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Cloud bietet hohes Wachstumpotenzial

07.12.2011 | 14:12 Uhr |

Internetauftritt

Marktdurchdringung von Webpräsenz bei deutschen SMBs
Vergrößern Marktdurchdringung von Webpräsenz bei deutschen SMBs
© Parallels

310 Millionen Euro ist angeblich der deutsche Markt für die Webpräsenz groß. 85 bis 95 Prozent der SMBs besitzen bereits einen Internetauftritt und 45 Prozent der Unternehmen nutzen hierfür Drittanbieter.

Parallels geht davon aus, dass in den nächsten drei Jahren der Gewinn im Bereich Web-Hosting-Pakete um elf Prozent oder mehr gesteigert werden kann. Eine bessere Wachstumsrate können Provider erreichen, indem Sie ihren Bestandskunden Web-Design-zusätzlich Tools, Social-Media- und E-Commerce-Services anbieten.

Der Mikro-SMBs-Markt eignet sich besonders für die Neukundengewinnung. Weniger als 70 Prozent besitzen in dieser Zielgruppe eine Webseite. Neben dem Kostenfaktor für die Internetseite spielen technische Merkmale, eine klar strukturierte, intuitive und informative Website sowie der erste Eindruck des Anbieters eine wichtige Rolle für die Auswahl des Hosters. Nach Ansicht der Analysten soll sich das messbare Marktpotenzial bei mehr als 1,5 Millionen Mikro-SMBs auf bis zu 225.000 neue Webseiten belaufen.

Upselling ist in den Segmenten Web-Design-Tools, Social Media und E-Commerce vielversprechend. 63 Prozent der kleinen SMBs entwickeln intern ihre Website. Service Provider, die auch Webdesign-Software vertreiben, unterstützen SMBs bei deren anspruchsvolleren Internetseiten.

Dagegen setzen lediglich 18 Prozent der zu analysierenden Unternehmen auf Facebook im Bereich Social Media – Tendenz aber steigend. Internet Provider sollten die Möglichkeit nutzen und ihre Angebote um den Faktor Social Media erweitern. Sie können gegebenenfalls Facebook-Seiten erstellen, die mit den Webseiten von Unternehmen verknüpft sind. Den größten Absatzmarkt bietet E-Commerce bei den Mikro- und kleinen SMBs. Hier besitzen lediglich 13 Prozent E-Commerce-Fähigkeiten.

Gehostete Infrastruktur & Lösungen für Kommunikation und Zusammenarbeit

Marktdurchdringung von gehosteten Servern bei deutschen SMBs
Vergrößern Marktdurchdringung von gehosteten Servern bei deutschen SMBs
© Parallels

Das Segment gehosteter Infrastrukturen bietet für Mikro- und kleinen SMBs das größte Wachstumspotential. Die Analysten glauben, dass sich das Volumen des Gesamtmarktes für gehostete Server bei SMBs auf 460 Millionen Euro beläuft. 630.000 Server sollen gehostet werden. Der größte Teil hiervon bestehe aus physikalischen Servern, ebenfalls wird im VPS (Virtual Private Server)-Markt ein Wachstumspotential gesehen. Acht Prozent der SMBs setzten diese Technik bereits ein.

Dagegen verwenden 34 Prozent der Zielgruppe lokale Server. Nach Ansicht des Software-Herstellers könnten Provider bis zu 480.000 gehostete Server an Mikro- und kleinen SMBs verkaufen. Hierfür müssen sie die Käuferschicht davon überzeugen, dass gehostete Server eine einfachere Lösung als selbst betriebene Server darstellen. Dies kann durch Aufklärung der SMBs über die tatsächlichen Kosten für interne Server geschehen, da lokale Lösungen mehr Zeit und Aufwand erfordern. Des Weiteren müssen IT-Dienstleister sich stärker in den Bereichen technischer Merkmale, Marke, Preis und Support voneinander abheben.

Gehostete Business Class E-Mail

Parallels konzentrierte sich auf Business Class E-Mail-Services und gehostete PBX des SMB-Marktes bei der Analyse im Bereich gehostete Lösungen für Kommunikation und Zusammenarbeit. Dabei handelt es sich um einen kleinen Markt. Dies hängt mit der Nutzungskultur in Deutschland zusammen. Der Großteil setzt auf kostenlose Lösungen, so verwenden 33 Prozent gratis Provider-Accounts wie beispielsweise von GMX und 45 Prozent sind mit dem gehosteten E-Mail-Service von ihrem Provider zufrieden.

IT-Dienstleister müssen kleine SMBs mit einem Angebot überzeugen, das aus gehostete Business-Class E-Mail mit integrierter Sicherheits-, Archivierungs- und Mobilitäts-Lösung besteht. Der erwähnte Kundenkreis stellt die geeignetste Zielgruppe für Provider da. Grund: 36 Prozent der Unternehmen setzen auf eine teure und komplizierte Lösung, indem sie interne E-Mail-Server betreiben. Durch eine gehostete Business Class E-Mail verbessert sich die Teamzusammenarbeit. Zudem entsteht das Preismodell „pay-per-seat“. Hierbei wird pro Arbeitsplatz abgerechnet. Da 53 Prozent der kleinen SMBs in den nächsten drei Jahren planen zu gehosteten E-Mails zu wechseln, kann der Markt bis zu einer Million neu gehosteter Mailboxen beinhalten.

Gehostete PBX

Full Service Provider finden im Markt für gehostete PBX ein hohes Potenzial. Vorausgesetzt sie stellen einfach, preisgünstige Produkt-Bundles und vergleichbare Alternativen bereit. Nur zwei Prozent der SMBs in Deutschland lassen ihre Telefonanlagen hosten, weltweit steigt die Akzeptanz von PBX. Inhouse PBX dominieren hierzulande den Markt. Die Ursache liegt vermutlich in den herrschenden Regulierungsvorschriften. Hinzukommt, dass vergleichbare Alternativen fehlen und 25 Prozent der SMBs nicht wissen, dass es gehostete PBX-Services gibt.

Andere Online-Applikationen (Software-as-a-Service)

Nutzung von Online-Applikationen bei deutschen SMBs
Vergrößern Nutzung von Online-Applikationen bei deutschen SMBs
© Parallels

Die Akzeptanz für Online-Applikationen in der Cloud ist hoch. Verschiedene Analystengruppen rechnen hier mit einem rasanten Wachstumszuwachs. 30 Prozent der zu analysierenden Unternehmen verwenden Telefonkonferenzen, 16 Prozent nehmen Filesharing wahr und 13 Prozent setzen längst auf Online-Backups. Hierbei handelt es sich sowohl um kostenfreie sowie kostenpflichtige Lösungen.

Daten in der Wolke sichern - Speicher in der Cloud

Projektmanagement, Buchhaltung, Rechnungswesen

Die Bereitschaft gebührenpflichtige Online-Anwendungen einzusetzen steigt. Zehn Prozent der SMBs beabsichtigen E-Mail-Archivierung, Speicherung, Telefonkonferenz, Web-Konferenz und/oder Online-Backup zu beziehen. Deshalb ist das Segment der Online-Applikationen ein rentabler Markt.

Fazit zu Cloud-Lösungen für SMBs

Für IT-Dienstleister, die sich auf den Typ „Full-Service-Provider“ spezialisieren, bietet die Cloud in bestimmten Nischen eine Vielzahl an Wachstumsmöglichkeiten. Der Markt für Cloud Services wird von Parallels auf 770 Millionen Euro im Jahr 2011 geschätzt. Service Provider profitieren davon, dass interne IT-Lösungen durch Cloud Dienste abgelöst werden und der Trend zu Cloud-Diensten anhält.

Wenn Hosting-Provider ihre Bestandskunden halten und Neukunden dazugewinnen wollen, müssen sie ihr Portfolio passend erweitern. Sinnvoll ist es Online-Applikationen anzubieten, die den Kunden einen Mehrwert bringen. Dies kann durch innovative Online-Anwendungen, gehostete E-Mails und PBX erfolgen.

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