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Nutzerverwaltung und Sicherungen durchführen

14.10.2012 | 07:33 Uhr |

Einstellen der Teilungsfunktion

Sie haben nun einen einfachen Speicher-Datenträger auf Ihrem FreeNAS-Rechner erstellt. Jetzt müssen Sie dafür sorgen, dass andere Nutzer den Speicher finden und auf die dort gespeicherten Daten zugreifen können.

CIFS sollten Sie auswählen, wenn in Ihrem Unternehmen Mac, Linux und Windows-Systeme nebeneinander existieren. Wenn Sie nur Mac-Rechner nutzen, sind Sie besser beraten, wenn Sie AFP auswählen. Wir stellen hier das Vorgehen bei einem CIFS-Setup vor.

Klicken Sie auf den Sharing -Knopf auf der linken Seite des Konfigurationsbildschirms und wählen Sie Add CIFS Share aus. Geben Sie den Namen der zu teilenden Festplatte ein und wählen Sie Ihren Datenträger aus, indem Sie auf den Browse -Knopf drücken. Hinweis: Der Name, den Sie vorhin Ihrem Datenträger zugewiesen haben, sollte im /mnt/ Ordner erscheinen. Klicken Sie darauf und anschließend auf die Close -Schaltfläche. Stellen Sie sicher, dass das Feld neben Allow Guest Access ausgewählt ist und klicken Sie auf OK.

Zu guter Letzt drücken Sie auf die Services -Schaltfläche im linken Bereich. Wählen Sie die Control Services -Option aus. Ändern Sie den Schalter bei der CIFS-Einstellung auf „ein". Tippen Sie zwei Backslashes und direkt dahinter die IP-Adresse Ihres FreeNAS (beispielsweise \\192.168.0.1) in das Windows Explorer Fenster und bestätigen Sie mit Enter . Nun sollte die frei gegebenen Datenträger erscheinen. Nutzen Sie Windows, um diesen Netzwerkspeicher anzuzeigen, dann müssen Sie sich die IP-Adresse nie mehr merken. Mit der bisherigen Anleitung haben wir einige Konfigurationsoptionen übergangen, die bei Ihnen eine große Rolle spielen könnten. Beispielsweise können Sie bestimmen, dass Ihr geteilter Datenträger im Netzwerk sichtbar sein soll oder Sie können sicherstellen, dass die CIFS-Einstellungen die richtige Arbeitsgruppe für Ihre Netzwerkkonfiguration verwendet. Wenn Sie der Meinung sind, dass diese grundlegende Anleitung für Sie nicht ausreichend ist, dann liegt es vermutlich an einem Netzwerk-Konfigurations-Problem. Um dieses zu lösen, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre FreeNAS-Netzwerkeinstellungen grundsätzlich mit jenen der anderen Computer in Ihrem Netzwerk übereinstimmen.

Unser einfacher geteilter Datenträger ist nur die Spitze des FreeNAS-Eisberges, wenn es um die verfügbaren Funktionen geht. Sie können den Datenträger beispielsweise für bestimmte Nutzer oder Nutzergruppen sperren oder immer wieder Sicherungen von alten Dateien oder gelöschten Daten-Einträgen durchführen. Wenn Sie FreeNAS zusammen mit Dynamic DNS und FTP-Zugriff verwenden, können Sie auch von Außerhalb einfach auf die notwendigen Daten zugreifen. Nun da Sie die Grundlagen gemeistert haben, steht Ihnen die Welt der fortgeschrittenen Konfigurationsmöglichkeiten offen. Es gibt noch vieles zu entdecken.

Sicherungen durchführen

Wenn Sie Ihren FreeNAS-Server als Host für automatische PC-Sicherungen verwenden wollen, dann gibt es hierfür viele gute kommerzielle und kostenlose Anwendungen. Diese Client-Programme müssen Sie auf alle Rechner, die gesichert werden sollen, installieren. Wenn Ihre Computer mit Windows 7 Professional oder höher ausgestattet sind, dann können Sie das integrierte Windows Backup und Wiederherstellungsprogramm verwenden. Die günstigeren Windows-Versionen bieten Ihnen keine Möglichkeit der Sicherung über das Netzwerk.

Öffnen Sie das Sicherungs-Programm innerhalb von Windows 7 und klicken Sie auf „Sicherung einrichten". Wählen Sie „Im Netzwerk speichern" aus und nutzen Sie die Durchsuchen-Schaltfläche, um zu Ihrem frei gegebenen FreeNAS-Ordner, den Sie erstellt haben, zu gelangen. Wenn Sie sich selbst bereits ein Benutzerkonto auf dem FreeNAS-Server erstellt haben, dann tippen Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein. Wenn Sie das bisher noch nicht gemacht haben, nutzen Sie den voreingestellten Administrator-Nutzer und dessen Passwort, das Sie zuvor eingerichtet haben.

Sie können Windows entscheiden lassen, welche Daten seiner Meinung nach am wichtigsten sind und somit gesichert werden sollten oder Sie bestimmen die Dateien und Ordner selbst. Anschließend sind Sie fertig mit den Auswahlmöglichkeiten. Ihr Backup startet seine erste Runde. Wenn es fertig ist, klicken Sie auf den „Einstellungen ändern"-Link und erstellen Sie einen automatischen Backup-Zeitplan.

 

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