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Schwäbisch Hall muss teilweise Virtualisierung nutzen

30.05.2007 | 16:50 Uhr | Thorsten Eggeling

Die Stadt Schwäbisch Hall ( Vortrag von Horst Braeuner ) ist da schon weiter. Hier würde auch schon überall Linux laufen, wenn, ja wenn, nicht ausgerechnet der Bund die Rechnung mit einem dicken, roten Strich durchkreuzen würde.

Die Bundesdruckerei - zuständig für das Ausfertigen von Ausweisen und Reisepässen - schreibt die zu verwendende Software genau vor. Windows XP muss es sein und Suns Java und am lokalen USB-Anschluss muss ein Kartenleser hängen. In dieser Lage hilft nur Virtualisierung weiter. Schwäbisch Hall verwendet dazu VirtualBox, ein Produkt, das als Open Source-Virtualisierungslösung seit kurzem für jedermann downloadbar ist. Beantragt in Schwäbisch Hall jemand einen Ausweis, geht der Weg also vom Linux-Desktop über eine Fernsteuersoftware zum virtualisierten Windows XP und die Daten von hier aus zur Bundesdruckerei. Der Rückweg ist einfacher. Die ausgefertigten Ausweispapiere kommen per Boten zur Meldestelle - ganz ohne Virtualisierung, Windows und Linux.

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