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So laufen Ihre USB-Geräte endlich schneller!

28.09.2016 | 10:40 Uhr |

USB-Festplatten und USB-Sticks gehören zu den langsamsten Rechner-Komponenten. Umso wichtiger ist es, die gesamte Leistung auszureizen – durch den richtigen Anschluss oder einen Cache.

Heute sollte jeder PC über mehrere schnelle USB-3.0-Anschlüsse verfügen, die bis zu 500 MB/s Datendurchsatz schaffen. Bei älteren Geräten ist dies oft nicht der Fall – sie sind lediglich mit USB 2.0 ausgestattet. Bei ganz alten Rechnern ist häufig sogar nur das extrem langsame USB 1.1 vorhanden.

Auf PCs ohne USB 3.0 brauchen Sie Geduld: Das Kopieren von Daten vom und auf einen USB-Stick oder eine externe Festplatte mit USB 3.0 dauert eine halbe Ewigkeit. Einfache Lösung: Rüsten Sie Ihren PC mit einer USB-3.0-Karte nach – schon profitieren Sie von der hohen USB-3.0-Übertragungsgeschwindigkeit, die bis zu zehn Mal schneller als USB 2.0 ist. Zudem punktet USB 3.0 in der Regel auch durch eine verbesserte Energieeffizienz.

Älteren PC mit USB 3.0 nachrüsten

Das Angebot an Nachrüstkarten für den PCI-Express-Steckplatz (PCIe) reicht von günstigen Zweifach-USB-Schnittstellenkarten ab rund 10 Euro bis hin zu teuren 7-Port-Einbaukarten ab 50 Euro. Meist genügt die günstige Variante. Zum Einbau ziehen Sie zunächst das Stromkabel vom PC-Gehäuse ab, schrauben den Rechner auf und entfernen die Abdeckung an einem freien Steckplatz. Schieben Sie die neue USB-Karte mit beiden Händen in Steckplatz und schrauben Sie diese fest.

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Welche Tempovorteile Sie von USB 3.0 erwarten dürfen

Den maximalen Datendurchsatz von 500 MB/s bei USB 3.0 werden Sie in der Praxis allenfalls bei Verwendung eines SSD-Laufwerks mit USB 3.0 ausreizen. Und auch SSDs schaffen die Nenngeschwindigkeit nicht, denn die physikalisch maximal mögliche Übertragungsrate von USB 3.0 liegt nach Abzug der Verwaltungsdaten (Overhead) bei rund 420 MB/s. Für dieses Tempo ausgelegte Geräte sind mit dem offiziellen USB-Super-Speed-Logo gekennzeichnet.

Auch wenn USB 3.0 nicht den Beschleunigungsfaktor 10 erreicht, so ist der Temposprung doch respektabel und im Alltagseinsatz deutlich spürbar. Das noch schnellere USB 3.1 schafft übrigens theoretisch sogar Datenübertragungen mit bis zu 1212 MB/s .

Viele Faktoren beeinflussen die Leistungsfähigkeit eines USB-3.0-Geräts in der Praxis. Bei externen USB-3.0-Festplatten begrenzt hauptsächlich die Drehgeschwindigkeit, mit der die Datenscheiben rotieren, die Transferraten. Zudem beeinflusst der Durchmesser, die Anzahl der Datenscheiben und der Cache das Tempo – je größer, desto höher ist es.

Geschwindigkeitsfallen bei USB-Sticks erkennen

Die schnellsten USB-3.0-Sticks erreichen Datentransferraten von bis zu 300 MB/s. Bei den Sticks bestimmt an erster Stelle die Qualität der Flash-Speicherchips das resultierende Tempo. So verwenden die flottesten Sticks SLC-Chips (Single Level Cell). SLC-Chips speichern mit einer fest definierten Spannung nur ein Bit pro Flash-Zelle. Das geht schneller und belastet die Zellen nicht so stark wie bei MLC-Chips (Multi Level Cell), die bis zu vier Bit pro Flash-Zelle sichern, dafür aber auch unterschiedliche Spannungen anlegen müssen. MLC-Chips erlauben so höhere Speicherkapazitäten pro Fläche und sind deshalb auch preisgünstiger als ihre SLC-Pendants, altern dafür aber auch schneller. Allerdings: Kaum ein Hersteller kommuniziert, welche Chips er in einem bestimmten Stick-Modell verwendet.

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Wenn das Anschlusskabel USB 3.0 ausbremst

Beim Anschluss von USB-3.0-Geräten gilt: Die resultierende Geschwindigkeit richtet sich nach dem schwächsten Glied in der Kette. Ein USB-3.0-Gerät wird also an einem USB-2.0-Anschluss maximal 60 MB/s (High-Speed-Modus bei USB 2.0) erzielen. Um die vollen 500 MB/s (Super-Speed-Modus) zu erreichen, benötigten Sie einen USB-3.0-Anschluss und ein USB-3.0-Kabel. Sie erkennen es am blau gefärbten Innenteil. Es darf bis zu 4,5 Meter lang sein. Im Vergleich dazu sind ältere USB-Kabel innen meist weiß oder schwarz.

Die Stecker bei USB 3.0 haben gegenüber USB 2.0 fünf zusätzliche Kontakte. Dennoch ist USB 3.0 teilweise abwärtskompatibel zu USB 2.0. So lassen sich USB-2.0-Geräte mit Stecker-Typ A etwa problemlos an einem USB-3.0-Port vom Typ A betreiben und umgekehrt.

Den USB-Stick mit dem richtigen Dateisystem formatieren

USB-Sticks lassen sich genauso wie Festplatten mit verschiedenen Dateisystemen formatieren. Oft wird FAT32 verwendet, da es von Windows, Linux und Mac OS X unterstützt wird. Weiterer Vorteil von FAT32 ist die Kompatibilität zu Druckern. Nachteil: Bei FAT32 werden nur maximal 4 GB große Dateien unterstützt. Bei Videos, virtuellen Maschinen und anderen großen Dateien kann dies zu Problemen führen. Wer größere Dateien auf einen Stick kopieren möchte, formatiert ihn mit einem anderen Dateisystem. Hierzu klicken Sie im Explorer mit der rechten Maustaste auf den USB-Stick und wählen „Formatieren“. Nun haben Sie die Möglichkeit, den USB-Stick mit den Dateisystemen FAT32, NTFS und exFAT neu zu formatieren.

Falls Sie Ihren USB-Stick nur in Windows verwenden, ist das Dateisystem exFAT die beste Wahl.
Vergrößern Falls Sie Ihren USB-Stick nur in Windows verwenden, ist das Dateisystem exFAT die beste Wahl.

NTFS kennt keine Begrenzung hinsichtlich der Dateigröße. Allerdings wird NTFS im Unterschied zu FAT32 nur von Windows und aktuelleren Linux-Versionen vollständig unterstützt. Beide Systeme lesen und schreiben Dateien. Mit Mac OS X können Sie den Inhalt von NTFS-Speichermedien lediglich lesen. NTFS arbeitet teilweise ein Stück weit langsamer als FAT32 und beim Entfernen eines USB-Sticks ohne zuvor die Auswerffunktion zu aktivieren können Daten schneller verloren gehen.

USB-Sticks - Das gibt es beim Kauf zu beachten

Bei exFAT handelt es sich um ein Dateisystem, das speziell für USB-Sticks und andere Flash-Speicher entwickelt wurde. Aktuell wird es nur von Windows 7, 8 und 10 unterstützt. Über ein kostenloses Update ( http://tinyurl.com/ol322 m4 ) können Sie das Dateisystem exFat auch unter Windows XP nutzen.

 

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