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Sicherungskopien prüfen und Rollback durchführen

24.12.2008 | 09:25 Uhr |

Aktualisierte Treiber finden sie in Treiberarchiven
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Ein aktueller Treiber ist zwar in der Regel besser als seine Vorgängerversion, jedoch kann es auch passieren, dass sich ein Fehler in die neue Version eingeschlichen hat. Dann sollten Sie diesen Treiber wieder durch die vorher installierte Treiberversion ersetzen (Rollback). Zu beachten ist, dass Windows immer nur die zuletzt installierte Treiberversion sichert. Das System legt keine Backups von Druckertreibern an. Sie können selbst checken, welche Sicherheitskopien das Betriebssystem angelegt hat, indem Sie sich den Ordner „Windows\System32\ReinstallBackups“ ansehen. Da die von Windows im „ReinstallBackups“-Verzeichnis gespeicherten Infos zu Treiber-Backups nicht besonders aussagekräftig sind, können Sie auch in der Registry nachsehen. Der Schlüssel „HKey_Local_Machine\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Reinstall“ gibt Aufschluss über die gesicherten Treiber, Hersteller und Speicherorte. Ein Treiber-Rollback starten Sie im „Eigenschaften“-Dialog der entsprechenden Hardware-Komponente auf der Registerkarte „Treiber“ mit einem Klick auf „Installierter Treiber“.

Treiber entfernen
Das Löschen der Dateien eines nicht mehr benötigten Treibers, der von Windows XP allerdings geladen wird, lässt sich mit einem Hilfsprogramm wie Unlocker durchführen. Die Freeware gibt vom Betriebssystem geöffnete Dateien und Ordner zum Löschen frei. Nach der Installation klicken Sie das gesperrte Element im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste an und wählen den Befehl „Unlocker“. Im Dialog geben Sie an, bei welchen Dateien Sie die Sperrung aufheben wollen, und klicken auf „Unlock“. Dann können Sie den Treiber aus dem System löschen.

Veraltete Treiber finden
Manche Anwendungen lassen nach der De-Installation Spuren im System zurück. Ähnlich verhält es sich mit manchen nicht mehr benötigten Treiber, der ebenfalls auf dem System zurückbleibt. Reste von Treibern können aufgrund möglicher Wechselwirkungen mit aktiven Treibern die Systemstabilität beeinträchtigen und sollten deswegen gelöscht werden. Es gilt den Geräte-Manager so zu konfigurieren, dass er alle im Rechner verfügbaren Hardware-Komponenten anzeigt. Das geht mit „Ansicht, Ausgeblendete Geräte anzeigen“ oder per Rechtsklick auf „Arbeitsplatz“ und „Eigenschaften“. Auf der Registerkarte „Erweitert“ klicken Sie auf die Schaltfläche „Umgebungsvariablen“, um den gleichnamigen Dialog zu öffnen. Nach einem Klick auf „Neu“ im Bereich „Systemvariablen“ tippen Sie bei „Name der Variablen“ den String „devmgr_ show_nonpresent_devices“ ein; der Wert der Variablen ist „1“. Starten Sie nun den Rechner neu. Anschließend können Sie sich im Geräte-Manager über „Ansicht, Ausgeblendete Geräte anzeigen“ alle Systemkomponenten zeigen lassen. Um ein Hardware-Modul samt den korrespondierenden Treibern aus Windows zu entfernen, klicken Sie den entsprechenden Eintrag mit der rechten Maustaste an und wählen „Deinstallieren“. Vorsicht ist in der Rubrik „Nicht-PnP-Treiber“ geboten. Hier aufgeführte Geräte sind nicht ausschließlich Hardware. Neben unsignierten Windows-Treibern tauchen hier auch Komponenten systemnaher Software wie Virenscanner oder Imaging-Anwendungen auf. Treiberleichen und -reste von Grafik- und Soundkarten können Sie mit der Shareware Driver Cleaner Professional löschen.

Bei Problemen prüfen sie die vorher installierte Treiberversion
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Neue Treiber laden
Aktualisierte Treiber finden Sie auf der Website des jeweiligen Geräteherstellers oder Hardware-Vertriebs. Verzichten Sie auf Downloads von allgemeinen Treiber-Websites, sondern bedienen Sie sich aus erster Hand. Die Treibersuche für ältere oder exotische Geräte gestaltet sich jedoch mitunter kompliziert. Wenn Sie keine offizielle Website mit Downloads für Ihre Hardware finden, müssen Sie auf Treiberarchive ausweichen:
treiberupdate.de
treiber-archiv.de
Driver Updates
Treiber-Koenig
ZDNet Treiber-Datenbank
Wichtig ist es, den richtigen Treiber zu finden. Überprüfen Sie daher vor dem Download einer Datei sowie vor dem Installieren anhand der mitgelieferten Infodateien genau, ob Sie auch zur gewünschten Hardware passt. Tipp: Externe Geräte haben meist an der Unter- oder Rückseite ein Typenschild mit Hinweisen zu Hersteller und Modell.

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