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Smart Tags: Pro und Contra

25.06.2001 | 16:51 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Die "Smart Tags" im Internet Explorer 6.0 haben in den vergangenen Wochen für hitzige Debatten gesorgt. Zunächst hieß es, dass dieses Featurein der deutschen Version des Browsers nicht enthaltensein werde. Später erklärte Microsoft allerdings, dass die "Smart Links" sehr wohlauch in der deutschen Version vorhanden, aber standardmäßig deaktiviert sein werden.

Auf der einen Seite bieten "Smart Tags" nützliche Zusatz-Informationen. Erscheint ein Firmenname, lassen sich Informationen zu diesem Unternehmen anzeigen. Erscheint der Name eines amerikanischen Sportvereins, kann man sich die aktuellen Sportergebnisse anzeigen lassen.

Doch so praktisch das Ganze ist, hinterlässt es doch in der Praxis einen faden Nachgeschmack. Alle gezeigten Zusatzinformationen stammen aus dem Informations-Pool von Microsoft. Auf jeden Fall dann, wenn man sich zunächst für die "Smart Tags for Everyday Web" entscheidet.

Damit wird der Eindruck erweckt, Microsoft wolle auf einem neuen Gebiet eine Vormachtsstellung aufbauen. Schließlich werden die meisten Nutzer der neuen Version des Internet Explorers 6.0 sicherlich zunächst die Smart Tags von Microsoft installieren. Doch wie entscheidet Microsoft, welche Unternehmen und Begriffe wichtig sind? Den Anwendern bleibt dies unklar. Immerhin gibt Microsoft selbst zu, dass nur große Firmen unterstützt werden. Dass im Moment keine großen deutschen Firmen unterstützt werden, ist ein weiteres Manko.

Sicherlich werden schon bald mehr Pakete von Drittanbietern verfügbar sein, doch als Nutzer hat man letztendlich den Eindruck, dass die gebotenen Informationen - egal wer sie anbietet - doch arg "gefiltert" sind.

Andererseits ist kaum zu erwarten, dass Microsoft mit dem Start des Internet Explorer 6.0 auch "Smart Tags" für deutsche Anwenderinnen und Anwender anbieten wird. Microsoft hat selbst verlautbaren lassen, dass der Aufwand zu groß wäre.

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