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So bleibt Ihre neue CPU immer kühl

17.06.2011 | 11:05 Uhr |

CPU aufrüsten
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© Intel

Einige der schwerwiegendsten Upgrade-Fehler passieren beim Hantieren mit der CPU. Nicht verwunderlich bei einer der wichtigsten und empfindlichsten Komponenten des PCs. Die CPU ist das Hirn des Computers. Vermasseln Sie den Einbau auch nur geringfügig, stehen Ihnen ernstzunehmende Probleme ins Haus. Nehmen wir mal an, Sie haben sich beim Kauf für die richige CPU entschieden - dann müssen Sie insgesamt immer noch drei weit verbreiteten Upgrade-Fehlern aus dem Weg gehen: Abbrechen von Pins, Auftragen von zu wenig Wärmeleitpaste und Fehlinstallation des Kühlkörpers.

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CPUs verfügen oft über hunderte kleine Pins, die die CPU zum einen sicher im Mainboard halten, zum anderen für ungestörten Datenfluss sorgen. Wenn auch nur einer dieser Pins abbricht oder verbogen wird, stecken Sie ganz schön in der Klemme. Wann auch immer Sie also an einer CPU hantieren, vermeiden Sie jegliche Berührung der Pins mit sich selbst oder anderen Komponenten. Drücken Sie die CPU zudem nicht mit Gewalt in ihren Sockel. Wenn sie nach dem Einsetzen nicht vernünftig einrastet, stimmt etwas nicht - und gewaltsame Drückerei führt nur zu zusätzlichen Schäden. Nehmen Sie die CPU stattdessen noch einmal vom Sockel, überprüfen Sie, ob alle Pins gerade nach oben stehen und der Sockel komplett geöffnet ist. Versuchen Sie es dann nochmal. Sollte sich beim Überprüfen doch ein verbogener Pin finden, versuchen Sie mit größter Vorsicht, ihn wieder gerade zu biegen. Benutzen Sie dazu ein nicht leitfähiges Material, zum Beispiel ein Stück hartes Plastik.

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Zwischen der CPU und dem Kühlkörper befindet sich eine dünne Schicht Wärmeleitpaste, die die Hitze von der CPU in den Kühlkörper ableitet, wo sie sich abbaut. Um eine gute Wärmeableitung zu gewährleisten, sollte diese Schicht glatt, dünn und gleichmäßig sein. Einer der größten Fehler ist es, die noch vorhandene Wärmeleitpaste weiter zu benutzen oder gar eine Schicht neue Paste über der alten aufzutragen. Das führt nicht selten zu Klumpenbildung und dadurch zu ungleichmäßigem Hitze-Abtransport. Um das zu vermeiden, entfernen Sie unbedingt auch den letzten Rest alter Wärmeleitpaste von CPU und Kühlkörper gleichermaßen und tragen Sie dann eine Schicht frische Paste auf, bevor Sie die Komponenten wieder zusammensetzen. Neuere CPUs haben statt Paste ein Kühlkissen.

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Zu guter Letzt vermeiden Sie den Fehler, einen unpassenden Kühlkörper für Ihre CPU zu benutzen. Wenn Ihre neue CPU etwa deutlich schneller arbeitet, als Ihre alte, ist es wahrscheinlich, dass sie auch mehr Hitze produziert. In diesem Fall sollten Sie darauf verzichten, den alten Kühlkörper weiter zu benutzen. Legen Sie sich stattdessen einen Kühlkörper zu, der der Hitzeentwicklung der neuen CPU gewachsen ist. Gute Kühlkörper müssen gar nicht teuer sein und nicht immer ist ein Flüssigkühlsystem das Nonplusultra der Kühlsysteme. Wenn Sie aber im Schnitt 250 Euro für eine neue CPU ausgeben, planen Sie weitere 30 bis 50 Euro für einen qualitativ hochwertigen Kühlkörper ein, um möglichst lang Freude an Ihrer neuen CPU zu haben. Auf Nummer Sicher gehen Sie mit einer CPU, die zusammen mit passendem Kühler verkauft wird - im Handel als "boxed" gekennzeichnet.

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