Esc, Strg-Alt-K oder wie gewünscht zuweisen.

15. Programminfo Xprop optimal nutzen 

Cleverer Hotkey: Zum Abfragen von xprop-Infos genügt die eingestellte Tastenkombination. Das Terminal zur Ausgabe der xprop-Infos startet gleich mit.
Vergrößern Cleverer Hotkey: Zum Abfragen von xprop-Infos genügt die eingestellte Tastenkombination. Das Terminal zur Ausgabe der xprop-Infos startet gleich mit.

Für xprop gilt Ähnliches wie für xkill. Es ist überall Standard, benötigt aber einen manuellen Aufruf im Terminal. Das häufigste Motiv, xprop zu verwenden, ist die Frage nach dem Programmnamen eines Fensters. Also etwa die Frage: Wie lautet der Name des Dateimanagers, den ich gerade benutze? Nach dem Start von xprop verwandelt sich der Mauszeiger in ein Kreuz, mit dem Sie auf das gewünschte Fenster klicken. Im Terminal erscheint dann der zugehörige Programmname. Wer xprop oft benutzt, sollte sich einen Hotkey zurechtlegen.

Da für die Infoausgabe ein Terminal benötigt wird, ist der Befehl für den xprop-Hotkey schwieriger als bei xkill. Folgende Variante funktioniert auf Ubuntu und Linux Mint mit Gnome-Terminal: 

gnome-terminal -e 'sh -c "xprop;sleep 10"'

Die Anzeigedauer der xprop-Information, hier zehn Sekunden, ist beliebig einstellbar.

16. Wartezeit des Grub-Bootloaders

In Dual- oder Multiboot-Umgebungen wartet der Grub-Bootloader standardmäßig zehn Sekunden auf eine Auswahl, bis er das erste, oberste Defaultsystem automatisch wählt. Vor allem dann, wenn man überwiegend dieses System nutzt, ist es sinnvoll, den Eintrag 

GRUB_TIMEOUT=10 

in der Datei „/etc/default/grub“ etwa auf „3“ (Sekunden) zu verkürzen und danach mit dem Kommando 

sudo update-grub

die Bootumgebung neu zu initialisieren.

Tipp: Probleme beim Linux-Start beseitigen

17. Der Programmturbo Preload

Das Tool Preload beschleunigt häufig oder über „Startprogramme“ immer gestartete Anwendungen. Der einfache Dienst protokolliert Ihre Programmvorlieben und lädt die Favoriten vorab in den Arbeitsspeicher.

Der eigentliche Programmstart verläuft dadurch deutlich schneller. Preload ist in den Paketquellen verfügbar und in Ubuntu und Co. mit 

sudo apt install preload 

schnell nachinstalliert. Theoretisch können Sie in die Konfiguration des einfachen Tools manuell eingreifen („/etc/preload.conf“), dies ist jedoch weder erforderlich noch inhaltlich ergiebig.

18. Schnellen Spiegelserver einstellen

Lokaler und schneller Server für Updates und Installationen: Ubuntu und Linux Mint zeigen durch Schnelltests die geeignetsten Kandidaten für den Softwarebezug.
Vergrößern Lokaler und schneller Server für Updates und Installationen: Ubuntu und Linux Mint zeigen durch Schnelltests die geeignetsten Kandidaten für den Softwarebezug.

Für Installationen und Updates benötigen Sie einen Server, der die Paketquellen bereitstellt und möglichst schnell ausliefern soll. Je schneller Ihre Internetverbindung ist, desto mehr profitieren Sie von einem schnellen Spiegelserver. Ubuntu und Linux Mint können den geeignetsten deutschen Server selbst ermitteln: Dazu gehen Sie in Ubuntu auf „Anwendungen & Aktualisierungen“, in Linux Mint zu den „Anwendungspaketquellen““. Dort finden Sie den aktuell eingestellten Spiegelserver. Diesen können Sie anklicken und erhalten unter Linux Mint direkt eine Liste der schnellsten Server, unter Ubuntu gehen Sie auf „Andere“, wonach Sie im Unterfenster die Option „Besten Server auswählen“ antreffen. Auch Ubuntu macht dann einige Verbindungstests und schlägt dann einen Server vor. Für Deutschland immer eine gute Wahl ist netcologne.de, das Sie auch direkt manuell auswählen können.

19. Bash-History mit Schlüsselwörtern

Ein einfacher Trick, um interessante Terminalbefehle bei Bedarf schnell wiederzufinden, besteht in der Kommentierung der Kommandos durch Schlüsselwörter. Ein Beispiel: 

lsblk -o name,fstype,uuid,size,typ e,mountpoint,label # Festplatte Disk 

Der so eingegebene Befehl funktioniert wie gewohnt; alles ab dem Kommentarzeichen „#“ wird ignoriert. Der Befehl landet aber inklusive Kommentar in der Datei „~/.bash_ history“. Folglich können Sie später in der Historysuche (Strg-R) ein Schlüsselwort wie „Festplatte“ eingeben und die Suche wird Ihnen die Befehle mit diesem Kommentar anbieten.

20. Besser lesbare Manpages

Man-Hilfeseiten in den grafischen Editor umleiten: Das vereinfacht Navigation und Suche in den unbeliebten, aber unvermeidlichen Manpages.
Vergrößern Man-Hilfeseiten in den grafischen Editor umleiten: Das vereinfacht Navigation und Suche in den unbeliebten, aber unvermeidlichen Manpages.

Manpages sind eine doppelte Zumutung: erstens inhaltlich, weil sie niemals anschauliche Beispiele enthalten, zweitens technisch aufgrund des antiken Standardviewers. Immerhin dieser zweite Mangel lässt sich ohne großen Aufwand beheben, indem Sie den Text an den Editor Ihrer Wahl schicken (hier gedit): 

function man () 

    /usr/bin/man $* > ~/mantemp.txt 

    if [ -s ~/mantemp.txt ]; then 

    gedit ~/mantemp.txt & disown 

    fi

}

Wenn Sie diese Funktion in die Datei „~/.bashrc“ eintragen, erhalten Sie angeforderte Hilfeseiten künftig im grafischen Editor angezeigt.

21. Reduzieren von Systemmüll 

Die Paketverwaltung von Debian, Ubuntu, Mint speichert die heruntergeladenen Pakete bei Installation und Aktualisierung in einem Zwischenspeicher unter „/var/ cache/apt/archives“. Diesen Cache, der über Monate und Jahre erheblich anwachsen kann, leeren Sie mit 

sudo apt-get clean

am besten regelmäßig. 

Eine weitere Halde von Systemdaten kann sich durch deinstallierte Software ergeben, deren abhängigen Pakete weiter auf dem System verbleiben. Der Befehl 

sudo apt-get autoclean 

kann solche Pakete ermitteln und löschen. Das Dateisystem Ext4 reserviert auf jeder Partition einen Speicherbereich für das Konto root. Das soll gewährleisten, dass sich root auch auf voller Systempartition noch anmelden kann. Aus historischen Gründen liegt der reservierte Platz bei fünf Prozent, das sind bei einer 240-GB-SSD immerhin 12 GB. Die Reserve können Sie mit dem Tool tune2fs gefahrlos verringern: 

sudo tune2fs -m 3 /dev/sda1 

Dies verringert die Anzahl der reservierten Blöcke auf „/dev/sda1“ auf drei Prozent.

Netzwerk: Versteckte Pakete mit Linux verschicken

22. Benutzerdateien komprimieren

Für effiziente Komprimierung ist Tar erste Wahl. Ein typischer tar-Befehl zum Einpacken beginnt mit einigen Optionen, nennt dann das Zielarchiv und zuletzt Ordnerpfad oder Dateimaske der zu sichernden Daten: 

tar -czvf depot.tar.gz Depot 
tar -czvf pdf.tar.gz *.pdf

Das Beispiel geht davon aus, dass sich tar im richtigen Verzeichnis befindet.

Die Nutzung gepackter „tar.gz“-Archive ist unter Ubuntu und Mint mit dem Archivmanager praktisch genauso komfortabel wie der Umgang mit unkomprimierten Daten im Dateimanager. Es ist also nicht nötig, die Daten für jede Nutzung auszupacken.

23. Samba versus SSH 

Aufräumarbeiten beim Dateibestand von Linux-Servern lassen sich auf Netzfreigaben über Samba erledigen. Der effiziente Weg ist das aber definitiv nicht, vor allem wenn diese Arbeiten viele Löschaktionen beinhalten.

Verschieben, Löschen, Aufräumen ist über das SSH-Terminal und damit direkt am Server weitaus schneller als mit der Vermittlung über Samba. Aufräumen sollten Sie daher immer mit dem SSH-Terminal – und hier am bequemsten mit dem Midnight Commander! 

24. Hostname (Rechnername) ändern 

Bei der Installation eines Desktopsystems bestimmen Sie den Hostnamen des künftigen Systems selbst. Bei den komplett ausgelieferten Systemimages für Platinenrechner ist der Hostname hingegen vorgegeben und wenig aussagekräftig („raspberry“, „odroid“). Und auch bei der Installation von Desktopsystemen kann sich ein achtlos vergebener Hostname später als ungünstig herausstellen: Hostnamen erscheinen in der Routerübersicht und werden als Browseradressen und in Netzkommandos genutzt. Eine nachträgliche Änderung ist aber kein Problem. Sie öffnen mit root-Recht folgende Datei 

sudo gedit /etc/hostname 

und tragen statt des bisherigen Namens den neuen ein. Danach starten Sie den Rechner neu. 

25. Feste IP für Linux-Geräte 

Feste IPv4-Adresse für Server aller Art: Der Rechner kann eine bestimmte IP über seine Netzwerkeinstellungen anfordern. Alternativ ist die direkte IP-Vergabe in der Routerkonfiguration.
Vergrößern Feste IPv4-Adresse für Server aller Art: Der Rechner kann eine bestimmte IP über seine Netzwerkeinstellungen anfordern. Alternativ ist die direkte IP-Vergabe in der Routerkonfiguration.

Server sowieso, aber letztlich jeder Linux-Rechner, der in irgendeiner Weise etwa per SSH oder Samba erreichbar ist, benötigt eine feste IPv4-Adresse im lokalen Netz. Nur so ist der Rechner via SSH, Samba im Dateimanager oder Apache im Browser zuverlässig erreichbar. Die gewünschte IP können Sie über das Netzwerkapplet in den Systemeinstellungen anfordern, indem Sie unter „IPv4“ die automatische DHCP-Vergabe abschalten und die Methode „Manuell“ einstellen. Darunter geben Sie die Wunsch- IP im lokalen Adressraum ein, darunter „255.255.255.0“ als Netzmaske und die Router-IP als „Gateway“. Nach dem nächsten Neustart gilt die neue IP-Adresse, sofern sie nicht anderweitig vergeben ist.

Alternativ funktioniert das auch über die Konfigurationsoberfläche des Routers. In der Fritzbox  finden Sie unter „Heimnetz –› Netzwerkverbindungen“ ganz unten die Schaltfläche „Gerät hinzufügen“. Hier geben Sie „Name“ (Hostname) und „MAC-Adresse“ des Geräts ein (siehe unten), darunter die Wunsch-IP. Die Fritzbox wird nun melden, dass das Gerät bereits unter einer anderen IP bekannt ist, und Sie müssen mit „OK“ bestätigen, dass Sie die bisherige Einstellung überschreiben wollen. Danach starten Sie das Gerät neu. Hostname und die physikalische MAC-Adresse eines Rechners erfahren Sie mit den Terminalbefehlen hostname und ip adress auf dem jeweiligen Gerät.

Powertipp 5: Platzsparende Startericons

Starterverknüpfungen für Programme sind einfache Textdateien unter „/usr/share/applications“ mit der Endung „.desktop“ und einem Standardsatz von Direktiven wie „Name=…“, „Exec=[Programmaufruf]“ oder „Icon=[Icondatei]“. Das Format solcher Desktopdateien erlaubt aber nicht nur einen Programmaufruf, sondern eine beliebige Anzahl von Startern. Diese bietet das Startericon nach Rechtsklick im Kontextmenü an, sofern es in eine Starterleiste eingebaut ist. Ideal ist das Dock Plank (Paketname „plank“), aber auch das Starterdock von Ubuntu ist möglich.

Der Einbau des Icons in das Plank-Dock ist besonders einfach: Es genügt, die Desktopdatei irgendwo ins Home-Verzeichnis, etwa nach „~/.local/share/applications“ zu kopieren, dort über den Dateimanager und „Eigenschaften“ ausführbar zu schalten und anschließend mit der Maus in das Dock zu ziehen.

Zum Einbau in den Starter von Ubuntu 18.xx/19.xx muss das Script nach „~/.local/share/applications“ und dort ausführbar geschaltet werden. Nur an dieser Stelle berücksichtigt es die Gnome-Programmübersicht (das Symbol mit neun Punkten) und kann von dort per Rechtsklick und „Zu Favoriten hinzufügen“ in das Dock übernommen werden. Beachten Sie, dass im Ubuntu-Dock Script-Änderungen immer erst nach einer Neuanmeldung aktiv werden, während das Plank-Dock Änderungen im laufenden Betrieb einliest.

Das Dateimanager-Icon im Plank-Dock zeigt und lädt nach Rechtsklick eine ganze Reihe wichtiger Ordner. Die Abbildung zeigt auch einen Teil der dafür verantwortlichen Desktopdatei.
Vergrößern Das Dateimanager-Icon im Plank-Dock zeigt und lädt nach Rechtsklick eine ganze Reihe wichtiger Ordner. Die Abbildung zeigt auch einen Teil der dafür verantwortlichen Desktopdatei.

Die Script-Datei in der Abbildung zeigt das Prinzip: Unter „[Desktop Entry]“ ist die Hauptaktion für den Linksklick definiert. Der Eintrag „Actions=“ in der Hauptsektion meldet die nachfolgenden Zusatzaktionen an, die dann in den Untersektionen als „[Desktop Action <Name>]“ nur noch eine Bezeichnung und den Programmaufruf benötigen. Der Einfachheit halber nummerieren Sie dabei die „Actions“ einfach durch.

Drei Beispiele auf https://paste.ubuntu.com/p/2Tkrp8tH8b/ liefern Ihnen Vorlagen für solche Desktopdateien, um die einfache, aber doch lästige Tipparbeit auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Themen in Tech-up Weekly #170:

► Shadow: Cloud Gaming ab 12,99 Euro im Monat
www.pcwelt.de/news/Shadow-Cloud-Gaming-ab-12-99-Euro-im-Monat-10692849.html

► Vodafone schließt “größtes LTE-Funkloch Deutschlands”
www.pcwelt.de/news/Vodafone-schliesst-groesstes-LTE-Funkloch-Deutschlands-10691536.html

Quick-News:

► Google-KI schlägt 99,8 Prozent aller Starcraft 2 Spieler
www.pcwelt.de/news/Google-KI-schlaegt-99-8-Prozent-aller-Starcraft-2-Spieler-10694094.html
► Neue Netflix-Funktion sorgt für Wirbel im Netz und in Hollywood
www.pcwelt.de/news/Neue-Netflix-Funktion-sorgt-fuer-Wirbel-im-Netz-und-in-Hollywood-10692744.html
► EA-Spiele demnächst wohl wieder bei Steam erhältlich
www.pcwelt.de/news/Electronic-Arts-EA-Spiele-demnaechst-wohl-wieder-bei-Steam-erhaeltlich-10692013.html

►Nvidia: Neuer Shield TV und Shield TV Pro 2019 vorgestellt
www.pcwelt.de/news/Nvidia-Neuer-Shield-TV-und-Shield-TV-Pro-2019-vorgestellt-10692071.html

►Verbot sexueller Nutzung von Emojis auf Facebook und Instagram
www.pcwelt.de/news/Verbot-sexueller-Nutzung-von-Emojis-auf-Facebook-und-Instagram-10694072.html

►Core i9 9900KS: Intels Top Gaming CPU startet
www.pcwelt.de/news/Core-i9-9900KS-Intels-Top-Gaming-CPU-startet-10692549.html

Fail der Woche:

► “Kein Handy vor 11 Jahren!”, fordert Deutschlands oberster Kinderarzt
www.pcwelt.de/news/Kein-Handy-vor-11-Jahren-fordert-Deutschlands-oberster-Kinderarzt-10693340.html



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