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So profitieren Cyber-Kriminelle von Spam

02.10.2009 | 12:15 Uhr |

Spam ist eine der großen Plagen des Internets.
Vergrößern Spam ist eine der großen Plagen des Internets.
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Der wohl bekannteste Zweig des Cyber-Crimes ist sicherlich der massenhafte Versand von unerwünschten E-Mails, kurz Spam. Auch innerhalb der Szene ist dieser Bereich laut G-Data sehr beliebt, was unter anderem daran liegt, dass hier sehr viel Geld zu verdienen ist. Der Versand von 1.000.000 Spam-E-Mails kostet ca. 250 bis 700 US-Dollar bei einem Botnetzbesitzer. Mit einem eher kleinen Botnetz von rund 20.000 Bots benötigt dieser für die Ausführung des Auftrags bei beispielsweise zwei Mails pro Sekunde und aktivem Bot gerade mal 25 Sekunden.

Daraus erklärt sich auch das große Interesse, stetig weitere Bots für das eigene Netz zu beschaffen. Der Kunde kann wählen, wohin sein Spam gehen soll. So bieten viele Botnetz-Betreiber eine geographisch eingegrenzte Versendung von Spam-Mails an. Auch ein Versand an spezielle Interessensgruppen ist möglich, zum Beispiel an Online-Spieler. Adresslisten können die Täter problemlos in den Shops der meisten Boards oder auch bei Providern, die einen Bulk-E-Mail Service anbieten, käuflich erwerben. Diese sind meist nach diversen Kategorien oder Quellen sortiert. Nicht selten werben die Verkäufer damit, dass die Adressen bisher keinen Spam erhalten haben. Dies heißt aber nur, dass die Liste bisher nicht an anderer Stelle verkauft wurde, und schließt dementsprechend nicht aus, dass die Adressen noch nie von ande

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