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App-Fernsteuerung, neue Sucher und Motorzoom

16.01.2013 | 12:09 Uhr |

Die umfangreich ausgestattete Vollformat-Kamera EOS 6D hat Canon neben WLAN auch eine App-Fernsteuerungsfunktion für Smartphones und Tablets eingebaut.
Vergrößern Die umfangreich ausgestattete Vollformat-Kamera EOS 6D hat Canon neben WLAN auch eine App-Fernsteuerungsfunktion für Smartphones und Tablets eingebaut.
© Canon

Neue fotografische Möglichkeiten ergeben sich durch die WLAN-Integration von Digitalkameras. In Kombination mit kostenlosen Apps für Android und iOS lässt sich die Kamera vom Smartphone oder Tablet aus fernbedienen. Das ist vor allem bei Makroaufnahmen, Studiosituationen und für andere Foto-Shootings interessant, bei denen die Kamera auf einem Stativ befestigt ist, und sich etwa in Bodennähe oder besonders hoch platziert befindet.

Der Fotograf kann Einstellungen wie Blende, Verschlusszeit, Fokuspunkt und ISO-Wert bequem am Display des Mobilgeräts vornehmen und schließlich fernauslösen. Bei DSLR-Kameras wie der Canon EOS 6D wird zum Aufnehmen sogar das Live-Bild auf dem Smartphone- oder Tablet-Bildschirm angezeigt.

Zu kämpfen haben die Kamerahersteller mit der Latenzzeit, also einer gewissen Verzögerung durch die WLAN-Übertragung – bei Makro- und Studioaufnahmen ist dieser Nachteil allerdings weniger relevant.

Immer scharf dank Lytro-Lichtfeldkamera

Motivjagt via elektronischem Sucher

Pixelsucher: Fujifilm rüstet die neue Retro-Kamera X100S mit einem hochauflösenden elektronischen Sucher aus.
Vergrößern Pixelsucher: Fujifilm rüstet die neue Retro-Kamera X100S mit einem hochauflösenden elektronischen Sucher aus.
© Fujifilm

Der optische Sucher verschwindet, denn bei immer mehr Kameras kontrollieren Sie das Motiv ausschließlich über einen Bildschirm. Entweder auf dem großen Display an der Kamerarückseite oder über einen elektronischen Videosucher. Vor allem Systemkameras sind zunehmend mit hochauflösenden Farbdigitalsuchern ausgestattet. Sie stehen den klassischen optischen Linsensuchern von Spiegelreflexkameras in Sachen Schnelligkeit und Detailtreue kaum mehr nach.

Pluspunkte sammelt der Videosucher gegenüber seinem optischen Pendant durch die Möglichkeit, jederzeit Extrainformationen ins Bild einzublenden. Beispielsweise hilft ein künstlicher Horizont beim Geradehalten der Kamera, Gitterraster vereinfachen das Ausrichten am Motiv und Menüs ermöglichen Änderungen an den Kameraeinstellungen, ohne das Gerät von Auge nehmen zu müssen.

Weiterer Vorzug: Im Digitalsucher sieht der Fotograf die Szene unter Anwendung aller Effekte in gleicher Farbgebung wie auch später in der Aufnahme.

Elektronische Sucher und die Wahl des Objektivs

Filmkomfort mit Motorzooms

Motorisches Zoom-Objektiv: Die Brennweitenverstellung mit Hilfe eines Motors ist vor allem beim Filmen praktisch.
Vergrößern Motorisches Zoom-Objektiv: Die Brennweitenverstellung mit Hilfe eines Motors ist vor allem beim Filmen praktisch.
© Panasonic

Eine spannende Entwicklung bei Kameras sind Zoom-Objektive, deren Brennweite sich über einen Miniaturmotor nahezu geräuschlos verstellen lässt. Die neue Technik ermöglicht gleichmäßiges Ein- und Auszoomen beim Filmen. Dazu wird anstelle eines Drehrings um das Objektiv herum ein kleiner Zoomhebel betätigt.

Durch den motorischen Zoomantrieb sind besonders weiche Zoom-Bewegungen bei insgesamt ruhigerer Kamerahaltung möglich. Das typische ruckartige Zoomen handbetriebener Zoom-Objektiv gehört damit der Vergangenheit an. Fürs manuelle Scharfstellen sind die Motorobjektiv weiterhin mit einem Fokusring ausgestattet.

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