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Schtasks: Tool der Aufgabenplanung

23.09.2013 | 11:45 Uhr | Hermann Apfelböck

Schtasks ist das Kommandozeilen-Pendant zur „Aufgabenplanung“. Es erlaubt das Auflisten, Erstellen, Löschen und Ändern aller Tasks der Aufgabenplanung. Der Befehl „schtasks“ genügt für eine Kurzzusammenfassung, ganz ausführlich ist das Ergebnis nach:
schtasks /query /v /fo list

Mit schtasks /delete /tn \Microsoft\Windows\Chkdsk\ProactiveScan löschen Sie einen geplanten Task. Das Beispiel zeigt, dass der komplette Pfadname angegeben werden muss. Der Pfad kann sowohl in der grafischen Konsole wie mit Schtasks leicht ermittelt werden. Löschungen, Neueinträge und Änderungen erfordern Administratorrechte auf der Kommandozeile.

Ein beliebter Trick, bestimmte Programme wie Regedit ohne die Rückfrage der Benutzerkontensteuerung zu starten, besteht darin, eine Pseudo-Aufgabe „Regedit“ in der Aufgabenplanung anzulegen und diese dann mit einem Link direkt zu starten.

Der Link hat dann das Ziel:
schtasks.exe /run /tn "Regedit"

Beachten Sie, dass der Name nach „/TN“ (Taskname) exakt mit dem erstellten Aufgabennamen in der Aufgabenplanung übereinstimmen muss. Der Trick funktioniert deshalb, weil die Tasks der Aufgabenplanung immer Administratorrechte beanspruchen und deshalb keine Benutzerkontensteuerung anschlägt.

Taskkill: Prozesse gezielt beenden
Taskkill ist nützlich, um ein bestimmtes Programm gewaltsam zu beenden. Ein typischer Kandidat ist der Windows-Explorer, der sich nicht auf normalem Weg schließen lässt. Wenn Sie mit „taskkill /im explorer.exe“ den Windows-Explorer beenden wollen, erscheint stattdessen ein Dialog „Windows herunterfahren“ mit den verschiedenen Shutdown-Varianten. Zum Schließen des Explorers brauchen Sie den zusätzlichen Schalter „/f“ (für „Force“) taskkill /f /im explorer.exe in dieser Schalterabfolge.

Schneller kopieren mit der Eingabeaufforderung

Winsat: Systembewertung und Tests

Das Winsat-Tool hat einen langsamen USB-Stick schnell entlarvt. Damt finden Sie den schnellsten Datenträger für portable Software und boot-fähige Systeme.
Vergrößern Das Winsat-Tool hat einen langsamen USB-Stick schnell entlarvt. Damt finden Sie den schnellsten Datenträger für portable Software und boot-fähige Systeme.

Winsat ist Basis für den Windows-Leistungsindex, also die Benotung, die Sie nach Win- Pause angezeigt bekommen. Das Kommandozeilen-Tool zeigt nach „winsat -?“, welche Hardware-Komponenten es analysieren kann (cpu, d3d, disk, media, mem).

Ein praktischer Einsatzzweck sind Schreib- und Lese-Benchmarks für USB-Sticks und Festplatten:
winsat disk -write -ran -ransize 524288 -drive F winsat disk -read -ran -ransize 524288 -drive F

Damit erhalten Sie eine objektive Bewertung etwa darüber, welcher der verfügbaren USB-Sticks am schnellsten ist und sich zum Beispiel am besten für ein boot-fähiges System eignet.

Wmic: WMI-Abfragen auf Kommandozeile

Der Zugriff auf die Windows Management Instrumentation mit der WMIC-Konsole ist etwas mühsam, die HTML-Ausgabe kann sich aber am Ende durchaus sehen lassen.
Vergrößern Der Zugriff auf die Windows Management Instrumentation mit der WMIC-Konsole ist etwas mühsam, die HTML-Ausgabe kann sich aber am Ende durchaus sehen lassen.

Wmic – die WMI-Console – bietet Zugriff auf alle Klassen der Windows Management Instrumentation (WMI). Sie ist eine einfache Alternative zu Script-Methoden oder zum Powershell-Cmdlet „Get-WmiObject“. Um die vordefinierten Klassen aufzulisten, geben Sie nach dem Start des Tools wmic /? ein. Eine einfache Abfrage starten Sie dann mit wmic [klasse] get *, also etwa
wmic service get *

Übersichtlicher wird die Ausgabe, wenn Sie diese auf die gewünschten Eigenschaften eingrenzen:
wmic service get name,status, startmode,started

Das Tool kennt umfangreiche Filter- und Formatierungsoptionen. Trotzdem ist das Cmdlet „Get-WmiObject“ der Windows Powershell im Allgemeinen die bessere Wahl.

Xcopy: Brauchbares Kopier-Tool
Xcopy hat seit der Einführung von Robocopy technisch eigentlich ausgedient. Microsoft liefert es in Windows 7 und 8 weiter mit, weil es in Millionen alter Batch-Dateien Einsatz findet und außerdem vielen Windows-Nutzern vertraut ist. Für die meisten Sicherungsaktionen hat sich die Schalterkombination „/kreisch“ bewährt, für das Aktualisieren einer bereits bestehenden Sicherung „/dkreisch“:
xcopy c:\tools \\server\ volume_1\Tools /dkreisch

Diese Kopieraktion würde den Bestand auf dem Server um die neueren und die aktualisierten Daten erweitern.

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