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Für Sie ausgesucht: Open-Source-Perlen

Frei verfügbare Tools sind oft geniale Helfer. Darunter befinden sich auch Tools, die kaum einer kennt. Wir stellen Sie vor.

Viele bekannte Projekte beweisen, dass Gratis-Software sehr leistungsfähig und nützlich ist. Ein Teil davon fällt in den Bereich Open Source. Hier stellen die Entwickler nicht nur das ausführbare Programm zur kostenlosen Verfügung, sondern sie veröffentlichen auch die Quellcodes. Ein Beispiel ist das Betriebssystem Linux; solche Veröffentlichungen gibt es schon seit den 1990er Jahren.

Vor genau zwanzig Jahren wurde die „ Open Source Initiative “ (OSI) zur Förderung der freien Software gegründet. Dazu wurden spezielle Lizenzen vergeben, welche die Distribution der Projekte bestimmte. Über die letzten zwei Jahrzehnte hat sich der Markt für Open Source zu einem nicht mehr wegzudenkenden Teil der Computer-Branche entwickelt. Über diesen Zeitraum wurde die Definition freier Software weiterentwickelt, außerdem wurden neue Lizensierungsverfahren eingeführt. Bekannte Lizenzen sind Gnu, Apache oder auch BSD. Sie unterscheiden sich vor allem bei der Weitergabe und Nutzung der Quellen für ein Projekt. Prinzipiell dürfen Entwickler die Quellcodes verwenden, ändern und damit auch eigene Projekte starten. Abhängig vom Lizenzmodell muss die neue Software wiederum mit der gleichen Lizenz und deren Bedingungen veröffentlicht werden. Andere Vorgaben erlauben, ein Projekt auch als „Closed Source“ weiterzuführen und dann auf die Veröffentlichung der Quelltexte zu verzichten. Sie als Anwender betreffen diese Reglungen nicht, Sie können die Software auf Ihrem Computer stets kostenlos nutzen.

Tipp: 15 geniale Tools rund ums Geld

Mit zunehmender Verbreitung von Windows als Desktop-Betriebssystem fanden sich immer mehr Programmierer für eine Portierung der Software von Unix/Linux zum Microsoft-System. Ein gutes Beispiel ist das „ Opensource-DVD “-Projekt mit rund 600 Anwendungen und 150 Spielen auf Open-Source-Basis zur Gratis-Nutzung unter Windows. Daraus haben wir zum 20-jährigen Jubiläum der Open Source Initiative 75 Programme ausgewählt. Einige dieser Perlen (siehe Tabelle unten) stellen wir hier vor. Der Link hingegen führt Sie direkt zum Download der acht GByte großen Opensource-DVD.

7-Zip: Datenarchive erstellen, bearbeiten und entpacken

Das Pack-Werkzeug 7-Zip ist die Lösung zum schnellen Öffnen und Erstellen von Archiven.
Vergrößern Das Pack-Werkzeug 7-Zip ist die Lösung zum schnellen Öffnen und Erstellen von Archiven.

Der Einsatz von Archiven geht noch auf die Zeit der Disketten und langsamer Internetverbindungen zurück. Tools fassten mehrere Dateien oder Ordner zusammen und komprimierten sie in einem Archiv. So wurde Speicherplatz gespart und der Daten transfer vereinfacht. 7-Zip ist ein solches Programm, es ist schlank, verfügt über viele Funktionen und beherrscht zahlreiche Formate, etwa ZIP, RAR, LZH oder auch GZIP. Zusätzlich kann es die Inhalte von CAB-Dateien und von verschiedenen ausführbaren Programmen zeigen.

Beim Erstellen von neuen Archiven haben Sie die Wahl zwischen dem „Standard“ ZIP und dem Spezialformat 7Z. Ferner kann die Software bei großen Datenmengen das Archiv auf mehrere kleinere Dateien verteilen. Mit an Bord ist ein Passwortschutz für die Archive. Das Programm arbeitet mit den Verfahren Cryptozip und AES-256. Unser Tipp: Installieren Sie die Shell-Erweiterungen für den Windows-Explorer. Dann haben Sie im Dateimanager über das Kontextmenü der rechten Maustaste schnell Zugriff auf die 7-Zip-Funktionen.

Die Entwicklung von Open Source

In den Anfangsjahren der Open Source Initiative wurden die meisten Projekte für die Unix- und Linux-Welt entwickelt. Dieser Trend wurde durch das aufkommende Internet gefördert. Webserver, Datenbanken oder Entwicklertools wurden als Open Source veröffentlicht. Mittlerweile sind Lösungen wie der Apache Webserver, die Blog-Software Wordpress oder die Datenbank MySQL wichtige Werkzeuge zum Aufbau von Angeboten im Web. Die Finanzierung der Entwicklung läuft dabei häufig über Sponsoring durch Unternehmen. Die Programmierer arbeiten dabei meist Vollzeit an der Software; die Firmen können diese kostenlos nutzen. Durch die offenen Quellen lassen sich außerdem durch die Entwicklergemeinde schneller Fehler finden und entfernen. Weiteres Plus: Fehlende Funktionen werden durch andere Programmierer veröffentlicht und fließen später in die Projekte ein. Open Source wird damit zum Motor für neue Features in den Nachfolgeversionen.

Calibre: E-Books verwalten, konvertieren und aufs Lesegerät schicken

E-Books lassen sich mit Calibre auf dem Computer verwalten.
Vergrößern E-Books lassen sich mit Calibre auf dem Computer verwalten.

Die Lektüre von elektronischen Büchern ist eine Möglichkeit, auf verschiedenen Endgeräten zu lesen. Neben den bekannten EBook-Readern wie Amazon Kindle funktioniert das mit Hilfe von Apps auch auf dem Smartphone und Tablet.

Calibre stellt eine Verwaltung für E-Books dar, die Ihnen einen Überblick über Ihre Büchersammlung gewährt. Über Metadaten wie Titel, Autor, Verlag und so weiter finden Sie schnell das passende Buch. Außerdem lassen sich mit Calibre fehlende Informationen zu den Datensätzen hinzufügen; das gilt auch für die Cover-Bilder für die Einträge. Und die integrierte Vorschau erlaubt das Lesen auf dem Computer.

Calibre unterstützt viele Buchformate, darunter Standards wie PDF, Epub, Mobi oder auch Amazon Kindle. Die Bücher lassen sich direkt aus der Software auf ein bestimmtes Gerät übertragen. Dazu verfügt Calibre über eine Funktion zur Konvertierung von E-Books, welche die Leseinhalte beliebig umwandelt, so dass man nicht an ein bestimmtes Lesegerät gebunden ist.

Das alles funktioniert im Batchverfahren auch mit mehreren Titeln; Calibre kann zudem gleich mehrere unterschiedliche Formate erstellen. Wichtig: Die Konvertierung ist nur mit Büchern ohne Kopierschutz möglich. Im Internet findet man Calibre-Erweiterungen, die das Rechte-Management aushebeln und die Umwandlung jeder Datei ermöglichen. Der Einsatz solcher Plug-ins ist laut deutschem Recht aber nicht erlaubt.

Schließlich besitzt Calibre Zusatzfunktionen zum Laden von Nachrichten und Zeitschriften aus dem Internet. Diese schickt das Programm automatisch auf das definierte Lesegerät, so dass man sie später auch dort ohne Internetverbindung lesen kann.

Crococryptfile: Daten sicher verschlüsseln und vor Zugriff schützen

Vertrauliche Daten sollten vor dem Versenden immer verschlüsselt werden, damit andere keinen Zugriff darauf haben. Das gilt für E-Mails ebenso wie die Freigabe in der Cloud. Crococryptfile ist einfach zu bedienen und unterstützt diverse Verschlüsselungsalgorithmen, etwa AES-256, Twofish-256 oder Windows Keystore. Außerdem bietet das Programm mit GPG/OpenPGP oder Windows CAPI verschiedene Public- Key-Verfahren. Hier arbeitet man mit einem privaten und einem öffentlichen Schlüssel. Da CrococryptFile sehr klein ist, lässt es sich auch auf einem USB-Stick verwenden.

Digikam: Bessere Ordnung und mehr im digitalen Fotoalbum

Ordnung und Überblick in einer Bildersammlung bekommt man mit der Fotoverwaltung Digicam.
Vergrößern Ordnung und Überblick in einer Bildersammlung bekommt man mit der Fotoverwaltung Digicam.

Die digitale Bilderflut zu bändigen und den Überblick in der eigenen Fotosammlung zu bewahren, ist Aufgabe des Verwaltungsprogramms Digikam . Zum Funktionsumfang gehören das Einlesen und Verschlagworten der Bilder; dies erleichtert in Kombination mit dem Aufnahmedatum die Suche und Katalogisierung. Damit bekommt man schnell Ordnung und Überblick für alle Aufnahmen. Neue hinzugefügte Bilder findet das Programm automatisch und erweitert seine Datenbank. Neben der Verwaltung gibt es auch einen Editor zum Bearbeiten der Bilder und eine Leuchttischfunktion zum Vergleichen von Motiven. Die Stapelverarbeitung unterstützt den Anwender beim Skalieren, Bearbeiten und Exportieren mehrere Fotos. Hinzu kommen Funktionen für das Erstellen von HTML-Galerien und Diashows sowie das Versenden von Fotos über E-Mail. Und ein Generator erstellt aus einer Bildauswahl einen Videoclip zum Abspielen auf dem PC, Fernseher oder mobilen Gerät, also Tablet oder Telefon.

Siehe auch: 40 geniale Gratis-Sicherheits-Tools für Windows

fre:ac: Leistungsfähiger Audio-Konverter ins MP3-Format

Musik spielt heute auf praktisch allen Geräten. Viele Anwender setzen zum unkomplizierten Zugriff auf die eigene Audiobibliothek auf das MP3-Format. Beim Umwandeln in dieses Format hilft fre:ac . Ausgangsmaterial können Windows-Dateien sein oder Songs aus der iTunes-Bibliothek, unterstützt werden auch Ogg Vorbis, Bonk oder Flac. Mit im Funktionsumfang ist ein CD-Ripper zum Digitalisieren von Audiodatenträgern. Alben oder einzelne Songs lassen sich dabei einfach erkennen und mit den passenden Metainformationen versehen, sodass die Player Titel, Künstler und so weiter auf dem Display korrekt anzeigen.

Ganttproject: Projektplanung für Anfänger einfach gemacht

Im privaten Bereich kann es eine Party sein und im Büro die Entwicklung eines neuen Produkts. Die richtige Planung erleichtert es, solche Aufgaben ohne Probleme zu lösen. GanttProject ist eine umfangreiche Hilfe für die Projektrealisierung. Über eine Zeitleiste werden die Etappen definiert und die Arbeitsschritte zugeordnet. Später lassen sich den mitwirkenden Personen einzelne Aufgaben einfach zuordnen. Der finale Plan lässt sich in verschiedenen Formaten ausgeben und an die Beteiligten weiterleiten. Hier haben Sie die Wahl zwischen HTML, PDF oder MS-Projekt. Voraussetzung für die Nutzung des Tools ist die Laufzeitumgebung Java.

Krita: Tool für Computergrafik, Fotobearbeitung und Design

Krita ist ein leistungsfähiges Mal- und Zeichenprogramm mit vielen Werkzeugen.
Vergrößern Krita ist ein leistungsfähiges Mal- und Zeichenprogramm mit vielen Werkzeugen.

Zum Malen und Zeichnen wird vielfach der Computer eingesetzt, die Ergebnisse findet man in Computerspielen, Animationsfilmen und im Bereich Design. In den Anfangszeiten der Computergrafik wurde Pixel für Pixel gesetzt. Heute kommen spezielle Werkzeuge zum Einsatz, welche Malmedien aus der realen Welt simulieren. Krita bietet ein breites Set an Pinseln, dazu kommen Werkzeugspitzen für Stifte, Kreide, Ölfarben oder Aquarelleffekte. Über Ebenen werden die Elemente kombiniert. Damit lassen sich Vorlagen, Umrisse oder Konturen und die Farben getrennt anlegen. Die Unterstützung für Grafiktabletts ermöglicht das einfachere Arbeiten mit einem Stift. Krita ist aber auch für kreative Fotoarbeiten geeignet. Mit den Ebenen und Masken lassen sich Montagen erstellen und Motive verfremden. Dabei helfen auch die Ebenenmodi, die wie Adobe Photoshop & Co. funktionieren. Bekannte Tricks zum Verändern von Aufnahmen kann der Anwender sehr einfach auf Krita übertragen.

OnePlus bringt mit dem OnePlus 7 Pro sein neustes Flaggschiff auf den Markt und haut mal wieder richtig einen raus: Full-View-Display ohne Notch, ausfahrbare Selfie-Cam und übertriebene 12 GB RAM. Damit will das OnePlus 7 Pro die Konkurrenz um Galaxy S10+ und P30 Pro in die Schranken weisen. Allerdings sind die Zeiten, in denen OnePlus gute aber günstige Handys gebaut hat vorbei: 709-829 Euro kostet die Pro-Version. Immerhin bringt OnePlus mit dem "normalen" OnePlus 7 noch eine günstigere Alternative zu Preisen zwischen 559 und 609 Euro.

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Libre Office: Komplettlösung für sämtliche Büroarbeiten

Eines der meistgenutzten Alltagsprogramme sind Arbeiten an Bürodokumenten. In Unternehmen hat sich das Office-Paket von Microsoft als Standard etabliert. Für viele Anwender im privaten Bereich oder für Studenten steht mit Libre Office eine kostenlose Alternative zur Verfügung, inklusive Modulen für die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbank und Präsentation. Zusatzprogramme helfen beim Entwurf von Grafiken und bei der Kommunikation über E-Mail. Die Entwicklergemeinde legt sehr viel Wert auf die Kompatibilität mit der Microsoft-Software: In der Praxis lassen sich fast alle Dokumente austauschen. Dabei werden Textlayouts nahezu punktgenau übernommen. Und die Berechnungen aus Excel funktionieren auch in Libre Office. Libre Office ist ein gutes Beispiel für Open Source. Die Software basiert auf dem bekannten Open Office der Apache Foundation und nutzt dessen Quellcode als Basis. Sehr große Unterschiede zwischen beiden Programmen gibt es offensichtlich bei Funktionen und Oberfläche nicht. Libre Office hat im Vergleich zu Open Office einen Vorteil: Es gibt eine Version speziell für Windows 64 Bit. Damit werden aktuelle Hardware-Konfigurationen mit Windows 8 oder 10 besser genutzt.

Die Programmiersprache Python

Viele Programmierer setzen auf die Sprache Python . Sie ist Open Source und für Windows, Mac-OS, Linux oder den Raspberry Pi verfügbar. Deswegen sind die Programme ohne umfangreiche Anpassungen auf den Zielsystemen lauffähig. Python war im vergangenen Jahr in den Top 3 der beliebtesten Programmiersprachen weltweit. Im Bereich künstliche Intelligenz (KI/AI) wird die objektorientierte Entwicklerumgebung sehr häufig eingesetzt. Das Framework Tensorflow von Google ist in Python geschrieben. Mit Hilfe von Zusatzmodulen ist Python erweiterbar: Die Pakete lassen sich mit dem internen Paketmanager (PIP) einfach nachinstallieren. Viele Programme haben eine Setup-Routine integriert, die die notwendigen Module aus dem Internet lädt und danach einspielt. Für die Nutzung von Python muss man die Windows-Version installieren; die Sprache lässt sich in der Windows-Eingabeaufforderung oder der Powershell nutzen.

Scribus: Dokumentlayout für Windows mit vielen Möglichkeiten

Mit Scribus lassen sich Seitenlayouts für Zeitungen und Broschüren entwerfen.
Vergrößern Mit Scribus lassen sich Seitenlayouts für Zeitungen und Broschüren entwerfen.

Die Gestaltung von Zeitungen, Broschüren oder Newslettern auf Papier oder als PDF ist eine beliebte Möglichkeit für Kommunikation und Werbung. Programme fürs Desktop Publishing (DTP) erledigen den Seitenaufbau über Texte, Bilder und andere Elemente. Solche DTP-Software ist flexibler als eine herkömmliche Textverarbeitung, beispielsweise beim Platzieren von Hintergrundbildern oder Designs über eine Doppelseite. Auch der Textumfluss um Objekte ist einfacher zu realisieren als in Word oder anderen Textverarbeitung.

Die Publishing-Suite Scribus beherrscht all diese Aufgaben, Musterseiten helfen bei der schnellen Gestaltung. Später lassen sich einzelne Seiten zusammensetzen, und Bibliotheken speichern oft genutzte Elemente wie Kästen oder Tabellen.

Beim Import von Daten ist die Software flexibel: Word, RTF, alle gängigen Bildformate und viele Vektorgrafiken wie AI, SVG oder Postscript stehen auf der Featureliste. Die Ausgabe der Dokumente erfolgt über das PDF-Format. Die Ausgabe per Drucker, der Versand per E-Mail oder die Weitergabe der Daten für den professionellen Druck sind einige Varianten zur Weiterverarbeitung der Layoutdokumente.

Siehe auch: 45 praktische System-Tools für Ihren PC

Simplenote: Aufgaben in Windows und auf mobilen Geräten verwalten

Einkaufslisten, Termine oder anstehende Arbeitsaufgaben kann man einfach mit Simplenote auf dem Computer verwalten. Das Programm für den Windows-PC zeigt sich mit denkbar einfacher Bedienung. Eintragungen werden angelegt und erscheinen in einer übersichtlichen Liste. Zu jedem Element lassen sich beliebig viele Informationen als Text ablegen. Bilder oder anderen Dateien verarbeitet Simplenote jedoch nicht. Das integrierte Stichwortsystem gruppiert die Notizen und lässt das gezielte Auflisten der Einträge zu. Erledigte Aufgaben können einfach per Mausklick markiert und später in den Papierkorb verschoben werden. Die History-Option zeigt den Verlauf einer Aufgabe an.

Mit Simplenote werden Notizen beziehungsweise Aufgaben verwaltet.
Vergrößern Mit Simplenote werden Notizen beziehungsweise Aufgaben verwaltet.

Durch mobile Apps für Android und iOS hat man auch unterwegs Zugriff auf seine Daten. Dazu benötigt man einen Account, der sich im Programm kostenlos anlegen lässt. Die Apps haben die gleiche Funktionalität wie das Desktop-Programm. Simplenote steht mittlerweile auch als Apps für Windows 8 beziehungweise 10 in den jeweiligen Microsoft-Stores zur Verfügung.

Thunderbird: Nachrichtenzentrale für elektronische Nachrichten und RSS

Eine der ältesten Anwendungen im Internet ist die E-Mail: Die erste Nachricht wurde schon 1971 über ein Netzwerk verschickt. Seitdem hat sich die E-Mail vom reinen Textmedium weiterentwickelt und ist heute aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken, trotz starker Konkurrenz durch Messenger wie Whatsapp oder die Kommunikation über Facebook.

Alternativ zum Empfangen, Lesen und Schreiben der E-Mails im Browser eignet sich ein Mailclient wie Thunderbird , der auf dem Windows-PC installiert wird und deshalb viele Teilarbeiten auch offline erledigt. Die Software erlaubt die Arbeit mit mehreren E-Mail-Konten, unterstützt die Mail-Protokolle POP3 und IMAP und hat einen RSS-Reader an Bord. Damit kann der Anwender flexibel seine eigene Newsseite zusammenstellen und bekommt von seinen bevorzugten Webseiten die neuen Artikel angezeigt.

Streamwriter: Tool zum automatischen Aufnehmen von Webradio

Webradio liefert kostenlose Musik aus dem Internet, übers Netz empfängt man unzählige Stationen mit vielen Angeboten. Mit zum Repertoire gehören die Sender aus dem öffentlich-rechtlichen sowie privaten Bereich in Deutschland. Den Großteil machen aber internationale Sender aus, mit speziellen Musikkanälen, Sport, Informationen und Talkradio.

Das Tool Streamwriter ist ein Recorder zum Mitschneiden der Beiträge. Sie müssen dabei nicht am Computer sitzen und die Aufnahme starten. Das Programm erlaubt den Mitschnitt am Stück, trennt aber auf Wunsch auch die Titel und speichert diese als einzelne Dateien. Dabei liest die Software die Informationen zu Künstler und Titel aus und schreibt diese Metainformationen direkt in die MP3-Aufnahmen. Alternativ kann man nach Band oder Künstler suchen; Streamwriter speichert diese Anfrage und nimmt passende Titel automatisch aus den angebotenen Sendungen auf. Das funktioniert auch im Hintergrund und ist völlig legal. Schließlich handelt es sich um Aufzeichnungen, nicht um Kopien.

VLC Mediaplayer: Universelle Multimedia-Zentrale am PC

Der VLC Mediaplayer ist weit mehr als eine Software zum Abspielen.
Vergrößern Der VLC Mediaplayer ist weit mehr als eine Software zum Abspielen.

Die Wiedergabe von Video und Musik ist heute fester Bestandteil von Unterhaltung auf dem Computer. Besser als der Windows Mediaplayer und als wahres Wunder in Sachen Multimedia erweist sich der VLC Mediaplayer . Praktisch gibt es kein Format, das dieses Tool nicht beherrscht. Abgespielt werden lokale Dateien, optische Medien wie CD, DVD oder Blu-Ray sowie Videos aus dem Netz. Per UPnP/DLNA ruft man Inhalte von Mediaservern ab, über URLs auch Clips von Portalen wie Youtube oder Vimeo. Diese Features erweisen sich in Kombination mit der Playlist als sehr nützlich, so dass sich Videos von lokalen Datenträgern, aus dem Heimnetz und aus dem Internet mischen lassen.

Mit der Version 3.0 gibt es wichtige Verbesserungen: Der Player ist nun 4K-kompatibel und spielt auch Filme ab, die mit einer 360-Grad-Kamera aufgenommen wurden. Der Anwender kann dabei über die Maus die Perspektive während der Wiedergabe wählen. Außerdem kann man nun auf Chromecast-Geräte streamen; das funktioniert auch in Kombination mit Nvidia Shield. Die vielen Features von VLC findet man übrigens auch als Apps für Androidund iOS-Geräte.

Der VLC Mediaplayer ist aber nicht nur ein Multimedia-Player, er besitzt auch Sonderfunktionen zum Konvertieren von Dateien. Damit lassen sich Videos für mobile Geräte aufbereiten und als Mpeg4 schreiben. Außerdem im Lieferumfang ist ein Screenrecorder, beispielsweise zum Mitschneiden sämtlicher Aktionen beim Arbeiten auf dem Windows-Desktop, um daraus ein Tutorialvideo zu erstellen.

Open Source für mobile Geräte

Quelloffene Apps existieren ebenfalls für Android und Apple iOS. Ein Beispiel ist die Foto-App Open Camera . Das Programm bietet zahlreiche Zusatzfunktionen für die Steuerung und bei der Aufnahme von Fotos und Videos. Open Camera ist schnell über den Google-Playstore installiert.

Apple arbeitet beim Betriebssystem mit geschlossenem Code und hält diesen als Firmengeheimnis unter Verschluss. Anders ist das bei Android, welches auf Linux basiert und für den Anwender als Open Source zugänglich ist. Das bildet die Grundlage für verschiedene Ableger und modifizierten Versionen von Android. Das wohl bekannteste und beliebteste Projekt ist Lineage-OS . Durch die Verfügbarkeit des Quellcodes ist der Android-Klon in neuen Versionen auch für ältere Geräte verfügbar. Das hilft Besitzern von Smartphones, für die der Hersteller den Support eingestellt hat.

KStars: Astronomie auf dem Computerbildschirm

Den Sternenhimmel holt man sich mit KStars am heimischen Rechner auf den Bildschirm.
Vergrößern Den Sternenhimmel holt man sich mit KStars am heimischen Rechner auf den Bildschirm.

Bei gutem Wetter entdeckt man am Nachhimmel viele Sterne, Planeten und andere Objekte im Weltraum. Für die Identifizierung auf dem Computer gibt es Programme wie KStars. KStars stellt Sterne, Planeten und die anderen Objekte im Weltraum grafisch auf dem Bildschirm dar.

Nach dem Start wird der eigene Standort definiert. An Hand der Koordinaten berechnet KStars danach die Ansicht für den Himmel zur aktuellen Zeit. Über die Einstellungen wechselt man den Standort oder die Zeit. Damit lassen sich vergangene oder zukünftige Sternkonstellationen für jeden Ort auf der Erde auf den Bildschirm holen. Das Programm besitzt eine virtuelle Kamera mit Schwenk und Zoom und stellt ein Lernprogramm für Erwachsene und Kinder dar. KStars ist zudem eine gute Hilfe für Fotografen bei der Planung von Nachtaufnahmen.

Relevant: Mond-Fotos mit dem iPhone schießen - so geht's

Meshroom: 3D-Objekte aus Fotos, Open Shot für Videoschnitt

Aus verschiedenen Fotos eines Objektes lassen sich mit Hilfe von Meshroom 3D-Objekte erzeugen.
Vergrößern Aus verschiedenen Fotos eines Objektes lassen sich mit Hilfe von Meshroom 3D-Objekte erzeugen.

Ganz ohne Modellierung kann man 3D-Objekte aus Fotos mit unterschiedlichen Ansichten erzeugen. Meshroom löst diese Aufgabe auf Open-Source-Basis. Dazu muss ein Gegenstand nur aus möglichst vielen Perspektiven aufgenommen und die Fotos in das Programm importiert werden. Die Software wertet die Bilder aus und generiert daraus ein 3D-Modell. Abhängig von der Anzahl der Ansichten und der Komplexität kann das Minuten oder auch Stunden dauern. Das Objekt lässt sich für die Weiterverarbeitung als Datei speichern. Diese Möglichkeit kann Bastlern oder Modellbauern helfen. Ist eine Vorlage vorhanden, wird diese mit Hilfe von Meshroom und einem 3D-Drucker einfach dupliziert. Als Alternative kann man die Daten auch bei einem 3D-Print-Service im Internet bestellen. Zur Vorbereitung für die physikalische Ausgabe nutzt man ein weiteres Open-Source-Produkt: Cura von Ultimaker . Mit der Software für 3D-Drucker lassen sich die Objekte positionieren, drehen und bei Bedarf für die Ausgabe in Teile zerschneiden. Die Aufteilung ist besonders bei komplizierten und sehr großen Objekten notwendig. Damit erzielt man beim 3D-Druck optimale Ergebnisse. Die Einzelteile werden nach diesem Prozess zusammengesetzt.

Mit den leistungsfähigen Videokomponenten in modernen Smartphones oder Spiegelreflexkameras wird jeder Nutzer zum Filmregisseur. Am Computer lassen sich die Clips zusammenfügen und daraus eine bewegte Erinnerung gestalten. Dafür bietet Openshot Funktionen zum Schneiden und Werkzeuge für die Übergänge. Die Zeitleiste erfasst eine unlimitierte Spurenzahl und erleichtert das Arrangement des Ablaufs. Der Titeleditor hilft beim Zusammenstellen der Anfangs- und Endsequenz. Mit dem Musikeditor wird der Film mit passendem Sound hinterlegt, um die Dramatik in bestimmten Szenen zu steigern. In diesem Bereich lassen sich MP3-Dateien importieren und für die Hintergrundmusik verwenden.

Open-Source-Spiele

Spiele gibt es auch bei freier Software: Neben Klassikern wie Solitär oder Minesweeper in den unterschiedlichsten Ausführungen werden auch andere Genres angeboten. So zum Beispiel das Strategie-Game 0 A.D. (Jahr null) zum Aufbau eines Wirtschafts-Empires. Das Szenario spielt in der Antike in der Zeit vor Christi Geburt – daher die Bezeichnung. Das Spiel bietet 3D-Grafiken, viele Animationen, Einzel- sowie Mehrspielermodi. Mit einem Editor entwerfen Sie eigene Szenarien. Bei Planeshift begibt man sich in eine mittelalterliche Fantasiewelt mit Multiplayer-Option (MMORPG). Im Spiel leben zwölf Rassen in einer Spielebene mit drei Städten. Die Anzahl der Spiellevels soll im Laufe der Zeit auf acht ausgebaut werden. Das Game und die Teilnahme sind kostenlos, es ist nur eine Registrierung beim Hersteller notwendig. Nach erfolgreichem Log-in erstellt der Spieler seinen Charakter und startet das erste Szenario als Tutorial.

Die Wirtschaftssimulation 0 A.D., ebenfalls Open Source und damit kostenlos.
Vergrößern Die Wirtschaftssimulation 0 A.D., ebenfalls Open Source und damit kostenlos.

Einen Clone des Spieleklassikers Civilization bekommt man für moderne Rechner in Freeciv. Dabei ist es Ziel, eine Nation aufzubauen und die Herrschaft über die Welt zu übernehmen. Ganz ohne Installation gibt es das Game auch als Browserversion , wahlweise mit einer 2D- oder einer 3D-Ansicht.

Musiksammlung verwalten und abspielen mit Clementine Player

Ihre Musiksammlung verwalten Sie bequem und komfortabel mit dem Clementine Player.
Vergrößern Ihre Musiksammlung verwalten Sie bequem und komfortabel mit dem Clementine Player.

Die Verbreitung von MP3-Sound hat den Computer zur privaten Musikbox gemacht. Der Clementine Player erfasst Ihre Musiksammlung auf dem Windows-PC und spielt die Songs auf Wunsch ab. Nach dem Einlesen eines Ordners mit Musik wird dieser der internen Bibliothek hinzugefügt.

Das Programm liest gängige Formate wie MP3, OGG oder FLAC. Sind in den Musikstücken die Metainformationen wie Titel, Interpret oder Album enthalten, werden diese ausgewertet und dargestellt. Darüber kann man sich beim Abspielen den Liedtext anzeigen lassen. Das Programm ist außerdem ein CD-Ripper zum Digitalisieren von Tonträgern inklusive der Albenerkennung. Schließlich konvertiert der Clementine Player Dateien in die verschiedensten Audioformate.

Pyxel: Retro-Games wieder zum Leben erwecken lassen

Viele Rechneranwender der ersten Stunde kennen noch die Hochzeit der Commodore- und Atari-Rechner mit 8 Bit. Diese lassen sich mit Emulatoren zum Leben erwecken – um damit etwa Spielklassiker zu starten. Wer auf dem modernen Windows-Desktop solche Spiele programmieren will, sollte einen Blick auf Pyxel für Python 3 werfen. Das Modul wird in der Programmiersprache Python nachträglich installiert und stellt dann einen erweiterten Befehlssatz für die Entwicklung von Retrospielen zur Verfügung. Damit lassen sich Grafiken per Punkt,- Linien- oder Kreisbefehl erstellen, alternativ arbeitet man mit vorgefertigten Grafiken. Außerdem gibt es Unterstützung für Soundeffekte und Hintergrundmusik.

Mit im Paket steckt ein Grafikeditor für die Gestaltung von Figuren und Hintergründen. Die Funktionen haben viel Ähnlichkeit mit den Tools auf dem C64 oder einem Atari-Rechner. Die Bilder lassen sich auch mit modernen Grafikprogrammen unter Windows entwerfen und als PNG-Datei in die Pyxel-Tools importieren. Für einen Schnellstart gibt es auf der Projekt-Webseite bei Github Beispiele mit Code-Schnipseln. Ausführliche Beispiele in Python lassen sich mit einem Befehl installieren und in einem Texteditor studieren. Das Github-Wiki von Pyxel demonstriert weitere Lösungen für die Spieleentwicklung.

Siehe auch: Tausende C64-Klassiker im Browser spielbar

Sweet Home 3D: Die Wohnung am PC planen und einrichten

Der Umzug, Umbau oder die komplette Neuplanung einer Wohnung oder eines Hauses ist ein umfangreiches Projekt. Bei dieser Aufgabe helfen Programme wie Sweet Home 3D , bei denen man den Grundriss des Heims definiert und darin die Einrichtung platziert. Für die Nutzung ist die Laufzeitumgebung Java von Oracle notwendig, die auf der Java-Homepage zum Download der neuesten Version bereitsteht.

Nach dem Start beginnt die Planung der einzelnen Räume, dazu wird ein Grundriss definiert. Bei diesem Arbeitsschritt kann man eine Vorlage in den Hintergrund laden wie beispielsweise der Scan des Bauplans. Auf einer gesonderten Ebene zeichnet man mit den Tools die Wände. Im Anschluss werden Fenster und Türen eingesetzt. Beim Platzieren der Möbelstücke hilft die integrierte Bibliothek. Die Elemente lassen sich jederzeit im Raum verschieben oder entfernen. Eine 3D-Ansicht zeigt die einzelnen Räume, man bekommt so einen guten Eindruck der Einrichtung. Ein Rendermodul erzeugt fotorealistische Ansichten aus den vorhandenen 3D-Daten. Zusätzlich lassen sich Videos mit Schwenks oder virtuellen Begehungen berechnen.

Die Themen in Tech-up Weekly #155: Gaming-Notebook mit 2 Displays +++ Faltbares Laptop-Display +++ Häuser aus dem 3D-Drucker +++ Quick-News +++ Fail der Woche +++

► HP Omen X 2S: Erstes Gaming-Laptop mit zwei Displays (00:21):
www.pcwelt.de/2428532

► Lenovo stellt Notebook mit faltbaren Display vor (02:10):
www.pcwelt.de/2428388

► Dorf aus dem 3D-Drucker: 4000 US-Dollar für ein Haus (03:44):
www.pcwelt.de/2429063

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Quick-News (05:38):

► Zombieload: So prüfen Sie, ob Ihr PC gefährdet ist:
www.pcwelt.de/2428662

► YouTuberin entwickelt eigenen GameCube Mini:
www.pcwelt.de/2428817

► Facebook beschränkt Live-Streams nach Terror-Anschlag:
www.pcwelt.de/2428802

►Gerücht: NVIDIA will 2080 aufbohren:
www.pcwelt.de/2429124

► Touchscreens schaden Kindern und Jugendlichen:
www.pcwelt.de/2428813

► DJI Osmo Action: 4K-Videos immer und überall:
www.pcwelt.de/2428732

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Kommentar der Woche:
Entfällt leider (nix lustiges gefunden...)

Fail der Woche (08:15):

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Raw Therapy: Rohfotos mit allen Daten auf dem PC entwickeln

Die Entwicklung der Foto-Rohdaten, übernimmt die Software Raw Therapee.
Vergrößern Die Entwicklung der Foto-Rohdaten, übernimmt die Software Raw Therapee.

Die Aufnahme von Bildern im RAW-Format erlaubt die umfangreiche Nachbearbeitung und Entwicklung der Schnappschüsse auf dem Rechner. Viele moderne Kameras stellen das Format zur Verfügung. Das funktioniert auch bei Smartphones der neuen Generation mit einer passenden Kamera-App. Raw („Rohdaten“) speichert eine Aufnahme mit den Originaldaten von den Sensoren. Die Kamerahersteller verwenden dabei meist eigene Formate, welche die Fotobearbeitung lesen muss. Raw Therapee kann eine Vielzahl dieser Dateien lesen und interpretieren. In einer Bibliothek überwacht die Software Bilder in bestimmten Ordnern.

Der Editor von Raw Therapee besitzt ein vielseitiges Toolset für die Einstellungen. Dazu gehören Helligkeit, Kontrast, Farbwirkung und die Schärfe, ein manueller Weißabgleich sowie Werkzeuge für Ausrichtung und Beschnitt. Die einzelnen Schritte zum perfekten Bild zeigt die ausführliche Online-Anleitung unter https://rawtherapee.com .

Freefilesync: Daten-Backups vollständig automatisieren

Trotz einer etwas unübersichtlichen Oberfläche gelingt die Datensicherung mit Freefilesync.
Vergrößern Trotz einer etwas unübersichtlichen Oberfläche gelingt die Datensicherung mit Freefilesync.

Datenverlust durch defekte Festplatten oder Diebstahl sorgen für ernste Probleme: Wichtige Dokumente, Unterlagen und Familienfotos sind plötzlich weg und gelangen vielleicht in die falschen Hände. Mit einem Backup auf ein externes Laufwerk oder eine Netzwerkfestplatte (NAS) schützen Sie sich dagegen. Das kann in Form von kompletten Abbildern von der Datenfestplatte oder als einzelne Dateien erfolgen. Letztere Variante ist flexibler und schneller, wenn man täglich die Daten auf dem Backup-Medium sichern möchte – diesen Job erledigt Freefilesync automatisch.

Über die Oberfläche werden die Ordner des Quell- und des Ziellaufwerks festgelegt. Das erfolgt durch Drag and Drop mit der Maus oder über die integrierte Dateiauswahl. Mit einer Vergleichsfunktion („Compare“) testet man Unterschiede zwischen den beiden Speicherorten, die Daten lassen sich dann abgleichen. Hierbei definiert der Anwender, ob die Daten nur auf das Backup-Medium geschrieben werden oder ein Abgleich („Sync“) durchgeführt wird. Diese Funktion ist beispielsweise hilfreich, wenn man mit einem Notebook auf dem Balkon tippt und die Änderungen später auf dem Desktop-Rechner im Büro haben möchte. Freefilesync erlaubt den manuellen Ausschluss einzelner Dateien oder die Sperre anhand von Dateierweiterungen. Außerdem gibt es eine Anbindung an FTP-Server oder an Google Drive für den Abgleich der Daten.

Synfig Studio: So können Sie Trickfilme selbst animieren

Zeichentrick begeistert Jung und Alt. Bei den Klassikern des Genres wurden unzählige Zeichnungen für die Animationen angelegt und auf Folien übertragen. Die Folien wurden für die einzelnen Frames fotografiert und dann als Film abgespielt. Diese sehr zeitaufwendige Arbeit wird in jüngster Zeit durch spezielle Software für Zeichentrickanimation erleichtert. Synfig Studio erledigt genau das: Das Programm arbeitet mit vorhandenen Grafiken, unterteilt in animierbare Ausschnitte. Die Grafiken importiert der Animator oder erstellt Elemente mit den verfügbaren Zeichenwerkzeugen. Diese lassen sich per Keyframe animieren oder mit den virtuellen Skelettsystemen (Bones) zum Leben erwecken. Solche Zyklen mit den Objekten werden in der Szene platziert und darin bewegt. Hier helfen Vektorpfade oder die Eingabe von Koordinaten. Den Einstieg in das kreative Hobby erleichtern die Videokurse auf der Homepage von Synfig Studio .

Auch interessant: Die besten Android-Apps für die Videobearbeitung

Blender for Artists: Einfache 3D-Nutzung

Aus Blender 3D entstand die neue Version „bforartists“ mit einfacher Bedienung.
Vergrößern Aus Blender 3D entstand die neue Version „bforartists“ mit einfacher Bedienung.

Quelloffene Software kann man für eigenen Projekte nutzen. Der Start eines neuen Open-Source-Produkts ist unter der Bezeichnung Fork bekannt. Es wird quasi ein Ableger angelegt und auf der Basis ein neues Produkt gestartet. Ein Beispiel aus der Praxis ist die 3D-Software Blender . Die Lösung ist ein Komplettpaket für Modelling, Texturing, Animation, Rendering und die Spieleentwicklung. Der technische Ansatz bei der Oberfläche schreckte in der Vergangenheit immer wieder Künstler vor dem Einsatz des leistungsfähigen Gratis-Programms ab. Deswegen startete eine Gruppe von Entwicklern ein neues Projekt.

Bei Blender for Artists (bforartists) steht die verständliche Nutzung im Vordergrund. Die Oberfläche wurde überarbeitet, und der Nutzer kann diese nach eigenen Vorstellungen einfach anpassen. In regelmäßigen Abständen werden die neuen Funktionen des Original-Blender in das Produkt integriert und dessen Erweiterungen verfügbar gemacht. Der umgekehrte Weg ist durch Open Source auch denkbar. Die Blender-Entwickler würden sich dann eventuell spezielle Features aus bforartists für eine neue Version herrauspicken.

Atom und Git-Desktop: Open-Source-Development

Der flexible Editor Atom von Github unterstützt viele Programmiersprachen.
Vergrößern Der flexible Editor Atom von Github unterstützt viele Programmiersprachen.

Der Webservice Github bietet nicht nur Möglichkeiten zur Verwaltung von Open-Source-Projekten und die Arbeit in Entwicklergruppen. Es gibt auch Funktionen für die einfache Dokumentation und die Gestaltung eines Wikis für das betreffende Projekt. Außerdem steht der Editor Atom als Open Source kostenlos bei Github zum Download bereit. Das Programm beherrscht das Syntax-Highlighting zum Auszeichnen des Codes und bietet auch Code-Completion an. Atom zeigt hier beim Tippen verfügbare Code-Schnipsel, die man dann per Tastendruck schnell einfügen kann. Diese Funktionen gibt es durch die offene Architektur des Editors für fast jede Programmiersprache beziehungsweise API. Solche Extras werden über ein Plug-in-System realisiert. Mit den Atom-Packages lassen sich weitere Tools und Designs zum Programm hinzufügen. Dazu gehören die Git-Anbindung oder Eingaben zur Arbeit auf Kommandoebene. Atom ist bei vielen Entwicklern auch die erste Wahl beim Erstellen von Webseiten mit HTML, Javascript und CSS.

Die Codeverwaltung mit Git ist in der Entwicklergemeinde sehr populär. Viele Anwender arbeiten auf der Kommandozeile und rufen die Befehle per Tastatur auf. Einen optimalen Überblick über den Quellcode liefert der Github-Desktop-Client: Man sieht die einzelnen Änderungen und kann diese bei Teamarbeit schnell den verschiedenen Nutzern zuordnen. Versionierung, Vergleiche und so weiter sind mit Desktop-Git auch machbar. Das gilt für lokale Repositorien auf der Festplatte und die Projekte bei Github.

Sofort startklar: Fünf Open- Source-Tools für den USB-Stick

Schließlich existieren diverse Programme, die sich portabel nutzen und von einem USB-Laufwerk aus starten lassen.

7-Zip zum Bearbeiten von Dateiarchiven: Zum Verschicken von Dateien werden diese gern in ein Archiv gepackt. Das beschleunigt den Transfer und spart Speicherplatz. 7-Zip hilft beim Erzeugen und Entpacken im ZIP-Format. Außerdem kann das Tool andere Archive wie RAR, GZIP oder TAR öffnen.

Putty ermöglicht den Fernzugriff: Das Terminalprogramm erlaubt den Zugriff auf entfernte Rechner. Über die Konsole baut man eine Verbindung via Telnet oder SSH auf. Damit kann man beispielsweise einen Webserver administrieren und auch die Einstellungen auf der Kommandoebene bearbeiten.

Rufus erstellt bootfähige Sticks: Die Installation von Windows erfolgt meist per DVD. Ist so ein Laufwerk nicht vorhanden, kann man den Vorgang auch mit einem USB-Stick starten. Rufus bereitet den Datenträger für diese Aufgabe vor und schreibt alle notwendigen Daten vom Installationsmedium auf den Stick.

PDF-Schnellanzeige mit Sumatra PDF : Magazine, Dokumentationen und Anleitungen liegen meist im PDF-Format von Adobe vor. Mit Sumatra PDF öffnen Sie solche Dokumente und können den Inhalt lesen. Das Tool erlaubt über ein Inhaltsverzeichnis den schnellen Sprung zu bestimmten Kapiteln.

Audio und Video abspielen mit VLC: Der VLC Mediaplayer kann viele Video- und Audioformate wiedergeben. Das Programm besitzt eine Playlist-Verwaltung, kann interaktive 360-Grad-Videos darstellen und erlaubt den Zugriff auf Dateien von Medienservern im lokalen Netz.

Clavier+: Schnelles Arbeiten mit Tasten-Shortcuts

Das kleine Tool hilft beim Definieren von Tastenkombinationen, mit denen man schnell Programme aufrufen, Webseiten öffnen oder auch Textbausteine einfügen kann. Nach dem Start finden Sie Clavier+ als Icon unten in der Windows-Taskleiste. Ein Klick auf das Symbol öffnet das Einstellungsfenster, unten stellen Sie über „Language“ die Sprache der Oberfläche auf Deutsch.

Oben sehen Sie eine Liste mit vordefinierten Tastenkürzeln. Mit dem blauen Plus-Icon links darunter fügen Sie weitere Anweisungen hinzu, ein Klick auf die Schaltfläche öffnet ein Einstellmenü. Zum Erstellen eines Tastaturkürzels zum Starten von Software wählen Sie die Option „Programm“ und suchen im Unterordner „Programs“ den passenden Eintrag aus. Im folgenden Fenster setzen Sie den Cursor mit der Maus in das Eingabefeld oben, dann drücken Sie die gewünschte Tastaturkombination und bestätigen mit „OK“. Nach dem Schließen des Fensters von Clavier+ können Sie die neuen Einstellungen testen.

Clavier+ ist ein kleines Programm, mit dem Sie individuelle Keyboard-Shortcuts festlegen.
Vergrößern Clavier+ ist ein kleines Programm, mit dem Sie individuelle Keyboard-Shortcuts festlegen.

Für das Erstellen und Festlegen eines neuen Textbausteins klicken Sie auf das Plus-Symbol und dann auf den Menüeintrag „Text“. Das Programm fragt anschließend nach der Tastenkombination; den Inhalt des Textbausteins fügen Sie im Hauptfenster im Feld „Text schreiben“ ein.

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