2543029

So verwaltet Skylum Luminar Bilder

27.10.2020 | 11:00 Uhr | Markus Schelhorn

Mit Luminar 4.3 lassen sich die Bilder komfortabel und intuitiv verwalten. Erfahren Sie, wie man den Bildbrowser optimal verwendet.

Erst Ende 2018 hat Skylum sein Bildbearbeitungsprogramm Luminar mit der Möglichkeit erweitert, die eigene Fotosammlung auch verwalten zu können . Der Vorteil hierbei ist, dass die Bildverwaltung von Grund auf modern gestaltet wurde. Das merkt man bereits beim ersten Blick: Die Bilder ordnet das Programm nahtlos aneinander, flüssig kann man durch die Bildersammlung scrollen.

Ein Überblick des Bildbrowsers von Luminar

Dank seines klar strukturierten und aufgeräumten Designs findet man sich im Bildbrowser von Skylum Luminar 4.3 schnell zurecht. Zudem bietet das Programm einige Möglichkeiten, mit denen man seine Fotos nach eigenen Wünschen ordnet und organisiert.

Skylum Luminar 4.3 für 89 Euro kaufen

Über das Plus-Symbol oben links können Sie Ordner zufügen, die Fotos enthalten. Diese erscheinen in der rechten Spalte im Bereich „Ordner“. Luminar erstellt automatisch eine Verknüpfung, mit dessen Hilfe Sie alle zugefügten Fotos nach ihrem Aufnahmedatum geordnet anzeigen lassen können. Im Bereich „Alben“ hat man die Möglichkeit, eigene Alben anzulegen und mit thematisch passenden Fotos zu befüllen.

In der oberen Werkzeugleiste lässt sich in vier Schritten die Größe der Fotos in der Galerieansicht ändern. Auch kann man in dieser Leiste zwischen Galerie- und Einzelbild-Ansicht umschalten.

Mit einer Sternebewertung und Farbetiketten lassen sich Fotos schnell einordnen und später nach diesen Kriterien filtern.
Vergrößern Mit einer Sternebewertung und Farbetiketten lassen sich Fotos schnell einordnen und später nach diesen Kriterien filtern.
© Markus Schelhorn

Fotos lassen sich mit Sternebewertungen (Tasten 0 bis 5) und Farbmarkierungen (Tasten 6 bis 9) kennzeichnen. Über ein kleines Herz-Symbol, das die Vorschaubilder unten rechts anzeigen, können Sie die Favoriten Ihrer Sammlung markieren. Die Fotos lassen sich in der Galerie-Ansicht nach diesen Kriterien filtern und nach acht Merkmalen sortiert anzeigen, darunter Aufnahmezeit, Bewertung oder Dateigröße. So finden Sie auch in einer umfangreichen Fotosammlung schnell die gewünschten Bilder. Hinweis: Sterne- und Farbmarkierungen lassen sich nicht exportieren, wie es beispielsweise mit Lightroom möglich ist.

Die rechte Seitenleiste des Bildbrowsers zeigt unter „Ordner“ alle Ordner an, die Sie importiert haben. Unter „Alben“ können Sie eine eigene Auswahl von Bildern zusammenfassen, ohne diese im Dateisystem verschieben zu müssen. Praktisch: alle Bilder in der Sammlung zeigt Luminar auf Wunsch nach Jahren und Monaten sortiert an.
Vergrößern Die rechte Seitenleiste des Bildbrowsers zeigt unter „Ordner“ alle Ordner an, die Sie importiert haben. Unter „Alben“ können Sie eine eigene Auswahl von Bildern zusammenfassen, ohne diese im Dateisystem verschieben zu müssen. Praktisch: alle Bilder in der Sammlung zeigt Luminar auf Wunsch nach Jahren und Monaten sortiert an.
© Markus Schelhorn

So organisiert Luminar Ihre Bilder

Wie Lightroom und viele andere Bildverwaltungsprogramme nutzt Luminar einen eigenen Katalog. Das bedeutet, dass das Programm Vorschaubilder von den Fotos erstellt und in seinem Katalog speichert. Die Originaldateien bleiben übrigens an dem angestammten Platz im Dateisystem. Die größte Stärke des Luminar-Kataloges ist, dass es auch dann die Verknüpfung zu dem Originalfoto behält, wenn man es im Dateisystem verschiebt oder umbenennt. Hier verlieren die meisten Alternativen wie Lightroom die Verknüpfung.

Im Einzelbildmodus wechselt Luminar vom Katalog in den Bearbeiten-Modus. Wer möchte, kann einen Filmstreifen einblenden. Dazu wählt man den Menüpunkt „Darstellung > Filstreifen ausblenden/anzeigen“.
Vergrößern Im Einzelbildmodus wechselt Luminar vom Katalog in den Bearbeiten-Modus. Wer möchte, kann einen Filmstreifen einblenden. Dazu wählt man den Menüpunkt „Darstellung > Filstreifen ausblenden/anzeigen“.
© Markus Schelhorn

Doch warum nutzt Luminar einen eigenen Katalog? Das liegt an einigen Vorteilen, die diese Art der Bildverwaltung bietet. Zu einem können Sie auf diese Weise virtuelle Ordner anlegen, deren Bilder nicht im Dateisystem Ihres Rechners verschoben werden müssen. Luminar nennt diese virtuellen Ordner „Alben“.  So können Sie beispielsweise ein Album anlegen, das alle Bilder eines Urlaubs enthält. Ein weiterer Vorteil eines katalogbasierten Bildbrowsers: Bearbeiten Sie mit Luminar ein Foto, dann bleibt die Originalversion erhalten. Zudem bleibt der Speicherplatz geschont, denn erst wenn Sie ein Foto exportieren, wird eine Kopie des Fotos mit den Änderungen erstellt.

Auch interessant: Skylum Luminar als Lightroom-Ersatz

Tipp : Verschieben Sie Fotos von einem Ordner in den anderen, dann ändert sich der Speicherort im Dateisystem entsprechend. Auch können Sie Fotos oder Ordner vom Dateisystem löschen.

Tipp : Nutzen Sie mehrere Speichermedien, dann sichern Sie einen neuen Katalog auf das schnellste Medium – beispielsweise auf einen SSD-Speicher statt auf einer langsameren Festplatte. Dadurch lädt Luminar die Vorschaubilder noch flotter.

Tipp : Mit Luminar lässt sich ein Foto bearbeiten, ohne es in den Katalog mit aufnehmen zu müssen. Klicken Sie dazu oben links auf das Plus-Symbol und wählen „Einzelbild bearbeiten“. Diese Möglichkeit bieten viele andere Programme wie Lightroom nicht.

Fazit Skylum Luminar Bibliothek

Auch eine umfangreichere Fotosammlung lässt sich mit Skylum Luminar bequem und flott verwalten. Denn der Bildbrowser ist klar gegliedert aufgebaut und schnell. Zudem kann man beispielsweise mit eigenen Alben und Sternebewertung seine Fotos sortieren und bewerten. Eine Einschränkung beispielsweise gegenüber Adobe Lightroom ist, dass sich die Fotos nicht mit Stichwörtern versehen lassen, da Luminar noch keine IPTC-Daten unterstützt. Doch diese Funktion hat Skylum für eine kommende Version angekündigt.

PC-WELT Marktplatz

2543029