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Showdown: Microsoft gegen IBM

06.03.2007 | 15:28 Uhr |

1990 erblickte Word für Windows 1.0 das Licht der Welt. Heute können sich die meisten Anwender ein Leben ohne Winword nicht mehr vorstellen, doch damals schrieben die überwältigende Mehrzahl der Menschen ihre Texte noch ohne Word for Windows.

1990 war für IBM und Microsoft ein entscheidendes Jahr - die beiden Unternehmen beendeten ihre Zusammenarbeit am Betriebssystem OS/2, das fortan IBM allein - und letztendlich ohne Erfolg - weiterentwickelte. Microsoft setzte dagegen auf Windows. Im gleichen Jahr lieferte Microsoft die 50 Millionste Kopie von Basic aus und MS-DOS war laut Konzernangaben weltweit 49.511 Millionen Mal installiert. Windows 3.0 erschien in der deutschen Fassung.

1992 ging Windows 3.1 ins Rennen um die Gunst der PC-Anwender. Mit großem Erfolg, in den ersten 50 Tagen konnte Bill Gates weltweit eine Million Kopien absetzen. Mit Vobis schloss Microsoft einen Vertrag über die Vorinstallation von Windows und MS-DOS auf Vobis-Rechnern.

Trotz Windows, Apple und OS/2 war DOS noch nicht tot. Ganz im Gegenteil kündigte Microsoft auf der CeBIT 1993 MS-DOS 6.0 an. Kein Wunder, schließlich basierten Windows immer noch auf DOS. Mit Encarta erschien 1993 die erste Multimedia-Enzyklopädie. Noch zogen die Klassiker wie Brockhaus und Co nicht nach, doch das sollte sich ändern. Heute ist der Markt für Multimedia-Lexika nur noch schwer überschaubar, einen Überblick bietet ein Ratgeber der PC-WELT.

Mit Windows NT 1.0 kam zudem nach fünf Jahren Entwicklungszeit ein Betriebssystem für professionelle Anwender auf den Markt. Die spätere Aufspaltung der Windows-Welt in einen Privatanwender und in einen professionellen Anwenderkreis zeichnete sich ab.

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