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So nutzen Sie Container für kleinere Datenmengen

24.05.2011 | 12:10 Uhr | Hermann Apfelböck, Thorsten Eggeling, Christian Löbering

Zum Schutz einiger privater Texte, Tabellen oder Bilder müssen Sie nicht einen ganzen Datenträger verschlüsseln. Dafür ist eine kleine, handliche Container-Datei genau die richtige Lösung. Überlegen und planen Sie aber vorab, auf welche verschlüsselten Datenmengen Sie mittel- und langfristig kommen werden. Denn viele kleine Container-Dateien mit unterschiedlichen Kennwörtern sind im Laufe der Zeit schnell unkomfortabel. Nicht zuletzt besteht die Gefahr, dass Sie sich bei einem selten genutzten Container selbst aussperren, weil Sie das Kennwort vergessen.

So einfach legen Sie einen Datencontainer an: Sie vergeben ein Kennwort und definieren die Speicherkapazität in MB oder GB. Nach kurzer Initialisierungszeit können Sie den neuen Container laden und befüllen.
Vergrößern So einfach legen Sie einen Datencontainer an: Sie vergeben ein Kennwort und definieren die Speicherkapazität in MB oder GB. Nach kurzer Initialisierungszeit können Sie den neuen Container laden und befüllen.

Neue Containerdatei anlegen: PerfectCrypt bietet für diese wie für (fast) alle Aufgaben mehrere Bedienvarianten:
A. Sie starten die Software. Im Programmfenster verwenden Sie die Schaltfläche „Container-Datei anlegen“, navigieren dann im Explorer-Fenster zum gewünschten Ordner und vergeben einen Namen für die neue Container-Datei. Danach schließen Sie das Fenster mit „Speichern“. B. Alternativ klicken Sie im Windows-Explorer einfach auf die rechte Maustaste und wählen „Neu ➞ PerfectCrypt-Container“. Ändern Sie dann den Standardnamen „PerfectCrypt-Container (neu)“ nach Wunsch, und doppelklicken Sie auf die neue Datei. Bei beiden Vorgehensweisen erscheint danach ein kleines Fenster, in dem Sie das Kennwort und die Container-Größe festlegen. Ist dies erledigt, klicken Sie auf „Anlegen“ und erhalten als letzte Abfrage das Fenster „Laufwerk einhängen“, in dem Sie nach Aufklappen der Laufwerksliste einen freien Laufwerksbuchstaben auswählen. Danach wird Ihr Daten-Container automatisch als Laufwerk geladen und im Windows-Explorer angezeigt. Sie können ihn nun beliebig mit Dateien befüllen. Wichtig: Dateien, von denen es keine unverschlüsselte Kopie mehr geben soll, müssen Sie dorthin verschieben, statt sie nur zu kopieren.

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Nachteil bei Windows XP: PerfectCrypt kann bei Windows XP nicht seinen vollen Bedienkomfort ausspielen. Beim Anlegen eines neuen Containers erscheint vielmehr der umständlichere Assistent von Truecrypt . Technischer Hintergrund ist die Tatsache, dass der kürzere, elegantere Weg Container im UDF-Format anlegen würde, die sich bei Windows XP zwar lesen, aber nicht ändern und befüllen ließen. Windows 7 und Vista haben diese Einschränkung nicht mehr.

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Virtuelles Laufwerk schließen: Sobald Sie das virtuelle Laufwerk eines Containers schließen („trennen“, „abmelden“), sind alle Dateien darin geschützt. Dies geschieht ohne Ihr Zutun, wenn Sie den PC herunterfahren. Eine Abmeldung reicht nicht. Um ein Container-Laufwerk aktiv zu trennen, gibt es wieder mehrere Möglichkeiten:

A. Sie starten PerfectCrypt. Im Programmfenster markieren Sie in der Liste „Verfügbare Laufwerke“ den Container, den Sie schließen wollen, und klicken auf die Schaltfläche „Container oder Laufwerk aushängen“. B. Sie doppelklicken im Windows-Explorer-Fenster des virtuellen Laufwerks auf die Batchdatei „Container_abmelden.cmd“. Die befindet sich standardmäßig im Hauptverzeichnis jedes verschlüsselten Containers.
C. Sie doppelklicken auf die Containerdatei. PerfectCrypt erkennt automatisch, ob es sich um einen eingehängten oder getrennten Container handelt. Ein eingehängter wird dann automatisch getrennt.
D. Schließlich haben Sie noch die Möglichkeit, im Windows-Explorer unter „Computer“ oder „Arbeitsplatz“ (Windows XP) das virtuelle Laufwerk zu entladen. Dies geschieht nach Rechtsklick über die Option „PerfectCrypt: Laden/Entladen“.

So soll es sein: Der Blick mit einem Textprogramm in einen verschlüsselten Container verrät nichts. Kein Unbefugter kann mit diesem Zeichensalat etwas anfangen.
Vergrößern So soll es sein: Der Blick mit einem Textprogramm in einen verschlüsselten Container verrät nichts. Kein Unbefugter kann mit diesem Zeichensalat etwas anfangen.

Virtuelles Laufwerk laden: Am einfachsten geht’s per Doppelklick auf die gewünschte Container-Datei. Alternativ können Sie PerfectCrypt starten, den Container in der Liste markieren und dann auf die Schaltfläche „Container oder Laufwerk einhängen“ klicken. Danach werden Sie noch nach dem Kennwort und dem gewünschten Buchstaben für das virtuelle Laufwerk befragt.

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