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So finden Sie die wichtigen Infos fürs Update

02.07.2002 | 12:54 Uhr |

Sie benötigen folgende Infos: Hersteller der Platine, Platinenmodell und Bios-Version. Hersteller und Modell sollten im Platinenhandbuch zu finden sein. Ist das bereits ins Altpapier gewandert? Die Modellbezeichnung ist meist auf der Platine aufgedruckt, oder es befindet sich ein Aufkleber auf einem Kartensteckplatz. Beachten Sie unbedingt die Revisionsnummer - etwa MS6163 VER2. Die Platine mit dieser Revisionsnummer unterscheidet sich von Version 1 der MS-6163 und benötigt ein anderes Bios-Update.

Haben Sie das Platinenmodell herausgefunden, können Sie etwa per Internet-Suchmaschine nach dem Hersteller fahnden. Auch der Bildschirm, der direkt nach dem Rechnerstart erscheint, birgt wichtige Hinweise auf Platinenhersteller, -modell und Bios-Version. Um ihn in Ruhe lesen zu können, drücken Sie die Pause- Taste.

Unter der Angabe des Bios- Programmierers finden Sie eine Zeile, die in der Regel das Platinenmodell, die Bios-Version und das Bios-Datum angibt. Das sieht etwa so aus:

Award Modular BIOS v.4.51, An Energy Star Ally Copyright (C) 1984-2000, Award Software, Inc. W6163MJ V3.8 052900

Hierbei handelt es sich um die Platine 6163 mit Award-Bios. Darauf weisen nicht nur die ersten beiden Zeilen hin, sondern auch der Buchstabe "W" in der dritten Zeile ("A" steht übrigens für AMI, "P" für Phoenix). Das Bios hat die Versionsnummer 3.8, und die letzten sechs Ziffern geben das Bios-Datum im amerikanischen Format an (Monat, Tag, Jahr): Das Bios stammt also vom 29. Mai 2000. Entdecken Sie diese Infos nicht oben am Bildschirm, dann achten Sie auf die unterste Zeile.

Ein Beispiel:

Press DEL to enter SETUP, ESC to skip memory test 05/29/2000 - i440BX - W977 - 2A69KM4KC - 00

Wichtig sind hier der erste Ziffernblock, der das Datum anzeigt, und der vorletzte Zeichenblock: Die Zeichen 1 bis 5 bezeichnen den Chipsatz, die Zeichen 6 und 7 den Platinenhersteller. Was die Zahlenkombinationen im Klartext bedeuten, erfahren Sie unter unter www.wimsbios.com . Danach ist in unserem Fall MSI der Hersteller - "M4" weist verschlüsselt darauf hin. Manchmal, etwa bei Asus, finden Sie anstelle dieses Zahlenblocks nur die Platinenbezeichnung.

Besitzt Ihre Platine ein AMI-Bios, sehen Sie eine ähnliche Zahlenreihe. Achten Sie dabei auf den dritten Block. Der Hersteller lässt sich ebenfalls mit Hilfe von www.wimsbios.com entschlüsseln. Sie sind immer noch nicht fündig geworden? Auch die Windows-Registry hilft weiter: Bei Windows 98/ME lesen Sie unter "Hkey_Local_Machine\Enum\Root \*PNP0C01\0000" unter "BIOSDate" das Bios-Datum und unter "BIOSName" den Bios-Programmierer (etwa Award).

In Win 2000 und XP steht unter "Hkey_Local_ Machine\Hardware\Description\System" das Bios-Datum bei "SystemBiosDate". Wem das zu kompliziert ist, der installiert eine Software, die ihm Systeminformationen liefert, darunter Angaben zu Platine und Bios - etwa Sandra Standard 2002 von Si-Soft (Version 1.8.59 www.sisoftware. demon.co.uk/sandra; für private Nutzung gratis, 1,9 MB).

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