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Podcasts: Alles was Sie wissen müssen

14.01.2019 | 14:17 Uhr | Verena Ottmann

Podcasts helfen, die Zeit zu vertreiben. Wir sagen Ihnen, wo Sie die Audioprogramme finden und wie Sie sie anhören können.

Die allermeisten Menschen, die viel mit Bus und Bahn unterwegs sind, verbringen ihre Fahrzeit mit Lesen oder Musikhören. Dabei haben Anbieter wie etwa Amazon, Spotify & Co. noch viel mehr im Sortiment als nur Bücher und Songs, um Ihnen die Fahrzeit zu versüßen. Wie wäre es denn beispielsweise einmal mit einem Podcast?

Passend zu Ihren Interessen finden sich im Internet zahlreiche dieser monothematischen Audioprogramme, die nicht nur gut unterhalten, sondern in vielen Fällen auch äußerst informativ und lehrreich sind. Und das Beste daran: Sie können diese Inhalte herunterladen und offline anhören, wann und so oft Sie möchten.

Siehe auch: Google Podcasts für Android vorgestellt

Begriffserklärung: Was ist ein Podcast?

Podcasts ähneln in ihrer Art am ehesten Radiosendungen. Sie werden meistens in regelmäßigen Abständen produziert, wobei jede Folge ein bestimmtes Thema hat. Der Name „Podcast“ ist dabei eine Zusammensetzung von „Pod“ und „Cast“: „Pod“ kommt vermutlich von Apples iPod, dem zur Zeit der ersten Podcasts marktbeherrschenden MP3-Player, der auch Podcasts abspielen konnte. „Cast“ stammt von „Broadcast“, dem englischen Wort für Übertragung.

Der Aufbau eines Podcasts ähnelt dem einer Radiosendung: So kann es einen Moderator geben, der sich mit einem Thema auseinandersetzt und der dann beispielsweise Audioeinspieler einsetzt. Aber auch eine Diskussion mit mehreren Teilnehmern ist möglich. Der Dynamik eines Podcasts sind keine Grenzen gesetzt, er behandelt jedoch pro Folge meist nur ein Thema.

Wer sich für einen Podcast interessiert, der kann diesen abonnieren und bekommt die neuen Folgen automatisch auf sein bevorzugtes Wiedergabegerät geliefert. Mehr dazu lesen Sie weiter unten.

Übrigens: Podcasts sind nicht mit Audiobooks oder E-Books zu verwechseln, auch wenn Sie alle drei beispielsweise bei Amazon bekommen. Während ein Podcast, wie bereits beschrieben, einer Radiosendung ähnelt, bezeichnet man ein Hörbuch, also ein Buch, das von einem Sprecher vorgelesen wird, auch als Audiobook. Bei beiden handelt es sich um Audiodateien, die Sie mit dem Smartphone oder am PC anhören.

Im Gegensatz dazu füttern Sie Ihr elektronisches Lesegerät à la Amazon Kindle oder Ihr Tablet mit E-Books. Diese sind je nach dem Lesesystem in verschiedenen Textformaten erhältlich.

Podcasts finden: Google hilft per Suche und App

Dank einer übersichtlichen Kategorieneinteilung finden Sie Podcasts zu allen Ihren Lieblingsthemen.
Vergrößern Dank einer übersichtlichen Kategorieneinteilung finden Sie Podcasts zu allen Ihren Lieblingsthemen.

Egal für welches Thema Sie sich interessieren, es gibt dazu garantiert einen Podcast. Um diesen zu finden, ist Google eine gute erste Anlaufstelle. Tippen Sie als Nächstes einfach Podcast und das gewünschte Thema in die Suchmaske ein, und schon bekommen Sie eine Auflistung der Angebote. Gefällt Ihnen eines und möchten Sie es ausprobieren, benötigen Sie eine Podcast-App für Ihr Smartphone.

Google hat zum Beispiel mit „ Google Podcasts “ eine App im Sortiment, die Ihnen sehr leicht zu den gewünschten Inhalten verhilft: Nach der Installation über den Play Store finden Sie ganz oben eine Suchmaske, mit deren Hilfe Sie den ausgewählten Podcast finden. Wenn Sie auf den Titel tippen, dann können Sie die einzelnen Folgen über den Play-Button anhören sowie den kompletten Podcast über die gleichnamige Schaltfläche abonnieren. Dies bedeutet, dass neue Folgen automatisch in Ihrer Bibliothek landen, die Sie danach auch herunterladen und offline anhören können. Das geht natürlich auch manuell.

Sollten Sie keine besonderen Präferenzen haben, was das Podcast-Thema angeht, so zeigt Ihnen „Google Podcast“ auf der Startseite ebenfalls Kategorien wie „Gesellschaft und Kultur“, „Comedy“, „Nachrichten und Politik“ sowie „Film und Fernsehen“ an, in denen Sie stöbern können.

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere gute Podcast-Apps. Mehr dazu lesen Sie im Punkt „Wiedergabe: Empfehlenswerte Software für Mobilgerät und PC“.

Siehe auch: Die 22 besten Tipps & Tricks zu Spotify

Amazon, Spotify & Co.: Podcasts bei Streamingdiensten

Haben Sie einen Podcast gefunden, können Sie diesen abonnieren und sogar offline hören.
Vergrößern Haben Sie einen Podcast gefunden, können Sie diesen abonnieren und sogar offline hören.

Auch viele bekannte Streamingdienste haben Podcasts im Sortiment: Sind Sie beispielsweise Spotify-Nutzer, lässt sich über deren App respektive den Webplayer das Angebot an Podcasts durchsuchen. Praktischerweise listet Spotify dabei seine Podcasts gleich unter einem eigenen Reiter auf und unterteilt diese nach Kategorien. Eine Suchfunktion ist gleichfalls vorhanden.

Bei Spotify sind die einzelnen Folgen der Podcasts kostenfrei. Der Anbieter hat englischsprachige Inhalte sowie Podcasts von bekannten Entertainern wie Amy Schumer oder Seth Meyers im Sortiment. Spotify-Premium-Kunden dürfen die einzelnen Folgen auch herunterladen und offline hören. Außerdem können sie die Wiedergabequalität, die normalerweise bei 96 KBit/s liegt, in den Einstellungen erhöhen. Das Premium-Abo kostet monatlich 9,99 Euro.

Die Amazon-Tochter Audible bietet hingegen zahlreiche eigenproduzierte Podcasts an, die für Abonnenten (9,95 Euro pro Monat) überwiegend kostenlos sind. Das Angebot umfasst hierbei beispielsweise Kooperationen mit dem Titanic Magazin, dem Spiegel und der P.M. Aber auch Fremdproduktionen sind verfügbar, einige von ihnen auch auf Englisch, Französisch und Italienisch. Die Wiedergabequalität lässt sich bei Audible in zwei Stufen einstellen: Die normale Qualität mit 32 KBit/s macht etwa 14,4 MB pro Audiostunde aus. Die beste verfügbare Qualität mit 64 oder 128 KBit/s ergibt etwa 25 respektive 50 MB pro Audiostunde.

Audible-Abonnenten können des Weiteren die Rückgabeoption des Dienstes nutzen: Sollten Sie mit einem Podcast (oder einem Audiobook) aus irgendwelchen Gründen nicht zufrieden sein, bietet Ihnen Audible die Möglichkeit, den Podcast zurückzugeben, und erstattet das eingelöste Guthaben. Das Guthaben steht Ihnen anschließend für neue Inhalte zur Verfügung. Die Rückgabe funktioniert sogar mit schon gehörten Podcasts. Um diesen Service zu nutzen, melden Sie sich unter www.audible.de zunächst mit Ihren Kontodaten an. Öffnen Sie daraufhin den Punkt „Mein Konto“ über das Drop-down-Menü rechts oben bei Ihrer Begrüßung („Hallo, <Ihr Vorname>!“). Unter „Bestellungen und Monatsbeiträge“ finden Sie im Folgenden die gekauften Inhalte aufgelistet. Bei jedem Eintrag finden Sie eine Schaltfläche „Titel zurückgeben“.

Auch iTunes beinhaltet eine Vielzahl kostenloser Podcasts, die Sie auf dem iPhone mit der App „Podcasts“ anhören können. Das Herunterladen der Inhalte ist möglich, die maximale Download-Größe gibt Apple mit 100 MB pro Folge an. Das Angebot umfasst neben vielem anderen auch exklusi-ve Podcasts wie beispielsweise den „Warner Archive Podcast“ von Warner Bros.

Sonstige Quellen: Medienanstalten und Podcast-Portale

Die Mediatheken der Fernsehsender (hier ARD) enthalten vor allem die hauseigenen Radiosendungen.
Vergrößern Die Mediatheken der Fernsehsender (hier ARD) enthalten vor allem die hauseigenen Radiosendungen.

Ein weiterer Anlaufpunkt für Podcasts sind die großen Medienanstalten wie ARD, ZDF oder auch der Bayerische Rundfunk. Hier finden Sie in den Audiotheken allerdings in erster Linie Radiosendungen und keine neu erstellten Podcasts.

Mehr Glück haben Sie da schon mit Portalen wie zum Beispiel Podcast.de oder Podlist.de . Die dort präsentierten Inhalte lassen sich hinsichtlich Ihrer Interessensgebiete durchsuchen. Sollten Sie keine themenspezifischen Präferenzen haben, können Sie wie bei Spotify und Audible einfach in den Kategorien stöbern oder sich an die Charts der beliebtesten Podcasts halten.

Interessieren Sie sich überwiegend für englischsprachige Podcasts, so lohnt sich ein Blick auf Anbieter wie Stitcher oder Spreaker. Beide haben eigene Podcast-Apps und geben Ihnen außerdem auf ihrer Website einen guten Überblick über die angebotenen Inhalte. Zusätzliche Infos zu empfehlenswerten Podcasts finden Sie überdies in der Tabelle.

Podcasts: Empfehlenswerte Angebote

Anbieter

Beschreibung

ARD Podcasts

Podcasts der ARD-Sendergruppe

Audible

Allgemeines Podcast-Angebot von Audible

BR Podcasts

Audio-und Video-Podcasts zu den Sendungen des Bayerischen Rundfunks

iTunes

Allgemeines Podcast-Angebot von Apple

Metaebene

Podcasts von Tim Pritlove, dem deutschen Podcast-Pionier

Podcast.de

Allgemeines Podcast-Portal

Podlist.de

Allgemeines Podcast-Portal

Spotify

Podcast-Angebot von Spotify

Spreaker

Allgemeines US-Podcast-Portal

Stitcher

Allgemeines US-Podcast-Portal

The Tip Off

Podcast mit Blick hinter die Kulissen des investigativen Journalismus

This American Life

Erfolgreichster US-Podcast

Wisspod

Portal für Wissenschafts-Podcasts

ZDF Podcasts

Nachrichten-Podcasts des ZDF

Amazon Music Unlimited: Die besten Tipps & Tricks

Wiedergabe: Empfehlenswerte Software für Mobilgerät und PC

Stitcher bietet Ihnen wöchentliche Top-Listen der beliebtesten und erfolgreichsten Podcasts.
Vergrößern Stitcher bietet Ihnen wöchentliche Top-Listen der beliebtesten und erfolgreichsten Podcasts.

Um einen Podcast anzuhören, brauchen Sie ein Abspielgerät – etwa einen PC, ein Notebook, ein Tablet oder natürlich ein Smartphone. Möchten Sie Podcasts über den PC oder ein Notebook hören, dann können Sie dies direkt über den Browser und die Website des Anbieters tun. Soll das Smartphone oder Tablet die Inhalte wiedergeben, benötigen Sie eine Player-App sowie vermutlich einen Kopfhörer für unterwegs.

Als Player-App eignet sich die App des jeweiligen Podcast-Anbieters: So lassen sich mithilfe der entsprechenden Anwendungen von Audible, Spotify, Stitcher, Sprea-ker & Co. die Podcasts der dazugehörigen Dienste wiedergeben. Und auch Ihre Abos verwalten Sie über die Apps.

Möchten Sie hingegen eine unabhängige App einsetzen, gibt es im Play Store einiges an Auswahl. Hier kommt es dann darauf an, welche Ansprüche Sie an die App stellen. Wichtig ist hier beispielsweise eine automatische Benachrichtigungsfunktion, die Sie per Push-Meldung informiert, sobald eine neue Folge eines Podcasts verfügbar ist.

Findet sich ein Podcast nicht über die Suche, können Sie ihn über RSS manuell eintragen.
Vergrößern Findet sich ein Podcast nicht über die Suche, können Sie ihn über RSS manuell eintragen.

Die meisten Podcasts abonnieren Sie, wie oben bereits beschrieben, über eine entsprechende Schaltfläche in der Wiedergabe-App. Doch nicht alle Podcasts sind über die Suche eines Dienstes zu finden. Um diese dennoch in einer Podcast-App zu verwalten, benötigen Sie die URL des sogenannten RSS-Feeds der Podcast-Seite. Dieser Feed ist eine Art Newsletter und gibt Auskunft über Aktualisierungen auf einer Webseite, also beispielsweise über eine neue Podcast-Folge. Die Feed-URL, die immer die Buchstabenfolge „rss“ enthält, tragen Sie manuell in Ihre Podcast-App ein. Auf diese Weise erfährt die Anwendung von neuen Inhalten und leitet diese an Sie weiter.

Die meisten Podcast-Seiten bieten in der Menüführung einen Punkt „RSS“ an, über den Sie die URL erhalten. Sie steht dann in der Adressleiste Ihres Browsers. Ist dies jedoch nicht der Fall, können Sie die RSS-Feed-URL auch selbst herausfinden, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Seite mit den Podcasts klicken und im Kontextmenü „Seitenquelltext anzeigen“ wählen. Suchen Sie im Quelltext mit dem Suchbegriff „rss“ nach der Feed-URL – „rss“ kann dabei am Anfang, aber auch am Ende der URL stehen –, und tragen Sie diese dann in Ihre Podcast-App ein. Achten Sie jedoch darauf, dass es sich wirklich um eine komplette URL handelt!

Neben den genannten Verwaltungsfunktionen sollte eine gute Podcast-App auch verschiedene Funktionen hinsichtlich der Bedienung und Wiedergabe bieten: So sollte es beispielsweise möglich sein, in der Wiedergabe vor-und zurückzuspringen, optimalerweise in Sekundenschritten bis zu 30 Sekunden. Manche Benutzer finden darüber hinaus ein Anpassen der Wiedergabegeschwindigkeit sehr praktisch. Eine Einschlaf-Funktion ist nützlich, wenn Sie im Bett noch gerne Podcasts hören, aber nicht immer alles verpennen möchten.

Bei den meisten Podcasts bekommen Sie die RSS-Feed-URL sehr schnell angezeigt.
Vergrößern Bei den meisten Podcasts bekommen Sie die RSS-Feed-URL sehr schnell angezeigt.

Eine empfehlenswerte App, die dies alles kann, ist zum Beispiel „ Podcast & Radio Addict “. Sie verfügt außerdem über einen Equalizer und lässt sich auch als Videoplayer mit vielen Funktionen benutzen. Sie ist kostenfrei im Play Store erhältlich, allerdings müssen Sie in der Gratis-Version einen kleinen Werbebalken in Kauf nehmen.

Fazit: Optimale Alternative zum Musikhören!

Podcasts sind eine hervorragende Alternative zu Musik, wenn man in der Bahn oder im Bus unterwegs ist. Aber auch zu Hause eignen sich Podcasts, um etwa den Feierabend ausklingen zu lassen oder sich bettfertig zu machen. Passend zu den eigenen Interessen können Sie sich dabei entweder gut unterhalten lassen oder auch Ihr Wissen erweitern. Angebote gibt es zur Genüge. Und wer weiß – vielleicht gehen Sie ja mal selbst unter die Podcaster?

Die Themen in Tech-up Weekly #142:

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www.pcwelt.de/a/7-jaehriger-ist-bestverdienender-youtuber-2018,3463227

Quick-News:

► Huawei-CFO verhaftet - USA fordert Auslieferung: www.pcwelt.de/a/huawei-cfo-verhaftet-usa-fordert-auslieferung,3463252

► Bethesdas Support verrät versehentlich Fallout-76-Kundendaten: www.pcwelt.de/a/bethesdas-support-verraet-versehentlich-fallout-76-kundendaten,3463254

►Offiziell: Microsoft Edge erhält Chromium-Engine: www.pcwelt.de/a/offiziell-microsoft-edge-erhaelt-chromium-engine,3463269

► Der deutsche CPU-Markt wird von AMD dominiert: www.pcwelt.de/a/der-deutsche-cpu-markt-wird-von-amd-dominiert,3463220

► „Epic Games Store“ will Steam Konkurrenz machen: www.pcwelt.de/a/neue-steam-konkurrenz-vom-fortnite-entwickler,3463244

►Netflix zahlt für ein Jahr „Friends“ 100 Millionen US-Dollar: www.pcwelt.de/a/netflix-zahlt-fuer-ein-jahr-friends-100-millionen-us-dollar,3463247

Fail der Woche:

►Trumps Cybersecurity-Berater versteht Hyperlinks nicht: www.pcwelt.de/a/trumps-cybersecurity-berater-versteht-hyperlinks-nicht,3463241

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