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So erkennen Apps, wohin eine Info gehört

07.12.2011 | 11:55 Uhr | Arne Arnold / cs

Aktuelle Informationen zu Ihrem Standort erhalten Sie mit sogenannten standortbasierten Diensten (Location Based Services) und gewinnen immer mehr an Bedeutung.
Vergrößern Aktuelle Informationen zu Ihrem Standort erhalten Sie mit sogenannten standortbasierten Diensten (Location Based Services) und gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Wer die Wirklichkeit um Informationen und Elemente ergänzen will, muss genau wissen, wo diese hingehören. Bei einem Fußballfeld lassen sich die Grundkoordinaten vorweg einspeisen. Wer aber etwa einen neuen Fernseher virtuell in seine Schrankwand zu Hause einpassen möchte, will nicht erst ein 3D-Modell seiner Wohnung ins Handy programmieren. Das wäre aber eigentlich nötig, denn aktuell funktioniert die Erkennung des Videobildes noch nicht so gut, dass ein Smartphone aus dem sichtbaren Wohnzimmerbild die nötigen Koordinaten errechnen könnte. Der Fernseher würde viel zu oft irgendwo im Raum platziert werden.

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Solche Marker in DIN-A4-Größe (im Bild links) drucken Sie aus und legen sie an die Stelle, an der die App Panasonic Viera AR Setup Simulator einen virtuellen Fernseher platzieren soll.
Vergrößern Solche Marker in DIN-A4-Größe (im Bild links) drucken Sie aus und legen sie an die Stelle, an der die App Panasonic Viera AR Setup Simulator einen virtuellen Fernseher platzieren soll.

Marker als Hilfsmittel: Das Problem mit der korrekten Platzierung lösen aktuelle Augmented-Reality-Apps mit so genannten Markern. Das sind meist ein bis zwei Symbole, die man im Raum positionieren muss. So funktioniert etwa die App Panasonic Viera AR Setup Simulator , die neue Fernseher des Herstellers im Live-Bild von iPhone & Co. unterbringt. Bevor Sie die App nutzen können, müssen Sie von der Internetseite des Herstellers eine Grafik mit ein paar verzerrten Vierecken laden und ausdrucken.

Das Blatt mit dem Marker platzieren Sie dann an der Stelle, wo der neue Fernseher künftig stehen soll. Danach starten Sie am Smartphone die Panasonic-App. Sie zeigt das Wohnzimmer als Live-Bild auf dem Display. Sobald im Bild der Marker auftaucht, erscheint darüber der virtuelle Fernseher.

Das Beispiel mit dem Fernseher zählt zu den anspruchsvollen Aufgaben für eine Augmented-Reality-App, da hier ein räumliches Objekt platziert werden muss. Es ist dann auch nötig, den verdeckten Hintergrund des Live-Bildes exakt auszuschneiden und alle Linien bei einer Bewegung der Handy-Kamera sauber nachzuführen. Allein das sind gewaltige Anforderungen an Hard- und Software.

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Einfache Augmented-Reality-Apps: Es macht wirklich keinen Spaß, wenn man für eine App erst eine Grafik als Marker ausdrucken muss. Entsprechend wenige Apps setzen das voraus. Dafür gibt es einige andere Apps, die aus der Not eine Tugend machen und die Marker den Nutzern einfach liefern. Das findet zurzeit meist bei Werbeaktionen statt, etwa wenn ein Hersteller von Frühstücksflocken auf seine Packungen einen Marker aufdruckt. Kunden, die diesen mit einer entsprechenden App anvisieren, bekommen ein virtuelles 3D-Spiel auf der Packung angezeigt.

Auch das Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ hat mit einer Augmented-Reality-App experimentiert. Als Marker dienten dabei ganze Magazinseiten, etwa das Titelblatt oder das Fotointerview. Was die App dann meist zeigte, war eine andere Version der Seite. Dieses Beispiel verdeutlicht auch, wie weit der Begriff Augmented Reality gefasst wird. Zwar handelt es sich bei einer alternativen Magazinseite durchaus um ergänzende Infos zur Wirklichkeit, doch ließe sich das auch durch eine weitere Heftseite verwirklichen.

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Wer sein Handy mit der App Peak.ar auf die Berggipfel richtet, bekommt die Namen der Berge angezeigt.
Vergrößern Wer sein Handy mit der App Peak.ar auf die Berggipfel richtet, bekommt die Namen der Berge angezeigt.

Standortbasierte Apps: Einen großen Nutzen bieten Augmented-Reality-Apps, die für den Einsatz unterwegs gemacht sind. Wer sich etwa in den Bergen aufhält und wissen möchte, wie die Gipfel gegenüber heißen, tut sich mit einer gewöhnlichen Landkarte bei der Zuordnung der Namen oft schwer. Mit der App Peak.ar dagegen muss man lediglich sein Handy auf das Bergpanorama halten und bekommt die Namen ins Videobild eingeblendet. Die Platzierung der Infos funktioniert bei solchen Apps über die GPS-Koordinaten. Aus den Standortdaten des Handys und den in der App hinterlegten GPS-Daten zu den Gipfeln lässt sich die Position der Informationen berechnen.

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