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Server-Betriebssystem

20.06.2010 | 09:56 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Frage nach dem Betriebssystem stellt sich grundsätzlich auch auf der Server-Seite. Zwar beschränken sich die Kriterien Know-how und Akzeptanz auf die Gruppe der Administratoren. Doch auch hier kann es von Vorteil sein, wenn ein Groupware-Server verschiedene Plattformen unterstützt – beispielsweise wenn in näherer Zukunft die Migration auf eine stabile einheitliche Server-Plattform geplant ist. In Zeiten zunehmender Virtualisierung von Server-Ressourcen ist es zudem komfortabel, wenn der Groupware-Hersteller seinen Server auch als virtuelle Appliance für eine der verbreiteten Virtualisierungsplattformen anbietet.

Gerade kleinere Unternehmen werden es zudem zu schätzen wissen, wenn die Groupware nicht nur auf einem Server-Betriebssystem läuft, sondern ihren Dienst auch auf einer Client-Variante verrichtet. Dies ist zwar im Windows-Umfeld aus Stabilitätsgründen zumindest vor XP nicht immer zu empfehlen. Aus Kostensicht ist es allerdings durchaus attraktiv. Unter MacOS und Linux spricht auch von Seiten des Betriebssystems nur wenig gegen den Einsatz eines Client-Betriebssystems als Basis für einen Groupware-Server.

Ebenfalls von Interesse für Administratoren ist eine einfache Installation und Wartung des Groupware-Servers. Eine Web-basierte Verwaltung sollte dabei ebenso zum Funktionsumfang gehören wie eine dedizierte Administrationskonsole – und zwar für alle relevanten Client-Plattformen. Zudem muss sich der Groupware-Server nahtlos in vorhandene Verzeichnisdienste wie das Active Directory, Apple Open Directory oder LDAP-Verzeichnisse integrieren, um eine doppelte Nutzerverwaltung zu vermeiden, oder selbst eine eigene Benutzerdatenbank mitbringen. Unterstützt die Groupware sowohl das Active Directory als auch eine interne Datenbank simultan, können Unternehmen beispielsweise temporäre Benutzerkonten einrichten, ohne dafür eine Active-Directory-Lizenz nutzen zu müssen.

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