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Skimming: So wird Ihr Konto von Dieben am Geldautomaten leergeräumt

02.10.2009 | 12:15 Uhr |

Skimming: Spionage am Geldautomaten.
Vergrößern Skimming: Spionage am Geldautomaten.
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Beim Skimming ist der Täter gezwungen ist in der wirklichen Welt aktiv zu werden, da technisches Gerät, wie zum Beispiel Kartenleser und Kamera, an einem Geldautomaten angebracht wird. Der Kartenleser liest die Karte des Opfers aus, während die Kamera die PIN-Eingabe filmt. Aufgrund dieses öffentlichen Vorgehens liegt die Hemmschwelle für Skimming deutlich höher als für reinen Online-Betrug. Darüber hinaus sind die Kosten für das Equipment recht hoch. In einschlägigen Foren spricht man laut G-Data von einigen tausend Euro, um die nötige Hardware zu erwerben. Außerdem ist man stets der Gefahr ausgesetzt, dass das Skimming-Set entdeckt und beschlagnahmt wird. Das weitaus größte Risiko für die Betrüger umgibt die Täter jedoch während der Installation, denn die meisten Bankautomaten werden per Video überwacht.

Die Täter stammen sehr häufig aus dem Ausland, oft handelt es sich um Banden aus Osteuropa. Besonders gefährdet sind Geldautomaten in Großstädten, da dort ein viel höherer Durchsatz an Karten zu verzeichnen ist als in einer Kleinstadt. Dafür ist aber auch die Gefahr erwischt zu werden ungleich höher. In der Vergangenheit wurden diese Skimming-Installationen mehrfach von aufmerksamen Kunden entdeckt und der Polizei oder Bank gemeldet. Mittlerweile sind sie jedoch zum Teil so professionell gefertigt, dass sie für den Laien kaum erkennbar sind. Das liegt unter anderem daran, dass die Verbrecher die exakten Maße der Geldautomaten genau kennen und ihre Geräte daher passgenau anfertigen können.

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