111714

Schritt 2 - 4

15.09.2008 | 11:55 Uhr | Thorsten Eggeling

So konfigurieren Sie PE Builder
Vergrößern So konfigurieren Sie PE Builder
© 2014

Schritt 2: Bart PE vorbereiten
Starten Sie Pebuilder.exe aus dem Verzeichnis „C:\Pebuilder_XPE“, und bestätigen Sie die Lizenzvereinbarung. Unter „Quelle“ geben Sie den Pfad zu den Windows-Setup-Dateien an. Am schnellsten arbeitet PE Builder, wenn Sie zuvor den Inhalt der Windows-Installations-CD auf die Festplatte kopieren beziehungsweise den Slipstream-Ordner aus Schritt 1 verwenden. Unter „Zielordner“ tragen Sie beispielsweise „BartPE“ ein. Hier darf kein Laufwerksbuchstabe oder Pfad stehen, damit die Windows-Dateien im Ordner „C:\Pebuilder_XPE“ landen und die Scripts die Dateien dort finden können. Unter Bootmedium aktivieren Sie „nicht erstellen“, da wir die ISO-Datei für eine bootfähige CD nicht benötigen.

Schritt 3: Plug-ins konfigurieren
Klicken Sie auf die Schaltfläche „Plugins“. Über die Liste bestimmen Sie, welche Programmteile das fertige System enthalten soll. Wir haben PE Builder für ein System mit Windows-Explorer, Internet Explorer, Firefox und Thunderbird vorkonfiguriert. Wenn Sie beispielsweise Thunderbird nicht benötigen, klicken Sie in die Zeile „Thunderbird Portable“ und dann auf die Schaltfläche „(de)aktivieren“. Auf demselben Weg können Sie Anwendungen auch wieder dazupacken. Sie sollten aber nur Plug-ins abschalten, die nicht für das System notwendig sind, etwa zusätzliche Anwendungen. Wenn Sie sich über die genaue Funktion nicht sicher sind, belassen Sie besser die Voreinstellung. Sonst besteht die Gefahr, dass das System hinterher nicht startet oder nicht richtig funktioniert.

Einige Plug-ins benötigen zusätzliche Dateien vom Originalprogramm. Ein Beispiel dafür ist der Shareware-Dateimanager Total Commander . Das Plug-in-Verzeichnis „Pebuilder_XPE\plugin\total commander“ enthält nur die Konfigurations-Dateien. Wenn Sie das Tool verwenden möchten, müssen Sie es erst installieren und dann die Programmdateien nach „Pebuilder_XPE\plugin\total commander\files“ kopieren. Als registrierter Benutzer kopieren Sie außerdem die Lizenz-Datei wincmd.key, in das Verzeichnis „files“. Nachdem Sie alles gemäß Ihren Anforderungen eingestellt haben, klicken Sie auf „Schließen“. Sollte ein Plug-in aktiv sein, für das die erforderlichen Dateien fehlen, erhalten Sie einen entsprechenden Hinweis. In diesem Fall rufen Sie Infos und weitere Anleitungen für das jeweils ausgewählte Plug-in über die Schaltfläche „Hilfe“ ab.

IDE-Treiber gehören unter "SCSIAdapter"
Vergrößern IDE-Treiber gehören unter "SCSIAdapter"
© 2014

Schritt 4: Zusätzliche Treiber einbinden
Standardmäßig stehen für das PE-System nur die Treiber zur Verfügung, die in den Windows-Installations-Dateien vorhanden sind. Neuere Hardware, für die Sie bei Ihrem Windows zusätzliche Treiber installieren mussten, wird daher vom PE-System nicht erkannt. Einen Treiber nachträglich mit Hilfe des Setup-Programms des Herstellers einzurichten ist in der Regel nicht möglich. Um weitere Treiber beim Erstellen des Systems einzubinden, gibt es drei Wege.
Möglichkeit 1: Am einfachsten ist es, die Treiber in das Verzeichnis „Pebuilder_XPE\drivers“ zu kopieren. Bei dieser Methode unterstützt PE Builder aber nur Netzwerk- und IDE-, SATA- und SCSI-Treiber. Laden Sie sich vom Hersteller der Hauptplatine beispielsweise den für Ihren SATA-Adapter passenden Treiber herunter. Sie benötigen einen Treiber, der sich auch über eine Diskette bei der XP-Installation einbinden lässt. Das Treiberpaket besteht mindestens aus einer INF- und einer SYS-Datei. Kopieren Sie alle Dateien in einen eigenen Ordner (mit beliebigem Namen) in das Verzeichnis „Pebuilder_XPE\drivers\SCSIAdapter“.
Möglichkeit 2: Sie kopieren die Treiberdateien von Ihrem System in die vorbereiteten Ordner unter „Pebuilder_XPE\plugin\xpe“. Dazu verwenden Sie am einfachsten unser Tool pcwMachXPE_HD.exe aus dem PE-Builder-Verzeichnis. Sie müssen es nur starten und auf „Kopieren“ klicken. Der Nachteil bei dieser Methode: Das resultierende System wird durch die zahlreichen Dateien deutlich größer und startet entsprechend langsam.
Möglichkeit 3: Für einzelne Treiber sind spezielle Plug-ins nötig. Das gilt beispielsweise für Nvidia-Nforce-Netzwerkadapter und Nvidia-Grafikkarten. Für beide haben wir jeweils ein Plug-in vorbereitet („Nvidia Nforce Integrated Ethernet RIS Driver I/II/III/IV/V“ und „NVidia Graphics“). Das Nforce-Plug-in benötigt keine weitere Konfiguration. Für die Grafikkarte müssen Sie die Treiberdateien nur nach „Pebuilder_XPE\plugin\nvidia\drv“ kopieren und dann Nvidia.cmd starten. Die Treiberdateien finden Sie entweder im Verzeichnis C:\Nvidia, oder Sie laden die für Ihre Karte passende Variante über die Website des Grafikchip-Herstellers herunter und entpacken die Dateien beispielsweise mit 7-Zip („Pebuilder_XPE\plugin\7-zip\files\7zFM.exe“).
Wenn keine der drei Möglichkeiten zum Erfolg führt, sind wahrscheinlich besondere Anpassungen für das betreffende Gerät nötig. Mit etwas Glück bietet vielleicht jemand im Internet eine passende Lösung an.

PC-WELT Marktplatz

111714