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Für Sie ausgesucht: Open-Source-Perlen

Frei verfügbare Tools sind oft geniale Helfer. Darunter befinden sich auch Tools, die kaum einer kennt. Wir stellen Sie vor.

Viele bekannte Projekte beweisen, dass Gratis-Software sehr leistungsfähig und nützlich ist. Ein Teil davon fällt in den Bereich Open Source. Hier stellen die Entwickler nicht nur das ausführbare Programm zur kostenlosen Verfügung, sondern sie veröffentlichen auch die Quellcodes. Ein Beispiel ist das Betriebssystem Linux; solche Veröffentlichungen gibt es schon seit den 1990er Jahren.

Vor genau zwanzig Jahren wurde die „ Open Source Initiative “ (OSI) zur Förderung der freien Software gegründet. Dazu wurden spezielle Lizenzen vergeben, welche die Distribution der Projekte bestimmte. Über die letzten zwei Jahrzehnte hat sich der Markt für Open Source zu einem nicht mehr wegzudenkenden Teil der Computer-Branche entwickelt. Über diesen Zeitraum wurde die Definition freier Software weiterentwickelt, außerdem wurden neue Lizensierungsverfahren eingeführt. Bekannte Lizenzen sind Gnu, Apache oder auch BSD. Sie unterscheiden sich vor allem bei der Weitergabe und Nutzung der Quellen für ein Projekt. Prinzipiell dürfen Entwickler die Quellcodes verwenden, ändern und damit auch eigene Projekte starten. Abhängig vom Lizenzmodell muss die neue Software wiederum mit der gleichen Lizenz und deren Bedingungen veröffentlicht werden. Andere Vorgaben erlauben, ein Projekt auch als „Closed Source“ weiterzuführen und dann auf die Veröffentlichung der Quelltexte zu verzichten. Sie als Anwender betreffen diese Reglungen nicht, Sie können die Software auf Ihrem Computer stets kostenlos nutzen.

Tipp: 15 geniale Tools rund ums Geld

Mit zunehmender Verbreitung von Windows als Desktop-Betriebssystem fanden sich immer mehr Programmierer für eine Portierung der Software von Unix/Linux zum Microsoft-System. Ein gutes Beispiel ist das „ Opensource-DVD “-Projekt mit rund 600 Anwendungen und 150 Spielen auf Open-Source-Basis zur Gratis-Nutzung unter Windows. Daraus haben wir zum 20-jährigen Jubiläum der Open Source Initiative 75 Programme ausgewählt und auf die Heft-DVD gepackt. Einige dieser Perlen (siehe Tabelle unten) stellen wir hier vor. Der Link hingegen führt Sie direkt zum Download der acht GByte großen Opensource-DVD.

7-Zip: Datenarchive erstellen, bearbeiten und entpacken

Das Pack-Werkzeug 7-Zip ist die Lösung zum schnellen Öffnen und Erstellen von Archiven.
Vergrößern Das Pack-Werkzeug 7-Zip ist die Lösung zum schnellen Öffnen und Erstellen von Archiven.

Der Einsatz von Archiven geht noch auf die Zeit der Disketten und langsamer Internetverbindungen zurück. Tools fassten mehrere Dateien oder Ordner zusammen und komprimierten sie in einem Archiv. So wurde Speicherplatz gespart und der Daten transfer vereinfacht. 7-Zip ist ein solches Programm, es ist schlank, verfügt über viele Funktionen und beherrscht zahlreiche Formate, etwa ZIP, RAR, LZH oder auch GZIP. Zusätzlich kann es die Inhalte von CAB-Dateien und von verschiedenen ausführbaren Programmen zeigen.

Beim Erstellen von neuen Archiven haben Sie die Wahl zwischen dem „Standard“ ZIP und dem Spezialformat 7Z. Ferner kann die Software bei großen Datenmengen das Archiv auf mehrere kleinere Dateien verteilen. Mit an Bord ist ein Passwortschutz für die Archive. Das Programm arbeitet mit den Verfahren Cryptozip und AES-256. Unser Tipp: Installieren Sie die Shell-Erweiterungen für den Windows-Explorer. Dann haben Sie im Dateimanager über das Kontextmenü der rechten Maustaste schnell Zugriff auf die 7-Zip-Funktionen.

Die Entwicklung von Open Source

In den Anfangsjahren der Open Source Initiative wurden die meisten Projekte für die Unix- und Linux-Welt entwickelt. Dieser Trend wurde durch das aufkommende Internet gefördert. Webserver, Datenbanken oder Entwicklertools wurden als Open Source veröffentlicht. Mittlerweile sind Lösungen wie der Apache Webserver, die Blog-Software Wordpress oder die Datenbank MySQL wichtige Werkzeuge zum Aufbau von Angeboten im Web. Die Finanzierung der Entwicklung läuft dabei häufig über Sponsoring durch Unternehmen. Die Programmierer arbeiten dabei meist Vollzeit an der Software; die Firmen können diese kostenlos nutzen. Durch die offenen Quellen lassen sich außerdem durch die Entwicklergemeinde schneller Fehler finden und entfernen. Weiteres Plus: Fehlende Funktionen werden durch andere Programmierer veröffentlicht und fließen später in die Projekte ein. Open Source wird damit zum Motor für neue Features in den Nachfolgeversionen.

Calibre: E-Books verwalten, konvertieren und aufs Lesegerät schicken

E-Books lassen sich mit Calibre auf dem Computer verwalten.
Vergrößern E-Books lassen sich mit Calibre auf dem Computer verwalten.

Die Lektüre von elektronischen Büchern ist eine Möglichkeit, auf verschiedenen Endgeräten zu lesen. Neben den bekannten EBook-Readern wie Amazon Kindle funktioniert das mit Hilfe von Apps auch auf dem Smartphone und Tablet.

Calibre stellt eine Verwaltung für E-Books dar, die Ihnen einen Überblick über Ihre Büchersammlung gewährt. Über Metadaten wie Titel, Autor, Verlag und so weiter finden Sie schnell das passende Buch. Außerdem lassen sich mit Calibre fehlende Informationen zu den Datensätzen hinzufügen; das gilt auch für die Cover-Bilder für die Einträge. Und die integrierte Vorschau erlaubt das Lesen auf dem Computer.

Calibre unterstützt viele Buchformate, darunter Standards wie PDF, Epub, Mobi oder auch Amazon Kindle. Die Bücher lassen sich direkt aus der Software auf ein bestimmtes Gerät übertragen. Dazu verfügt Calibre über eine Funktion zur Konvertierung von E-Books, welche die Leseinhalte beliebig umwandelt, so dass man nicht an ein bestimmtes Lesegerät gebunden ist.

Das alles funktioniert im Batchverfahren auch mit mehreren Titeln; Calibre kann zudem gleich mehrere unterschiedliche Formate erstellen. Wichtig: Die Konvertierung ist nur mit Büchern ohne Kopierschutz möglich. Im Internet findet man Calibre-Erweiterungen, die das Rechte-Management aushebeln und die Umwandlung jeder Datei ermöglichen. Der Einsatz solcher Plug-ins ist laut deutschem Recht aber nicht erlaubt.

Schließlich besitzt Calibre Zusatzfunktionen zum Laden von Nachrichten und Zeitschriften aus dem Internet. Diese schickt das Programm automatisch auf das definierte Lesegerät, so dass man sie später auch dort ohne Internetverbindung lesen kann.

Crococryptfile: Daten sicher verschlüsseln und vor Zugriff schützen

Vertrauliche Daten sollten vor dem Versenden immer verschlüsselt werden, damit andere keinen Zugriff darauf haben. Das gilt für E-Mails ebenso wie die Freigabe in der Cloud. Crococryptfile ist einfach zu bedienen und unterstützt diverse Verschlüsselungsalgorithmen, etwa AES-256, Twofish-256 oder Windows Keystore. Außerdem bietet das Programm mit GPG/OpenPGP oder Windows CAPI verschiedene Public- Key-Verfahren. Hier arbeitet man mit einem privaten und einem öffentlichen Schlüssel. Da CrococryptFile sehr klein ist, lässt es sich auch auf einem USB-Stick verwenden.

Digikam: Bessere Ordnung und mehr im digitalen Fotoalbum

Ordnung und Überblick in einer Bildersammlung bekommt man mit der Fotoverwaltung Digicam.
Vergrößern Ordnung und Überblick in einer Bildersammlung bekommt man mit der Fotoverwaltung Digicam.

Die digitale Bilderflut zu bändigen und den Überblick in der eigenen Fotosammlung zu bewahren, ist Aufgabe des Verwaltungsprogramms Digikam . Zum Funktionsumfang gehören das Einlesen und Verschlagworten der Bilder; dies erleichtert in Kombination mit dem Aufnahmedatum die Suche und Katalogisierung. Damit bekommt man schnell Ordnung und Überblick für alle Aufnahmen. Neue hinzugefügte Bilder findet das Programm automatisch und erweitert seine Datenbank. Neben der Verwaltung gibt es auch einen Editor zum Bearbeiten der Bilder und eine Leuchttischfunktion zum Vergleichen von Motiven. Die Stapelverarbeitung unterstützt den Anwender beim Skalieren, Bearbeiten und Exportieren mehrere Fotos. Hinzu kommen Funktionen für das Erstellen von HTML-Galerien und Diashows sowie das Versenden von Fotos über E-Mail. Und ein Generator erstellt aus einer Bildauswahl einen Videoclip zum Abspielen auf dem PC, Fernseher oder mobilen Gerät, also Tablet oder Telefon.

Siehe auch: 40 geniale Gratis-Sicherheits-Tools für Windows

fre:ac: Leistungsfähiger Audio-Konverter ins MP3-Format

Musik spielt heute auf praktisch allen Geräten. Viele Anwender setzen zum unkomplizierten Zugriff auf die eigene Audiobibliothek auf das MP3-Format. Beim Umwandeln in dieses Format hilft fre:ac . Ausgangsmaterial können Windows-Dateien sein oder Songs aus der iTunes-Bibliothek, unterstützt werden auch Ogg Vorbis, Bonk oder Flac. Mit im Funktionsumfang ist ein CD-Ripper zum Digitalisieren von Audiodatenträgern. Alben oder einzelne Songs lassen sich dabei einfach erkennen und mit den passenden Metainformationen versehen, sodass die Player Titel, Künstler und so weiter auf dem Display korrekt anzeigen.

Ganttproject: Projektplanung für Anfänger einfach gemacht

Im privaten Bereich kann es eine Party sein und im Büro die Entwicklung eines neuen Produkts. Die richtige Planung erleichtert es, solche Aufgaben ohne Probleme zu lösen. GanttProject ist eine umfangreiche Hilfe für die Projektrealisierung. Über eine Zeitleiste werden die Etappen definiert und die Arbeitsschritte zugeordnet. Später lassen sich den mitwirkenden Personen einzelne Aufgaben einfach zuordnen. Der finale Plan lässt sich in verschiedenen Formaten ausgeben und an die Beteiligten weiterleiten. Hier haben Sie die Wahl zwischen HTML, PDF oder MS-Projekt. Voraussetzung für die Nutzung des Tools ist die Laufzeitumgebung Java.

Krita: Tool für Computergrafik, Fotobearbeitung und Design

Krita ist ein leistungsfähiges Mal- und Zeichenprogramm mit vielen Werkzeugen.
Vergrößern Krita ist ein leistungsfähiges Mal- und Zeichenprogramm mit vielen Werkzeugen.

Zum Malen und Zeichnen wird vielfach der Computer eingesetzt, die Ergebnisse findet man in Computerspielen, Animationsfilmen und im Bereich Design. In den Anfangszeiten der Computergrafik wurde Pixel für Pixel gesetzt. Heute kommen spezielle Werkzeuge zum Einsatz, welche Malmedien aus der realen Welt simulieren. Krita bietet ein breites Set an Pinseln, dazu kommen Werkzeugspitzen für Stifte, Kreide, Ölfarben oder Aquarelleffekte. Über Ebenen werden die Elemente kombiniert. Damit lassen sich Vorlagen, Umrisse oder Konturen und die Farben getrennt anlegen. Die Unterstützung für Grafiktabletts ermöglicht das einfachere Arbeiten mit einem Stift. Krita ist aber auch für kreative Fotoarbeiten geeignet. Mit den Ebenen und Masken lassen sich Montagen erstellen und Motive verfremden. Dabei helfen auch die Ebenenmodi, die wie Adobe Photoshop & Co. funktionieren. Bekannte Tricks zum Verändern von Aufnahmen kann der Anwender sehr einfach auf Krita übertragen.

Libre Office: Komplettlösung für sämtliche Büroarbeiten

Eines der meistgenutzten Alltagsprogramme sind Arbeiten an Bürodokumenten. In Unternehmen hat sich das Office-Paket von Microsoft als Standard etabliert. Für viele Anwender im privaten Bereich oder für Studenten steht mit Libre Office eine kostenlose Alternative zur Verfügung, inklusive Modulen für die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbank und Präsentation. Zusatzprogramme helfen beim Entwurf von Grafiken und bei der Kommunikation über E-Mail. Die Entwicklergemeinde legt sehr viel Wert auf die Kompatibilität mit der Microsoft-Software: In der Praxis lassen sich fast alle Dokumente austauschen. Dabei werden Textlayouts nahezu punktgenau übernommen. Und die Berechnungen aus Excel funktionieren auch in Libre Office. Libre Office ist ein gutes Beispiel für Open Source. Die Software basiert auf dem bekannten Open Office der Apache Foundation und nutzt dessen Quellcode als Basis. Sehr große Unterschiede zwischen beiden Programmen gibt es offensichtlich bei Funktionen und Oberfläche nicht. Libre Office hat im Vergleich zu Open Office einen Vorteil: Es gibt eine Version speziell für Windows 64 Bit. Damit werden aktuelle Hardware-Konfigurationen mit Windows 8 oder 10 besser genutzt.

Scribus: Dokumentlayout für Windows mit vielen Möglichkeiten

Mit Scribus lassen sich Seitenlayouts für Zeitungen und Broschüren entwerfen.
Vergrößern Mit Scribus lassen sich Seitenlayouts für Zeitungen und Broschüren entwerfen.

Die Gestaltung von Zeitungen, Broschüren oder Newslettern auf Papier oder als PDF ist eine beliebte Möglichkeit für Kommunikation und Werbung. Programme fürs Desktop Publishing (DTP) erledigen den Seitenaufbau über Texte, Bilder und andere Elemente. Solche DTP-Software ist flexibler als eine herkömmliche Textverarbeitung, beispielsweise beim Platzieren von Hintergrundbildern oder Designs über eine Doppelseite. Auch der Textumfluss um Objekte ist einfacher zu realisieren als in Word oder anderen Textverarbeitung.

Die Publishing-Suite Scribus beherrscht all diese Aufgaben, Musterseiten helfen bei der schnellen Gestaltung. Später lassen sich einzelne Seiten zusammensetzen, und Bibliotheken speichern oft genutzte Elemente wie Kästen oder Tabellen.

Beim Import von Daten ist die Software flexibel: Word, RTF, alle gängigen Bildformate und viele Vektorgrafiken wie AI, SVG oder Postscript stehen auf der Featureliste. Die Ausgabe der Dokumente erfolgt über das PDF-Format. Die Ausgabe per Drucker, der Versand per E-Mail oder die Weitergabe der Daten für den professionellen Druck sind einige Varianten zur Weiterverarbeitung der Layoutdokumente.

Siehe auch: 45 praktische System-Tools für Ihren PC

Simplenote: Aufgaben in Windows und auf mobilen Geräten verwalten

Einkaufslisten, Termine oder anstehende Arbeitsaufgaben kann man einfach mit Simplenote auf dem Computer verwalten. Das Programm für den Windows-PC zeigt sich mit denkbar einfacher Bedienung. Eintragungen werden angelegt und erscheinen in einer übersichtlichen Liste. Zu jedem Element lassen sich beliebig viele Informationen als Text ablegen. Bilder oder anderen Dateien verarbeitet Simplenote jedoch nicht. Das integrierte Stichwortsystem gruppiert die Notizen und lässt das gezielte Auflisten der Einträge zu. Erledigte Aufgaben können einfach per Mausklick markiert und später in den Papierkorb verschoben werden. Die History-Option zeigt den Verlauf einer Aufgabe an.

Mit Simplenote werden Notizen beziehungsweise Aufgaben verwaltet.
Vergrößern Mit Simplenote werden Notizen beziehungsweise Aufgaben verwaltet.

Durch mobile Apps für Android und iOS hat man auch unterwegs Zugriff auf seine Daten. Dazu benötigt man einen Account, der sich im Programm kostenlos anlegen lässt. Die Apps haben die gleiche Funktionalität wie das Desktop-Programm. Simplenote steht mittlerweile auch als Apps für Windows 8 beziehungweise 10 in den jeweiligen Microsoft-Stores zur Verfügung.

Thunderbird: Nachrichtenzentrale für elektronische Nachrichten und RSS

Eine der ältesten Anwendungen im Internet ist die E-Mail: Die erste Nachricht wurde schon 1971 über ein Netzwerk verschickt. Seitdem hat sich die E-Mail vom reinen Textmedium weiterentwickelt und ist heute aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken, trotz starker Konkurrenz durch Messenger wie Whatsapp oder die Kommunikation über Facebook.

Alternativ zum Empfangen, Lesen und Schreiben der E-Mails im Browser eignet sich ein Mailclient wie Thunderbird , der auf dem Windows-PC installiert wird und deshalb viele Teilarbeiten auch offline erledigt. Die Software erlaubt die Arbeit mit mehreren E-Mail-Konten, unterstützt die Mail-Protokolle POP3 und IMAP und hat einen RSS-Reader an Bord. Damit kann der Anwender flexibel seine eigene Newsseite zusammenstellen und bekommt von seinen bevorzugten Webseiten die neuen Artikel angezeigt.

Streamwriter: Tool zum automatischen Aufnehmen von Webradio

Webradio liefert kostenlose Musik aus dem Internet, übers Netz empfängt man unzählige Stationen mit vielen Angeboten. Mit zum Repertoire gehören die Sender aus dem öffentlich-rechtlichen sowie privaten Bereich in Deutschland. Den Großteil machen aber internationale Sender aus, mit speziellen Musikkanälen, Sport, Informationen und Talkradio.

Das Tool Streamwriter ist ein Recorder zum Mitschneiden der Beiträge. Sie müssen dabei nicht am Computer sitzen und die Aufnahme starten. Das Programm erlaubt den Mitschnitt am Stück, trennt aber auf Wunsch auch die Titel und speichert diese als einzelne Dateien. Dabei liest die Software die Informationen zu Künstler und Titel aus und schreibt diese Metainformationen direkt in die MP3-Aufnahmen. Alternativ kann man nach Band oder Künstler suchen; Streamwriter speichert diese Anfrage und nimmt passende Titel automatisch aus den angebotenen Sendungen auf. Das funktioniert auch im Hintergrund und ist völlig legal. Schließlich handelt es sich um Aufzeichnungen, nicht um Kopien.

VLC Mediaplayer: Universelle Multimedia-Zentrale am PC

Der VLC Mediaplayer ist weit mehr als eine Software zum Abspielen.
Vergrößern Der VLC Mediaplayer ist weit mehr als eine Software zum Abspielen.

Die Wiedergabe von Video und Musik ist heute fester Bestandteil von Unterhaltung auf dem Computer. Besser als der Windows Mediaplayer und als wahres Wunder in Sachen Multimedia erweist sich der VLC Mediaplayer . Praktisch gibt es kein Format, das dieses Tool nicht beherrscht. Abgespielt werden lokale Dateien, optische Medien wie CD, DVD oder Blu-Ray sowie Videos aus dem Netz. Per UPnP/DLNA ruft man Inhalte von Mediaservern ab, über URLs auch Clips von Portalen wie Youtube oder Vimeo. Diese Features erweisen sich in Kombination mit der Playlist als sehr nützlich, so dass sich Videos von lokalen Datenträgern, aus dem Heimnetz und aus dem Internet mischen lassen.

Mit der Version 3.0 gibt es wichtige Verbesserungen: Der Player ist nun 4K-kompatibel und spielt auch Filme ab, die mit einer 360-Grad-Kamera aufgenommen wurden. Der Anwender kann dabei über die Maus die Perspektive während der Wiedergabe wählen. Außerdem kann man nun auf Chromecast-Geräte streamen; das funktioniert auch in Kombination mit Nvidia Shield. Die vielen Features von VLC findet man übrigens auch als Apps für Androidund iOS-Geräte.

Der VLC Mediaplayer ist aber nicht nur ein Multimedia-Player, er besitzt auch Sonderfunktionen zum Konvertieren von Dateien. Damit lassen sich Videos für mobile Geräte aufbereiten und als Mpeg4 schreiben. Außerdem im Lieferumfang ist ein Screenrecorder, beispielsweise zum Mitschneiden sämtlicher Aktionen beim Arbeiten auf dem Windows-Desktop, um daraus ein Tutorialvideo zu erstellen.

Clavier+: Schnelles Arbeiten mit Tasten-Shortcuts

Das kleine Tool hilft beim Definieren von Tastenkombinationen, mit denen man schnell Programme aufrufen, Webseiten öffnen oder auch Textbausteine einfügen kann. Nach dem Start finden Sie Clavier+ als Icon unten in der Windows-Taskleiste. Ein Klick auf das Symbol öffnet das Einstellungsfenster, unten stellen Sie über „Language“ die Sprache der Oberfläche auf Deutsch.

Oben sehen Sie eine Liste mit vordefinierten Tastenkürzeln. Mit dem blauen Plus-Icon links darunter fügen Sie weitere Anweisungen hinzu, ein Klick auf die Schaltfläche öffnet ein Einstellmenü. Zum Erstellen eines Tastaturkürzels zum Starten von Software wählen Sie die Option „Programm“ und suchen im Unterordner „Programs“ den passenden Eintrag aus. Im folgenden Fenster setzen Sie den Cursor mit der Maus in das Eingabefeld oben, dann drücken Sie die gewünschte Tastaturkombination und bestätigen mit „OK“. Nach dem Schließen des Fensters von Clavier+ können Sie die neuen Einstellungen testen.

Clavier+ ist ein kleines Programm, mit dem Sie individuelle Keyboard-Shortcuts festlegen.
Vergrößern Clavier+ ist ein kleines Programm, mit dem Sie individuelle Keyboard-Shortcuts festlegen.

Für das Erstellen und Festlegen eines neuen Textbausteins klicken Sie auf das Plus-Symbol und dann auf den Menüeintrag „Text“. Das Programm fragt anschließend nach der Tastenkombination; den Inhalt des Textbausteins fügen Sie im Hauptfenster im Feld „Text schreiben“ ein.

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