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Selbstzerstörung in 10 Sekunden

30.06.2013 | 12:16 Uhr | Benjamin Schischka

Wenn der Laptop gestohlen ist, ist es meist zu spät, es sei denn, Sie haben vorgesorgt. Etwa mit einem kostenlosen Account bei LaptopLock. LaptopLock installiert ein kleines Programm auf Ihrem Rechner, mit dessen Hilfe Sie über den Account auf der Webseite diverse Aktionen über das Internet auf dem gestohlenen Gerät ausführen können. So ist es beispielsweise möglich, im Nachhinein Daten zu löschen oder zu verschlüsseln, dem Dieb eine Nachricht zukommen zu lassen, ein Programm auszuführen oder den Dieb über die eingebaute Webcam zu beobachten.

LaptopLock hat zwei klare Nachteile: Erstens muss der Dieb mit dem gestohlenen Notebook ins Internet gehen – und zwar ohne vorher die Festplatte formatiert zu haben. Bleibt er offline ist es immerhin möglich nach einer bestimmten Zeit eine Passwortabfrage einzurichten. Zweitens beteuern die Entwickler zwar den Quasi-Trojaner nicht gegen Sie einzusetzen, aber inwieweit Sie diesem Versprechen trauen, liegt bei Ihnen.

Die Firma Ensconce Data Technologies werkelt an einer Lösung, die auch aus dem Labor von „Q“ aus alten James-Bond-Filmen stammen könnte. Die „Dead-on-Demand“-Festplatten werden beim Auslösen eines konfigurierbaren „Zünders“ durch eine integrierte Chemikalie irreparabel zerstört. Dieser „Zünder“ kann der Ausbau der Platte, eine Temperaturüberschreitung oder gar das Verlassen eines bestimmten Gebietes per GPS-Check sein. Kleiner Haken: der Preis von einigen tausend Dollars.

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