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Schuhe und Spione

14.05.2011 | 09:33 Uhr | Benjamin Schischka

Im März 2007 beantragte Apple ein Patent für eine Technologie die es dem Hersteller erlaubt, ein Kleidungsstück mit einem elektronischen Sensor zu versehen, ähnlich dem „Nike iPod Sport Kit“. Dieses Set erlaubte es Trägern von Nike-Schuhen ihre Laufgeschwindigkeit, den Kalorienverbrauch und andere persönliche Daten über den iPod zu messen. Apples Gedanke hinter dem Patent: Die Nutzer davon abzuhalten, den Sensor aus dem Nike-Schuh in ein anderes Schuhmodell einzubauen.

Das Nike iPod Sport Kit
Vergrößern Das Nike iPod Sport Kit
© 2014

Zwei Monate später meldete Apple ein Patent für eine Technologie an, die Apple-Geräte unter bestimmten Bedingungen davon abhält, sich am PC aufzuladen. Diese Technologie verhindert zwar, dass beispielsweise ein gestohlenes Gerät am fremden Rechner mit Strom versorgt werden kann, es bindet das iPhone oder den iPod aber auch an einen bestimmten PC, nämlich den von Apple autorisierten.
Im letzten August wurde sogar ein Patent für einen Sensor beantragt, der Missbrauchsfälle eines Apple-Gerätes durch den Kunden aufzeichnet. Die Aufzeichnungen dieser Sensoren sollten wahrscheinlich dazu benutzt werden, Garantie-Reparaturfälle abzulehnen, wenn dem Verbraucher eindeutiges Fehlverhalten nachgewiesen werden konnte.

Zwar ist es Apples Recht, solche Patente anzumelden. Was all diese Technologien jedoch erschreckenderweise aufdecken: es gibt scheinbar keine Grenzen in der Kontrollsucht des Konzerns. Die Frage ist: Stört es Apple-Fans? Blogger Jake Widman ist der Meinung: „Auswahlmöglichkeiten sind überbewertet. Der Verbraucher ist vielmehr daran interessiert, dass etwas funktioniert.“

Dieser Artikel stammt von Dan Tynan von unserer Schwesterpublikation PC World .

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